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Meldung

Hauptversammlung der Reutlinger Feuerwehr


Stadtbrandrat Dr. Georg Belge, Reutlingens stv. Feuerwehrkommandant, eröffnete die Hauptversammlung und konnte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, den für die Feuerwehr zuständigen Bürgermeister Peter Rist, 11 Stadträtinnen und Stadträte, vier Bezirksbürgermeister, der Leiter der Polizeidirektion, der Leiter des Polizeireviers Reutlingen, den Rettungsdienstleiter des DRK Reutlingen und die Vertreter der Hilfsorganisationen, vom DRK-OV, dem THW, der DLRG und der Höhlenrettung Baden-Württemberg, den stv. Kreisbrandmeister Auch sowie einige Kommandanten der Nachbarwehren begrüßen. Er moderierte durch die Hauptversammlung und handelte die Regularien ab.

Kommandant Harald Herrmann stellte vor knapp 400 Angehörigen der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehrabteilungen, der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung sowie einer Vielzahl von Gästen die Einsatzzahlen des vergangenen Jahres vor und zog für die Reutlinger Feuerwehr Bilanz.

Hermann ging in seinem Bericht auch auf die Dienstrechtsreform des Landes ein. Die Altersgrenze soll bei den Einsatzbeamten der Berufsfeuerwehr von 60 auf 62 Jahre angehoben werden. Er lud den Landtagsabgeordneten und innenpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, MdL Hagen Kluck, zu einer 24-Stunden-Dienstschicht zu seiner Reutlinger Feuerwehr ein, um sich über die enormen physischen und psychischen Belastungen im Feuerwehrdienst persönlich zu informieren.

Die 62 Einsatzbeamte der Berufsfeuerwehr und die 402 Angehörige in den Freiwilligen Abteilungen der Feuerwehr Reutlingen sowie die 16 Fachberater mussten 1.352 Mal im vergangenen Jahr ausrücken. Davon mussten
  • 347 Brände bekämpft werden,
  • 755 Technischen Hilfeleistungen bewältigt und zu
  • 250 Fehleinsätzen ausgerückt werden.
Damit zeige der Trend wieder deutlich nach oben. Gegenüber dem Vorjahr seien über 300 Einsätze mehr zu bewältigen gewesen, so Herrmann. 113 Menschen wurden bei den Einsätzen aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet, 13 Personen konnten nur noch tot geborgen werden.

Als besondere Einsätze nannte Herrmann die Ammoniakfreisetzung im Eislauf- und Freizeitcenter in der Rommelsbacher Straße und den Nato-Gipfel in Baden-Baden und Kehl.

Fit hielten sich die Feuerwehrangehörigen neben der Basis- und Schwerpunktausbildung auch durch Großübungen, wie etwa am 4. November 2009 im Reutlinger Klinikum „Am Steinenberg“. Die Übungsleitung hatte die Station 5 E komplett verraucht. Diese musste durch Klinikpersonal und Angehörige der Berufsfeuerwehr und der Abt. FF Stadtmitte geräumt werden, wobei die Statisten realitätsnah geschminkt waren, um die Einsatzkräfte vor hohe Anforderungen zu stellen.

Neben .dem Feuersicherheitswachdienst und dem Bereitschaftsdienst in der Feuerwache hätte die Feuerwehr auch bei einer Vielzahl von Veranstaltungen in den Stadtbezirken, in der Stadt und auch im Land ihr Leistungsangebot vorgestellt und ihre Leistungsfähigkeit präsentiert. Die Geselligkeit sei dabei auch nicht zu kurz gekommen.

Zu den aktiven Angehörigen der Einsatzabteilungen gehören zur Feuerwehr auch noch 128 Angehörige der Jugendfeuerwehr und 174 Angehörige der Altersabteilung sowie die Ehrenmitglieder. Der Gesamtmannschaftsstand beträgt 798 Mitglieder.
Herrmann dankte seiner Führungsmannschaft, von den Gruppenführern bis zu den Abteilungskommandanten für Ihr hohes Engagement, das sie mit großer Selbstverständlichkeit erbringen.
Zum Schluss seines Berichtes stellte Harald Herrmann fest, dass die Feuerwehr 2009 immer schnell –kompetent und zuverlässig zur Stelle war und die ihre Aufgaben gut gelöst hätte. Die Ziele des Jahres 2009 und die ergänzenden Vorgaben seien weitgehend erreicht worden. Der Arbeitsaufwand sei jedoch sehr hoch gewesen und sei doch erheblich an die Substanz gegangen.

Oberbürgermeisterin Barbara Bosch dankte allen Feuerwehrangehörigen für die Ableistung des gefahrvollen Dienstes und ihr hohes Engagement, das sie mit hoher Selbstverständlichkeit ableisten. „Sie haben ein ordentliches „Paket“ bewältigt, so Bosch. Sie dankte auch für die vielen Aufgaben, die sich in den Einsatzzahlen nicht wiederspiegeln würden; den Übungs- und Ausbildungsvorbereitungen, der Gerätepflege, der Öffentlichkeitsarbeit, der ständigen Aktualisierung der Webseiten, der Durchführung der Jugendarbeit und all die Talente, die an der richtigen Stelle in der Feuerwehr ihre Fähigkeiten einbringen würden.
Bosch ging mit Worten der Feuerwehr auf die Finanzlage der Stadt ein und sagte, dass man 2009 in Reutlingen einen Mittelbrand hatte, der mit einem Löschzug in Form einer Haushaltssperre in den Griff zu bekommen war. Für 2010 rechne sie jedoch mit einem Großbrand, bei dem alle Kräfte zur Bekämpfung der Finanzsituation eingesetzt werden müssten. Im Jahre 2011 rechne sie jedoch mit dem „Flash-over“, der Rauchgasdurchzündung, die es in jedem Falle zu verhindern gilt, um nicht letztendlich in einen Feuersturm zu geraten

Im Anschluss daran konnte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Feuerwehrkommandant Harald Herrmann 21 Reutlinger Feuerwehrleuten mit dem Feuerwehr – Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg für langjährige aktive Dienstzeit auszeichnen. Drei weitere Feuerwehrangehörige wurden mit der Ehrenplakette der Feuerwehr Reutlingen in Bronze geehrt. Abteilungskommandant Harry Czebeka von der Abt. FF Betzingen wurde zu Hauptbrandmeister, befördert. Die Stellvertretende Abteilungskommandanten Johannes Böhringer, Abt. FF Mittelstadt, und Benjamin Mauser, Abt. FF Sickenhausen konnten Urkunden zum Oberlöschmeister bzw. Löschmeister erhalten.

Paul Mohl, Vorsitzender des DRK Ortsvereines Reutlingen, bedankte sich im Namen der Arbeitsgemeinschaft der Reutlinger Hilfsorganisationen für die gute Zusammenarbeit mit der Reutlinger Feuerwehr im vergangenen Jahr. Beispielhaft nannte er die gemeinsame Durchführung des 10. Reutlinger Sicherheitstages, an dem die Feuerwehr die wesentlichen Vorbereitungen für alle Organisationen getragen hätte. Er wünschte sich eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit und der Feuerwehr ein unfallfreies Jahr.
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