Betzingen

Bereits 1907 trat Betzingen in den Gemeindeverband der Stadt Reutlingen ein. Betzingen ist somit der älteste und auch der größte Stadtteil. Heute stellt sich Betzingen als ein modernes Gemeinwesen dar, das sich trotz Industrialisierung sein typisches Profil und Reste seines dörflichen Charakters bewahrt hat.
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Ortsportrait

Bezirksbürgermeister

Betzinger Bezirksbürgermeister Friedemann Rupp
Friedemann Rupp

Am 11.07.2019 wurde Friedemann Rupp vom Bezirksgemeinderat Betzingen zum Bezirksbürgermeister gewählt. Seine Stellvertreter sind Dagmar Krause und Lothar Richter.

Feste Sprechzeiten des Bezirksbürgermeister gibt es nicht, er ist aber über das Bezirksamt oder unter friedemann.rupp@reutlingen.de zu erreichen. Interessierte Bürger sind auch herzlich in die öffentlichen Sitzungen des Bezirksgemeinderates eingeladen und können dort ihre Frage in der Einwohnerfragestunde die zu Beginn jeder Sitzung stattfindet stellen.

Historisches

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes liegt für 1258 vor, jedoch ist die Entstehung der Siedlung schon viel früher, zur Zeit der alemannischen Landnahme anzunehmen.
Ortsherrschaftliche Rechte besaßen im 13. und 14. Jahrhundert vor allem die Herren von Dachenhausen und von Betzingen. Früh kam der Ort jedoch in den Rechtskreis der benachbarten Reichsstadt Reutlingen, deren Hoheit 1497 durch kaiserliches Privileg endgültig Bestätigung fand. Fortan gehörte Betzingen zum reichsstädtischen Territorium, die Kirchenherrschaft wurde allerdings seit 1693 von Württemberg ausgeübt.
Nach Ende der Reichsstadtzeit 1802/03 war Betzingen eine selbstständige württembergische Landgemeinde, die sich aber im Zuge der Industriealisierung wirtschaftliche rasch wieder Reutlingen annäherte, was in den freiwilligen Anschluss an die leistungsfähige Nachbarstadt am 1. April 1907 mündete.

Wappen

In Silber (Weiß) zwei grüne Tannen nebeneinander.

Wappen Betzingen

Das erst in den 1960er Jahren, zunächst als Vereinsabzeichen, aufgegriffene Motiv ist dem Wappen Eberhards von Betzingen (1341) entnommen. Es zeigt zwei Bäume, bei denen es sich vermutlich um Tannen handelt; eine gewisse Ähnlichkeit mit den Palmen, die Graf Eberhard von Württemberg zur Erinnerung an seine Pilgerfahrt nach Jerusalem im "Palmensaal" im Uracher Schloss hat anbringen lassen, könnte auch darauf hindeuten, dass Eberhard von Betzingen die Bäume aus demselben Anlass in sein Wappen aufgenommen hat. Aufgrund des frühen Anschlusses der Gemeinde an Reutlingen hat das Betzinger Wappen, im Gegensatz zu jenen der übrigen Teilorte, nie Rechtsgültigkeit besessen.
Die Eingemeindung von Betzingen war am 1. April 1907.

Betzinger Tracht

Die Betzinger Tracht stieß durch ihre außergewöhnliche Farbigkeit und ihre verschiedenen Erscheinungsformen in ganz Deutschland auf großes Interesse. In der Volkskunde nahm Betzingen im 20. Jahrhundert einen besonderen Rang ein und galt zeitweise als Muster- und Vorzeigedorf, das in den Arbeiten zur Volkskunde Schwabens eigens behandelt und hervorgehoben wurde. Vielfach, wie etwa in der Brockhaus-Enzyklopädie, steht Betzinger Kleidung stellvertretend für die Tracht in Schwaben schlechthin. Vor allem die bewußte Verwendung von Tracht bei der folkloristischen Rückbesinnung auf ein "heiteres Landleben", wie sie seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in Malerei, Fotografie, Literatur und Heimatpflege stattfand, förderte den Ruf als Trachtendorf.

Links: Ein Betzinger Trachtenmädchen um 1900 - Rudolf Brudi Rechts: Betzinger Bauernpaar um 1880 - Fotograf Paul Sinner

Veranstaltungen

Kontakt

Das Bezirksamt Betzingen

Telefon:
07121 / 303-2156
Fax:
07121 / 303-2155
Bezirksamt Betzingen
Wannweiler Straße 1
72770 Reutlingen
Stadtteil: Betzingen

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