Zentrale Nahverkehrsachse

Eine wesentliche Maßnahme des neuen Stadtbusnetzes ist die Nutzung der Gartenstraße in beide Richtungen als zentrale Nahverkehrsachse in die südliche Altstadt bzw. Oststadt. Damit wird die südliche und östliche Innenstadt, mit den vielen Einkaufsmöglichkeiten, Behörden, Arbeitsplätzen und Anwohnern, durch eine verbesserte ÖPNV-Anbindung gestärkt.

Neben der zentralen Nahverkehrsachse in der Gartenstraße befahren Buslinien die Altstadt umgebenden Straßen, wie Lederstraße und Karlstraße, in Teilabschnitten. Somit ist die Erschließung der Innenstadt insgesamt weiter verbessert worden.

Die zentralen Umsteigebeziehungen befinden sich im Bereich des Hauptbahnhofes und auf der zentralen Nahverkehrsachse Gartenstraße. An der Haltestelle Listplatz halten alle Linien, die über die Innenstadt führen. Die zentrale Nahverkehrsachse Gartenstraße wird von 10 Buslinien bedient.

Auch die Haltestelle Stadtmitte wird weiterhin bedient. An dieser Haltestelle halten 11 Stadtbuslinien. Allerdings ist hier das bisherige sogenannte „Rendezvous-Prinzip“ aufgelöst worden. Beim Rendezvous-Prinzip fahren alle Busse einen zentralen Umsteigeknotengleichzeitig an. Alle Busse treffen sich zur selben Zeit an einem Ort, was zu kurzzeitigem Hochbetrieb mit hohem Busverkehrsaufkommen und hohem Fußverkehrsaufkommen der Fahrgäste führt, da die Fußgänger von einer Haltestelle zur anderen Haltestelle laufen müssen, um zu ihrem Anschlussbus zu gelangen. Zudem erfordert dieses Prinzip einen hohen Platzbedarf, da jede Linie einen eigenen Haltepunkt benötigt.

Die zentrale Nahverkehrsachse Gartenstraße bietet an mehreren Haltestellen eine Umsteigemöglichkeit. Am Ausstiegsort kann bequem auf den Anschlussbus gewartet werden, ohne zu einer anderen Haltestelle laufen zu müssen. Aufgrund der Taktverdichtungen ist auch nicht mit längeren Wartezeiten zu rechnen.
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