Neuer Stadtraum Bantlinstraße

Die Stadt Reutlingen und die Robert Bosch GmbH planen eine gemeinsame Weiterentwicklung des Areals rund um das Reutlinger Bosch-Gelände und die angrenzenden städtischen Flächen an der Bantlinstraße.

Entwurfskonzept von asp zum StädtebauDer Technologiekonzern Bosch beabsichtigt, in den kommenden Jahren sein Areal an der Tübinger Straße durch Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen zukunftsfähig zu machen sowie einzelne Bereiche öffentlich zugänglich zu gestalten. Als „Herzstück“ der Werksplanung Bosch soll mit dem Bau der sogenannten „Neuen Mitte“ ein zentraler campusartiger Bereich an der Tübinger Straße entstehen und die bisherige Trennung durch die Straße in zwei Werksareale aufgehoben werden. In einem neuen Multifunktionsgebäude sollen dort auf rund 30 000 Quadratmetern verschiedene Funktionen, zum Beispiel aus Entwicklung und Fertigung, zusammenarbeiten. Außerdem will das Unternehmen den Naturraum entlang der Echaz im Bereich des Werksgeländes renaturieren und teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Entwurfskonzept von h4a zum StädtebauGleichzeitig plant die Stadt Reutlingen, die städtischen Grundstücke entlang der B 28 in diesem Bereich zu entwickeln und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Die neue Haltestelle Bösmannsäcker der Regionalstadtbahn wird zukünftig für eine bessere Anbindung des gesamten Areals sorgen.

Als Einstieg in den Entwicklungsprozess wurde gemeinsam mit Vertretern von Bosch und ausgewählten Planungsbüros eine interdisziplinäre Ideenwerkstatt „Neuer Stadtraum Bantlinstraße“ durchgeführt.

Entwurfskonzept von AIG zum Städtebau, StadtstrandZiel dieser offenen Werkstatt, die zugunsten eines optimalen Erkenntnisgewinns unter Aufhebung der Anonymität während der Bearbeitung stattfand, war die Erarbeitung von Ideen für die zukünftige Nutzung und Struktur des Plangebietes, die sowohl Aspekte des Städtebaus, der Verkehrsplanung als auch der Freiraumgestaltung enthalten sollte. Die vorhandenen ersten Ideen von Bosch für ihre künftige Standortentwicklung und die Realisierung von zusätzlichem Parkraum waren darin zu integrieren.

Es wurden vier renommierte Büros aufgrund ihrer aufgabenbezogenen Qualifikation in Projekten der Stadt Reutlingen bzw. der Robert Bosch GmbH zur Teilnahme an der Ideenwerkstatt eingeladen. Gemäß Vorgabe haben sie sich zu folgenden interdisziplinären Arbeitsgemeinschaften mit weiteren Büros zusammengeschlossen:

  • AIG Planungs- und Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart
    (AG mit pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Stuttgart - Prof. Schmid Treiber Partner, Leonberg -  Ludloff Ludloff Architekten GmbH, Berlin)
  • asp Architekten GmbH, Stuttgart
    (AG mit Treibhaus Landschaftsarchitektur, Hamburg – StetePlanung, Darmstadt)
  • h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH, Stuttgart
    (AG mit Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart - BrennerPlan GmbH, Stuttgart - met-ris Architekten + Stadtplaner, Heidelberg
  • ulrich hartung gmbh, Bonn
    (AG mit FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf)

Bild von der Ideenwerkstatt wie das Gremium vor Plakaten und vor den Modellen stehen. Bild von der Ideenwerkstatt wie das Gremium und Juroren die Konzepte präsentiert bekommen.

Die Ideenwerkstatt wurde durch ein Gremium aus Fach- und Sachmitgliedern begleitet, das als Jury die Arbeiten am Schluss bewertete. Wie beabsichtigt wurden keine Preisträger im klassischen Sinne ermittelt. Stattdessen wurden in der Jurysitzung am 18.11.2020 die besten Ergebnisse aus allen Beiträgen für die weitere Bearbeitung herausgearbeitet und zusammengestellt. Darüber hinaus wurde festgelegt, welche Arbeit auf übergeordneter Ebene als tragfähige Grundlage dienen kann und ein solches Raumgerüst bietet, in das Aspekte aus den anderen Arbeiten integriert werden können. Die Wahl fiel auf die Arbeit von AIG, die als tragfähige Grundlage für die weitere Entwicklung dient.

Die Ergebnisse der Ideenwerkstatt stehen auf dieser Seite zum Download bereit, sie werden zudem vom 29.09. bis 13.10.2022 im Foyer des Rathauses öffentlich ausgestellt.

Entwurfskonzept von uh zum Städtebau

Darüber hinaus ist als Grundlage für die weitere Entwicklung sowie für die Realisierung von Einzelbausteinen die Beauftragung von Gutachten (Verkehrsgutachten, Machbarkeitsstudie Hochwasser / Renaturierung Echaz) erforderlich. Darüber hinaus ist beabsichtigt, einen Städtebaulichen Grundvertrag zwischen der Stadt Reutlingen und Bosch zur Organisation und Umsetzung der verschiedenen Regelungsbereiche zu schließen.

Direkt zum Kontakt

Kontakt

Frau Eva-Maria Rupp

Projektleiterin

Telefon: 07121 303-2426

Fax: 07121 303-2281

E-Mail: eva-maria.rupp@reutlingen.de

Frau Olivia Schwedhelm

Projektleiterin

Telefon: 07121 303-2654

Fax: 07121 303-2281

E-Mail: olivia.schwedhelm@reutlingen.de

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