Obstbaumsammlung in der Pomologie

53. Herzogin Elsa

Herzogin Elsa

  • Herkunft:
    Von Hofgärtner Müller 1879 auf Schloss Wilhelma bei Stuttgart gefunden und 1885 in den Handel gebracht.
  • Verwendung:
    Tafelbirne, für Kompott, hartreif als Saft-, Einkoch- oder Dörrfrucht, Fleisch bleibt beim Einkochen hell.
  • Pflückreife:
    Mitte September bis Anfang Oktober
  • Genussreife:
    Ca. 2 Wochen
  • Bewertung:
    Anspruchslose Sorte, kann auch in Höhenlagen angebaut werden
  • Besonderheiten:
    Süßlich, würziger Geschmack
  • Geschichte:
    Johann Baptist Müller (1813 - 1892) wurde 1838 in der Wilhelma speziell für die Obst-Treiberei eingestellt. Bereits 1841 gelangte er in die Stellung eines Hofgärtners der Wilhelma und trat 1844 die Nachfolge von Oberhofgärter J. W. Bosch an. Bis zu seinem Tod war er für sämtliche gärtnerischen Belange im Wilhelma-Park und Rosensteinpark zuständig. Von ihm existieren noch einige Pflege- und Arbeitsanweisungen. Während seiner Amtszeit wurden die Pflanzenbestände der Wilhelma immer umfangreicher. Beispielsweise wurden die Rosenpflanzungen immer wieder erneuert und ergänzt, die Sommerpflanzungen immer stärker ausgeweitet und der Anbau von Spalierobst vorangetrieben. Durch den Ausbau der Gewächshäuser konnten auch immer mehr exotische Pflanzen, wie Ananas, tropische Seerosen und auch die immer größer werdenden Pflanzensammlungen (Kamelien, Fuchsien) untergebracht werden. Nebenbei betrieb er einige eigene Züchtungen. Von Obstsorten und Rhododendron ist es belegt. In den 1860-Jahren hatte er rund 40 verschiedene Wilhelma-Rhodendron-Sorten angezogen, leider waren sie nicht ganz winterhart und mussten deshalb aufwendig geschützt bzw. in Gewächshäuser verbracht werden. Sämtliche Pflanzen wurden offensichtlich von seinem Nachfolger vernichtet. Die wilhelmaeigenen Züchtungen gingen somit vollständig verloren.
HERZLICHEN DANK!

Dieser Baum ist eine Spende der:
FIRMA MÜRDTER GMBH
GARTEN- UND LANDSCHAFTSBAU
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