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Meldung

Ein echter Hochkaräter


Wie schon sein Vorgänger ist auch dieser Haushaltsentwurf nicht am grünen Tisch entstanden, unterstrich Barbara Bosch bei der Einbringung ihres letzten Etats als Rathaus-Chefin. "Bei einer zweitägigen Strategieklausur haben sich Gemeinderat und Stadtverwaltung auf Strategieziele verständigt, die diesen Haushalt prägen werden." Die beiden großen Überschriften, so ein Ergebnis der Klausur, sind auch diesmal wieder die Steuerung des Wachstums und der Erhalt der Infrastruktur. "Ja, wir haben sehr wohl noch Bevölkerungswachstum", verwies die Oberbürgermeisterin auf aktuelle Zahlen und Prognosen. Mit aktuell 115.762 Einwohnern liege man genau zwischen der mittleren und der oberen Prognose des Statistischen Landesamts aus dem Jahr 2016. Und weil nichts darauf hindeute, dass sich das ändere, "haben wir bei den Wachstumsthemen noch einmal eine Schippe draufgelegt." Gesellschaftlichen Entwicklungen könne und wolle sich die Stadt nicht verweigern, zumal die anhaltend gute Konjunktur finanzielle Gestaltungsspielräume ermögliche.

So viel Geld steht für die Wachstumsthemen im Einzelnen bereit:
  • Mobilität und Klimaschutz: 26 Millionen Euro im Doppelhaushalt, 48 Millionen Euro im Finanzplanungszeitraum 2019 bis 2022
  • Kinder und Jugend: 31 Millionen Euro im Doppelhaushalt, 65 Millionen Euro im Finanzplanungszeitraum 2019 bis 2022
  • Wohnen und Gewerbe: 13 Millionen Euro im Doppelhaushalt, 21 Millionen Euro im Finanzplanungszeitraum 2019 bis 2022

Neue Wachstumsthemen sind:
  • Migration und Integration: 10 Millionen Euro im Doppelhaushalt, 14 Millionen Euro im Finanzplanungszeitraum 2019 bis 2022
  • Digitalisierung: 5 Millionen Euro im Doppelhaushalt, 5,3 Millionen Euro im Finanzplanungszeitraum 2019 bis 2022

Für den Erhalt der Infrastruktur reserviert sind:
  • Im Themenfeld Hochbau: 11 Millionen Euro im Doppelhaushalt, 34 Millionen Euro im Finanzplanungszeitraum 2019 bis 2022
  • Im Themenfeld Tiefbau: 18 Millionen Euro im Doppelhaushalt, 43 Millionen Euro im Finanzplanungszeitraum 2019 bis 2022

Die finanzielle Lage lasse dies zu, resümierte Finanzbürgermeister Alexander Kreher: "Wir konnten unsere Schulden seit 2007 um 46 Millionen Euro reduzieren." Die Pro-Kopf-Verschuldung lag Ende 2017 bei 655 Euro. Zur guten Situation im Doppelhaushalt tragen auch die Zuwendung und Zuschüsse von Bund und Land bei -- darunter auch die umfangreichen Fördermittel aus dem "Lead-Ctiy"-Programm zur Luftreinhaltung.

Detaillierte Informationen zu den strategischen Zielen, zur Finanzierung, aber auch zum Neuen Kommunalen Haushaltsrecht (NKHR) und zum weiteren Zeitplan finden sich in der Broschüre "Entwurf des Doppelhaushalts 2019/2020", die ab heute an der Rathaus-Informationen, bei allen Bezirksämtern, in der Stadtbibliothek sowie unter www.reutlingen.de/haushalt als Download erhältlich ist.

Die wichtigsten Eckdaten zum Entwurf des Haushaltsplans 2019/2020 der Stadt Reutlingen (Stand 27.09.2018)

Einwohner: 115.519 (30.06.2017)

Haushaltsvolumen 2019: 408,544 Mio. €
Aufwendungen Ergebnishaushalt 2019: 361,180 Mio. €
davon Personalaufwendungen 99,664 Mio. €
davon Sachaufwendungen 86,091 Mio. €
Auszahlungen Finanzhaushalt 2019: 47,364 Mio. €
davon Bauinvestitionen 32,176 Mio. €

Haushaltsvolumen 2020: 423,226 Mio. €
Aufwendungen Ergebnishaushalt 2020: 374,929 Mio. €
davon Personalaufwendungen 102,951 Mio. €
davon Sachaufwendungen 87,934 Mio. €
Auszahlungen Finanzhaushalt 2020: 48,297 Mio. €
davon Bauinvestitionen 31,995 Mio. €

Veranschlagtes Ordentliches Ergebnis
2019: 3,671 Mio. €
2020: 7,431 Mio. €
Damit sind die Abschreibungen voll erwirtschaftet.

Zahlungsmittelüberschuss (Vergleichbar mit bisheriger kameraler Zuführungsrate)
2019: 8,907 Mio. €
2020: 18,045 Mio. €

Einnahmen (Gewerbesteuer+ Grundsteuer A + Grundsteuer B):
2019: 91,318 Mio. €
2020: 96,457 Mio. €

Steuerhebesätze
Gewerbesteuer 380 v. H. 2019 (Plan): 72.425.000 €; 2020: 77.264.000 €
Grundsteuer A 320 v.H. 2019 (Plan): 63.000 €; 2020: 63.000 €
Grundsteuer B 400 v. H. 2019 (Plan): 18.830.000 €; 2020: 19.130.000 €

Steuern und Zuweisungen
2018: 241,180 Mio. €
2019: 262,221 Mio. €
2020: 282,675 Mio. €

Kreisumlage
2018: 60,689 Mio. €
2019: 60,317 Mio. €
2020: 62,469 Mio. €

Kreditaufnahme: Tilgung: Nettokreditaufnahme:
2018: 22,505 Mio. € 2018: 6,108 Mio. € 2018: 16,397 Mio. €
2019: 6,096 Mio. € 2019: 6,195 Mio. € 2019: -0,099 Mio. €
2020: 6,658 Mio. € 2020: 6,578 Mio. € 2020: 0,080 Mio. €

Schuldenstand
2018: 91,589 Mio. €
2019: 91,490 Mio. €
2020: 91,570 Mio. €

Schulden (pro Einwohner)
2018: 793 €
2019: 787 €
2020: 782

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