Das Erdgeschoss

Pferde- und Kuhstall:
Mastviehhaltung spielte in der Betzinger Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Pflug und Wagen wurden häufig mit Ochsen- und Kuhgespannen geführt. Hölzerne Doppeljoche aus dem 18. und ledergepolsterte Einzeljoche aus dem 19. Jahrhundert zeigen die Entwicklung des Zuggeschirrs. Weitere Themen: Milchwirtschaft, Hausbau, Arbeiten im Wald und im Steinbruch.
 
Futtergang:
Er verbindet Schweine- und Kuhstall. Im Futtergang, in dem das Viehfutter zubereitet und verteilt wurde, befindet sich auch der Grundwasserbrunnen. An der Werkbank am Ende des Ganges wurde repariert, was noch zu reparieren war. Umnutzen und Weiterverwenden waren notwendige Prinzipien in der vom Mangel geprägten bäuerlich-ländlichen Lebenswelt.
 
Schweinestall:
In einer Inszenierung wird die harte Frauenarbeit des Waschens und der Vorgang einer Hausschlachtung verbunden.
 
Weberdunk:
Der Webstuhl, der in einem kleinen, dunklen und feuchten Kellerraum stand, war für viele Betzinger neben der Landwirtschaft ein lebensnotwendiger Nebenverdienst. Später fanden die Handweber in den Textilfabriken Arbeit.
 
Tenne:
Ein Elektromotor vom Anfang des 20. Jahrhunderts steht für die Mechanisierung: Mit Transmissionen wurden Dreschmaschinen, Windfegen, Kleesamenreiben und andere Maschinen angetrieben.
 
Gewölbekeller:
Kartoffeln, Obst, Most, Brot und Kraut konnten in dem im Erdboden liegenden Keller ideal gelagert werden.
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