Möbel aus rotkernigem Buchenholz
Einheimisches Holz hat die Menschheit von Beginn an als nachwachsendes Naturprodukt für vielfältige Zwecke, so als Werkzeug, Baumaterial und auch als Brennmaterial begleitet. Trotz der modernen Zeiten, die in allen Bereichen die Verwendung von Holz zurückgedrängt haben, blieb der Charme dieses warmen lebendig strukturierten Materials erhalten, und die Bedeutung des Waldes unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten unumstritten.
Die Farbkernbildung bei älteren Eschen und Buchen hat bei der Forstwirtschaft zu erheblichen Absatzschwierigkeiten geführt. Dies gab die Idee für das konkrete Projekt im Rahmen der Lokalen Agenda 21.
So wurde von der Stadt Reutlingen mit finanzieller Unterstützung des Umwelt- und Verkehrsministeriums Baden-Württemberg ein zweistufiger Wettbewerb ausgelobt.
In der ersten Stufe entwarfen Studentinnen und Studenten der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart unter der Leitung von Herrn Professor Peter Litzlbauer unterschiedliche Gebrauchsmöbel, die den Farbkern der Hölzer betonen. In der zweiten Stufe wurden aus diesen Entwürfen in Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben aus dem Raum Neckar-Alb sechzehn Prototypen angefertigt.
Diese Prototypen wurden dann auf Messen und Ausstellungen einem breiten Publikum präsentiert. Gleichzeitig arbeiteten die Fertigungsteams an Verbesserungen der Stücke, so dass ein Teil der Möbel das Ziel der Kleinserie erreicht hat. So wurden aus Ideen auf Papier gebrauchstüchtige Möbel mit individuellem Charakter.

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