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Meldung

Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst
22 Personen nach Brand im Hochhaus gerettet


Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr drang dichter Rauch aus einer Kellertür. Die Außenfassade war ebenfalls verraucht. Eine Vielzahl von Personen stand auf den Balkonen und war durch die Rauchentwicklung bedroht. Der Treppenraum war über 8 Geschosse bereits total verqualmt und konnte ohne Atemschutz nicht mehr begangen werden.

Der Einsatzleiter ließ in der Erstphase des Einsatzes ein Rohr zur Brandbekämpfung in den Keller vornehmen. Gleichzeitig setzte er einen weiteren Trupp zum Kontrollieren und Entrauchen des Treppenraumes ein. Auf Höhe des 2. Obergeschosses fand dieser der unter Atemschutz vorgehende Trupp einen fast unbekleideten Mann auf und brachte ihn ins Freie, wo von der Polizei übernommen und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben wurde. Der Mann erlitt aufgrund der Brandgasinhalation schwerste Verletzungen und wurde in die Klinik nach Tübingen verbracht.

Die durch das Treppenhaus vorgehenden Trupps konnten in den Wohnungen weitere Personen vorfinden, die über die Drehleiter und tragbare Leitern in Sicherheit gebracht werden mussten. Insgesamt wurden so 22 Personen aus dem Gebäude gerettet. 10 Personen wurden in die Kliniken Reutlingen und Bad Urach verlegt.

Der Brand, der im Keller ausgebrochen war, hatte auf mehrere Kellerräume übergegriffen. Das Feuer konnte mit 2 Rohren sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Entrauchung und Belüftung des gesamten Gebäudes mit seinen 78 Wohnungen war sehr aufwendig und nahm viel Zeit in Anspruch.

Vor allen dingen mussten alle Wohnungen, insbesondere die aus denen sich keine Personen gemeldet hatten, geöffnet und kontrolliert werden. Für die Bewohner wurde eine Kurzinformation mit entsprechenden Verhaltens- und Sicherheitshinweise erstellt. Sie konnten gegen 02.00 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Kripo hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen, nachdem es in dem Hochhaus bereits mehrmals gebrannt hat.

Im Einsatz waren 76 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Neben der Berufsfeuerwehr kamen die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehren aus der Stadtmitte, Betzingen und Rommelsbach sowie die Führungsunterstützungseinheit zum Einsatz.

Der Rettungsdienst war mit einem Leitenden Notarzt, 23 Notärzten und 36 Einsatzkräften vor Ort. Sie übernahmen die Versorgung der Verletzten und die Betreuung der in Sicherheit gebrachten Personen.

Die Polizei sperrte die Gustav-Groß-Straße vollständig ab, und war mit 31 Beamten vor Ort eingesetzt.

Insgesamt waren 146 Einsatzkräfte mit 39 Fahrzeugen vor Ort. Zum Schadensausmaß und der Ursache kann derzeit noch keine Angabe gemacht werden.

Eine besondere Schwierigkeit ergab sich daraus, dass durch einen technischen Defekt am „Master – DAU“ der Digitalen Alarmierung beim Roßberg die Nachalarmierung der Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst über die Rückfallebene nur verzögert erfolgen konnte.
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