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Meldung

Ein großer Schritt für mehr Sicherheit in der Stadt Reutlingen


Am 09.11.2017 konnten Finanzbürgermeister Alexander Kreher und Feuerwehrkommandant Harald Herrmann 11 neue Wärmebildkameras an alle Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Reutlingen übergeben.

Damit sind alle 13 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr in Reutlingen ab sofort mit Wärmebildkameras ausgestattet. Die Stadt Reutlingen investierte rund 75.000 Euro für die neuen Geräte. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur notwendigen technischen Anpassung der freiwilligen Feuerwehren umgesetzt.

Mit den modernen Kameras der Firma MSA Auer können in stark verqualmten Räumen vermisste Personen schneller aufgespürt und damit schneller gerettet werden. Mit den Wärmebildkameras können die Trupps der Feuerwehr, die mit dem menschlichen Auge nicht erkennbare Wärmestrahlung von Körpern oder Gegenständen, buchstäblich durch Rauch und völliger Dunkelheit sehen. Mit dem Einsatz von Wärmebildkameras vergrößern sich aber nicht nur die Überlebens- und Rettungschancen von Personen in verrauchten Bereichen, es lassen sich auch Brandherde und Glutnester an verdeckten Stellen schneller auffinden. Somit können auch größere und unnötige Gebäudeschäden im Löscheinsatz verhindert werden.

Ebenfalls gute Dienste leisten die modernen und rund 7.000 Euro teuren Geräte im Gefahrstoff- oder Umwelteinsatz, wenn es beispielsweise den Flüssigkeitsstand von Tankbehältern oder Fässern oder Leckagen festzustellen gilt.

Bisher waren nur die Abteilung der Berufsfeuerwehr und die Abteilungen der Freiw. Feuerwehr Stadtmitte, Betzingen und Sondelfingen, die insbesondere zur Tunnelbrandbekämpfung vorgesehen sind, mit Wärmebildkameras ausgestattet. Nun wird diese hochmoderne Technik in allen Feuerwehrabteilungen in den Stadtbezirken eingeführt.

Alexander Kreher und Harald Herrmann zeigen sich dankbar und stolz zugleich, dass die Kameras den Einsatzkräften nun flächendeckend im Stadtgebiet zur Verfügung stehen und der Sicherheit der einzelnen Feuerwehrangehörigen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern Reutlingens dienen. „Eine Investition für mehr Sicherheit, die sich lohnen wird.

Hiermit kann im Einsatz wertvolle Zeit gewonnen werden“, so der Reutlinger Feuerwehrkommandant abschließend.

Bevor diese Technik zur Verfügung stand, konnten Personen oft nur durch langwieriges Absuchen gefunden werden. Dass in solchen Situationen jede Sekunde zählt, erklärt sich von selbst. Durch die Wärmebildtechnik ist es möglich, Personen an ihrer Silhouette gut und umgehend zu erkennen, um dann eine gezielte Rettung einzuleiten. So können wichtige Sekunden – je nach Dimension der Einsatzstelle auch Minuten – gewonnen werden.

Die erste Wärmebildkamera wurde bei der Feuerwehr Reutlingen im Jahre 1991 angeschafft. Das damals 36 000 DM teure, aus England stammende Gerät wurde insbesondere nach Dehnfugenbränden in den Scheibenhäusern der Humboldtstraße mit Unterstützung der GWG angeschafft, nachdem sich die Brandbekämpfung sehr schwierig gestaltet hatte und über 6 Geschosse das Mauerwerk in allen Wohnungen aufgestemmt werden musste. Die heutigen Geräte sind wesentlich handlicher, effektiver und auch billiger geworden. Sie können vor allen Dingen auch von den Angriffstrupps mitgenommen werden.


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Redakteur / Urheber
Dipl.-Ing.(FH) Michael Reitter Sachgebiet Spezielle Gefahrenabwehr, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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