Klimafreundliche Ernährung und nachhaltiger Konsum stellen eine Gemeinschaftsaufgabe dar, die nur als Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Bürger*innen gelingen kann. Gleichzeitig kann jede*r Einzelne in seinem Umfeld aktiv werden und nicht nur sich selbst, sondern auch andere zum Handeln motivieren: Jede*r Einzelne hat die Macht, durch bewusste Kaufentscheidungen Einfluss zu nehmen. Wenn mehr Menschen nachhaltige Produkte wählen, senden sie ein starkes Signal an Unternehmen, dass es eine Nachfrage nach umweltfreundlichen Alternativen gibt. Dies kann zu einem Wandel in der Produktion und zu innovativen Lösungen führen. Denn: Nachhaltiger Konsum kann eine Kettenreaktion auslösen. Wenn Freunde, Familie oder Kollegen sehen, dass jemand aktiv nachhaltige Entscheidungen trifft (zum Beispiel Bioprodukte kauft oder Recup-Becher nutzt, …) kann dies inspirierend wirken und andere dazu ermutigen, ebenfalls umzudenken und ihr Verhalten zu ändern. So kann eine individuelle Entscheidung zu einer kollektiven Bewegung werden.
Alleine die Landwirtschaft verursacht rund 10 % der globalen Emissionen. Daher kann jeder und jede Einzelne durch das Neudenken der Ernährung und des Konsums einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Stadt Reutlingen geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie Nachhaltigkeit in den Bereichen Ernährung und Konsum umgesetzt werden können. In den Tageseinrichtungen für Kinder übernimmt die Stadt Reutlingen beispielsweise eine Vorreiterrolle im Bereich Ernährung und sorgt für einen hohen Bioanteil. Dies bringt sowohl positive gesundheitliche Aspekte als auch Vorteile für den Klimaschutz mit sich.