
SPD-Fraktion vor Ort auf dem Gelände des
ehemaligen Bauhofs Christophstraße. Hier sollen Wohnungen für junge
Familien, insbesondere bezahlbare Mietwohnungen, entstehen. Die GWG soll sie
bauen, meint die SPD-Fraktion und stellt einen Antrag. (von links nach
rechts: Edeltraut Stiedl, Helmut Treutlein, Thomas Keck, Johannes Schempp,
Ulrich Lukaszewitz, Suse Gnant, Dr. Lutz Binder.)
Antrag
Mietwohnungsbau auf dem Gelände
Christophstraße
12.10.2009
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Bosch,
Die
SPD-Fraktion beantragt:
die Stadtverwaltung nimmt die Planungen für eine Wohnbebauung des Geländes
des ehemaligen Bauhofs Christophstraße für junge Familien wieder auf. Die
GWG wird mit der Planung beauftragt. In einem Förderprogramm für junge
Familien sollen insbesondere bezahlbare Mietwohnungen entstehen. Die Stadt
prüft hierfür die Zuschusssituation.
Zum Schutz vor dem Lärm der Firma Wangner wird mit den Eigentümern des
ehemaligen Raiffeisengeländes über eine Bebauung mit im Siedlungsgebiet
notwendigen Infrastruktureinrichtungen verhandelt.
Die mündlich geäußerten
Erweiterungsabsichten der Firma Wangner haben sich über die Jahre nicht
konkretisiert. Dies hatte zum Aufschub der städtischen Planungen geführt. Im
Interesse der Stadt liegt es, das für eine Mietwohnbebauung für junge
Familien sehr geeignete Gelände, jetzt voranzubringen. Der Mangel an
bezahlbaren Mietwohnungen insbesondere für größere Familien besteht nach wie
vor.
Mit
freundlichen Grüßen
Helmut Treutlein
Fraktionsvorsitzender
Bericht der Reutlinger Nachrichten vom
21.10.2009:
Schönes Wohnen auf dem ehemaligen Bauhof
Auf dem Gelände Christophstraße sollen preiswerte
Wohnungen für junge Familien entstehen
Auf Antrag der
SPD-Fraktion sollen auf dem ehemaligen städtischen Bauhof in der
Christophstraße bezahlbare Mietwohnungen für junge Familien entstehen. Auch
Privatinvestoren sind nicht ausgeschlossen.
TOBIAS SCHEMPP
Reutlingen Ein
erster Versuch im Jahr 2005, das Gelände zwischen Christoph- und
Storlachstraße als Wohn- und Mischfläche zu nutzen, wurde aufgrund von
Expansionsplänen der Firma Wangner auf diesem Gebiet nicht
weiterverfolgt. Da sich bis heute die Erweiterungsabsichten der Firma
Wangner nicht konkretisiert haben, beantragt die SPD-Fraktion, das
Wohnungsbauprojekt wieder aufzunehmen. Der Fraktionsvorsitzende Helmut
Treutlein sagte bei einer Ortsbegehung des rund 120 Ar großen Geländes:
"Der Mietwohnungsbau ist der SPD ein hohes Anliegen, vor allem
preiswerte Wohnungen für Familien fehlen. Wangner hatte seine Chance,
nun muss etwas getan werden." Auch wirke sich die Verwahrlosung des
Geländes negativ auf das umliegende Viertel aus. Bereits zwei
Haushaltsanträge der SPD-Fraktion zum Thema Wohnungsbau für Familien hat
der Gemeinderat abgelehnt und dies mit dem Mangel an geeigneten
Grundstücken begründet. Darum, so Thomas Keck "beweist die SPD jetzt das
Gegenteil". Die Bebauung soll durch die GWG erfolgen, doch auch
Privatinvestoren sind, mit entsprechenden Auflagen, willkommen. Mit
Hinweis auf die leeren Stadtkassen erwähnte Ulrich Lukaszewitz die
Vorteile eines Verkaufs für den Haushalt. "Auch wenn der soziale Aspekt
im Vordergrund steht, darf man nicht vergessen, dass wir hier ein
brachliegendes Gelände haben, das Geld in die Kasse bringen kann." Die
guten infrastrukturellen Bedingungen, mit Kindergarten, Schule und
Einkaufsmöglichkeiten in direkter Umgebung sollen vor allem Familien
zugute kommen. Für den nötigen Lärmschutz vor dem benachbarten
Industriegebiet gibt es mehrere Optionen, wie die Pufferzone auf dem
angrenzenden WLZ-Gelände genutzt werden kann. Mit den Eigentümern des
ehemaligen Raiffeisengeländes wird über notwendige Bauvorhaben
verhandelt. Die Umsetzung des im Storlach vage geplanten Kinder- und
Familienzentrums würden die Bedingungen für ein Wohngebiet weiter
verbessern.