Oskar-Kalbfell-Stiftung

Begabtenförderung durch die Oskar-Kalbfell-Stiftung

Zinstief gefährdet Oskar-Kalbfell-Stiftung

Spendenaufruf Oskar-Kalbfell-Stiftung
In Reutlingen gefährdet die Niedrigzinsphase die Arbeit der Oskar-Kalbfell-Stiftung, die Kinder und Jugendliche aus Reutlinger Familien mit geringem Einkommen unterstützt. "Die Situation ist dramatisch", so Oberbürgermeisterin Barbara Bosch als Kuratoriumsvorsitzende, "2010 hatte die Stiftung Zinseinnahmen in Höhe von 27 000 Euro. Dieses Jahr werden es nur rund 1100 Euro sein". Nach der Satzung sollte der Stiftungszweck grundsätzlich aus den jährlich anfallenden Zinsen erfüllt werden. Außerdem sei in den vergangenen Jahren die Spendenbereitschaft zurückgegangen. Gerade mal 100 Euro pro Jahr sind an Spenden überwiesen worden. Um alle Stipendiaten, die die Förderkriterien erfüllen auch fördern zu können, mussten seit 2011 Entnahmen aus der freien Rücklage der Stiftung beschlossen werden. Das Stiftungskapital ist inzwischen auf 453 000 Euro gesunken. Per Gesetz dürfen knapp 400 000 Euro nicht angegriffen werden."Wir müssen gegensteuern, sonst ist die Stiftung bald am Ende", so die OB. 

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  • Volksbank Reutlingen
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Finanzielle Unterstützung für begabte Kinder aus Reutlinger Familien mit geringem Einkommen


Oskar-Kalbfell „Trotz Lernmittel- und Schulgeldfreiheit gibt es auch jetzt noch begabte Kinder in unserer Stadt, die es schwer haben, die weiterführenden Schulen, ohne erhebliche Belastung des Elternhauses zu besuchen."
(Oskar Kalbfell in seinem Schreiben an den Gemeinderat anlässlich seiner Spende über 15.000 DM (ca. 7.670 €) zu seinem 70. Geburtstag)

Kleine Stiftungsgeschichte:
Anlässlich seines 70. Geburtstags am 28. Oktober 1967 überreichte der damalige Reutlinger Oberbürgermeister Oskar Kalbfell dem Gemeinderat einen Scheck über 15.000 DM (ca. 7.670 €). Damit wollte er begabten Kindern den Besuch weiterführender Schulen und Bildungseinrichtungen erleichtern.
Er selbst stammte aus kleinen Verhältnissen, wurde bereits mit fünf Jahren Halbwaise und durfte nur sieben Jahre die Volksschule besuchen. Um so mehr lernte er im Lauf seines Lebens den Wert einer guten Ausbildung schätzen. Mit großem Engagement setzte er sich während und nach seiner Berufsausbildung für seine schulische Weiterbildung ein:
„Als Lehrling verdiente ich die notwendigen Mittel für Kursgeld durch Heimarbeit und Nachhilfe in Geometrie und Algebra. Mein erstes eigenes Buch konnte ich im Jahr 1915 für elf Mark erwerben.“

Die Kinder und Jugendlichen sollten es künftig leichter haben. Mit seinem Scheck wollte er einen Anfang machen und möglichst zahlreiche Reutlinger Bürger und Institutionen motivieren, „nach Belieben Beträge der Stiftung zuzuführen, damit möglichst vielen begabten, würdigen Schülern geholfen werden kann“. Der Brief des Oberbürgermeisters an den Gemeinderat wurde in der lokalen Presse veröffentlicht und das Spendenbarometer kletterte in den folgenden Monaten rasch in die Höhe. „Dazu ein Bravo“ kommentierte der GEA am 03.11.1967: Das Spendenkonto hatte sich bereits verdoppelt. In den darauf folgenden Jahren gingen der Stiftung größere Summen aus mehreren Nachlässen zu.

Die 1968 ins Leben gerufene Stiftung hat laut Satzung zum Ziel, die „Ausbildung begabter Söhne und Töchter Reutlinger Familien mit geringem Einkommen" zu fördern. Dabei soll vor allem der Besuch weiterführender Bildungseinrichtungen, wie beispielsweise Realschule, Gymnasium oder Studium an einer Hochschule und Universität erleichtert werden.
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Mitarbeiter / Öffnungszeiten
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Zugehörigkeit zu
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Voraussetzungen
Wer kann sich bewerben?
  • Schüler und Studenten, die im Reutlinger Stadtgebiet wohnhaft sind
  • Wer eine überdurchschnittliche Leistung in Realschule, Gymnasium oder Studium an einer Hochschule oder Universität nachweisen kann
  • Wer aus einer Familie mit geringem Familieneinkommen stammt oder selbst nur geringe Einkünfte hat

Wo bewirbt man sich?

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Erforderliche Unterlagen
Wie bewirbt man sich?
  • Mit einem vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antrag auf Begabtenförderung durch die Oskar-Kalbfell-Stiftung bis spätestens Ende März des laufenden Jahres. Anträge liegen in den Sekretariaten der Schulen aus, können bei der Geschäftsführung der Oskar-Kalbfell-Stiftung angefordert oder über den unten stehenden Link ausgedruckt werden.
  • Mit folgenden beigefügten Unterlagen:
    - Zwei aktuelle Zeugniskopien (laufendes Schulhalbjahreszeugnis und Abschlusszeugnis des letzten Schuljahres)
    - Immatrikulationsbescheinigung bei Studium
    - Nachweise über sämtliche Einkünfte (Lohn, Gehalt, Rente, Ausbildungsvergütung, Kindergeld, Begabtenförderung des Landes, BAFöG, Wohngeld, Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe, Unterhaltszahlungen oder Einkünfte aus Versicherungen und Vermögen)
    - Belege über wichtige Ausgaben (Miete, Zinsen und Tilgungen, Energieabrechnungen, Unterrichtskosten, z.B. für Musikstunden)
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Sonstiges

Wie geht es weiter?
Das Kuratorium der Oskar-Kalbfell-Stiftung tritt einmal jährlich im Sommer zu einer Sitzung zusammen, bei der über die einzelnen Anträge entschieden wird. Im Anschluss erhalten alle Antragsteller eine schriftliche Benachrichtigung, ob und in welcher Höhe ihrem Antrag entsprochen wurde. Die Fördersumme richtet sich nach dem Alter, der Leistung und der finanziellen Situation der Stipendiaten.

Die Fördersumme der Oskar-Kalbfell-Stiftung wird bei einem BaföG-Antrag nicht angerechnet, da die Oskar-Kalbfell-Stiftung keine öffentlichen Gelder erhält.
Auszug aus dem Gesetz BaföG § 23, Abs. 4, Nr. 2: „Abweichend von Absatz 1 werden Ausbildungshilfen und gleichartige Leistungen aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen, die hierfür öffentliche Mittel erhalten, sowie Förderungsleistungen ausländischer Staaten voll auf den Bedarf angerechnet. Das gilt auch für Einkommen, das aus öffentlichen Mitteln zum Zwecke der Ausbildung bezogen wird."

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weitere Hinweise
Anträge werden nur in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März des laufenden Kalenderjahres entgegengenommen.
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Formular
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Broschüre

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