Geschichte

Betzingen hat in den vergangenen 50 Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen eine
außerordentlich starke Entwicklung erfahren. Dies ist nicht zuletzt auf das besonders ausgeprägte bürgerschaftliche Engagement zurückzuführen, auf das die Betzinger stolz sein dürfen - nicht nur im Bezirksgemeinderat, sondern vor allem auch in den Vereinen, den Kirchen, den verschiedenen Hilfsorganisationen, im Kulturbereich sowie in Initiativen, z.B. gegen das Asphaltmischwerk oder im Förderverein Ortskernsanierung, bis hin zu den Initativen des Gewerbevereins.

Betzingen hat vieles zu bieten und auch die Einrichtungen dazu geschaffen. Die Angebote im
Bereich Bildung, Sport, Kultur, Handel, Dienstleistungen und Gewerbe, Natur und Erholung
machen Betzingen zu einem liebens- und lebenswerten Ort.

Die Bevölkerungsentwicklung mit nach wie vor hohem Wohnungsbedarf und damit einhergehend der zunehmende Individualverkehr, der regelmäßig für Staus sorgt, machen den Betzingern allerdings zu schaffen. Mit dem neuen ÖPNV-Konzept, Radwegebau, Verkehrsberuhigungs- und Lärmschutzmaßnahmen kann eine Veränderung gelingen – wenn jeder Einzelne sein Mobilitätsverhalten auf den Prüfstand stellt.

Die Zukunft wird von der Vergangenheit bestimmt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, trotz aller Bedarfe an Wohnraum, Gewerbe, Schulen, Verkehrs- und Parkflächen, das Ortsbild Betzingens zu bewahren und im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen auch der Natur ihren Raum zuzugestehen.

Geschichtlicher Rückblick

Wie viele „-ingen“-Orte in seiner Nachbarschaft, so ist auch Betzingen auf die Gründung der
Alemannen im 5./6. Jahrhundert zurückzuführen. Frühe Siedlungsspuren reichen jedoch bis in die Jungsteinzeit zurück. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes findet sich in einer Urkunde vom 12. März 1258, in der Heinrich Vink von Schlossberg (bei Dettingen/Teck) und sein Sohn Werner ihren Besitz zu „Beczingin“ dem Klarissenkloster Pfullingen übertragen. In den folgenden Jahrhunderten ebenfalls in Betzingen begütert waren die Klöster Bebenhausen, Königsbronn, Marchtal und Sirnau, das Barfüßerkloster in Reutlingen, die Remp von Pfullingen sowie zahlreiche Reutlinger Patrizierfamilien wie die Becht, Camerer oder Ungelter.

Ab dem 15. Jahrhundert gerieten wesentliche Teile des Betzinger Grundbesitzes durch Verkauf und durch Familienstiftungen an Reutlinger Pflegschaften wie das Spital, die Spenden-, die Pfründen- und die Sonder-siechenpflege. Dies hat bei der Übernahme der Betzinger
Ortsherrschaft durch die Reichsstadt Reutlingen eine ausschlaggebende Rolle gespielt. Urkundlich belegt ist die Zugehörigkeit Betzingens zur Reichsstadt Reutlingen erstmals für das Jahr 1480, als die Gemeinde zusagte, niemanden mehr ohne Zustimmung des Reutlinger Rats als Einwohner oder Insassen aufzunehmen. Durch Privilegien Kaiser Maximilians erfolgte 1495 und 1497 auch die reichsrechtliche Anerkennung der Reutlinger Hoheit. Bis 1802 gehörte Betzingen nun zur Reichsstadt Reutlingen.

Seit dem 17. Jahrhundert verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation in Betzingen merklich.
Dies war zum einen auf die hohen Abgaben der Bauern und auf den Zerfall der Lehenhöfe durch Erbteilung zurückzuführen, zum anderen auf kriegerische Ereignisse:

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf weitgehend zerstört und die Bevölkerung suchte wiederholt Schutz hinter den Reutlinger Stadtmauern. Viele Kleinbauern begannen in der Folge nebenher ein Handwerk auszuüben, wobei vor allem die Weberei hoch im Kurs stand.
Mit dem Übergang des ehemaligen reichsstädtischen Territoriums an Württemberg 1802/03 wurde die enge Bindung Betzingens an Reutlingen gelöst und der knapp 1000 Einwohner zählende Ort eine selbstständige Gemeinde des Oberamts Reutlingen.

Mit großen Reichtümern gesegnet war das nach wie vor von der Landwirtschaft und der Weberei geprägte Dorf allerdings nicht. Erst ab der Jahrhundertmitte besserte sich die Situation mit der Errichtung der ersten Fabriken, wobei das Textilhandwerk die wesentliche Grundlage für die einsetzende Industrialisierung bildete. Auch der Eisenbahnanschluss 1861 spielte eine wichtige Rolle. Die Konsequenz war der allmähliche Wandel Betzingens vom Bauern- und Weberdorf zu einer Arbeiterwohngemeinde.

Die engen wirtschaftlichen Verflechtungen und die räumliche Annäherung an den starken
Nachbarn Reutlingen, aber auch dringend anstehende öffentliche Aufgaben wie Kanalisation,
Wasserversorgung und Straßenbau, bewogen Betzingen nach über einem Jahrhundert
Eigenständigkeit wieder zum Zusammenschluss mit Reutlingen.
Die am 1. April 1907 vollzogene Eingemeindung brachte zahlreiche Verbesserungen und einen
kontinuierlichen wirtschaftlichen Aufschwung, der auch in der rasch steigenden Einwohnerzahl und in der weiteren Ausdehnung des Ortes seinen Ausdruck fand.

Wappen

Seit den 60er Jahren beruft sich Betzingen auf ein eigenes Wappen, das im Gegensatz zu jenen der übrigen Teilorte jedoch bis heute nie Rechtsgültigkeit besaß. Offenbar begründet durch den frühen Anschluss der Gemeinde an Reutlingen am 1. April 1907. Das erst in den 1960er Jahren aufgegriffene Motiv ist mutmaßlich dem Wappen Eberhards von Betzingen (1341) entnommen.
Es zeigt zwei Bäume, die eine gewisse Ähnlichkeit mit den Palmen haben, die Graf Eberhard von Württemberg zur Erinnerung an seine Pilgerfahrt nach Jerusalem im „Palmensaal" im Uracher Schloss hat anbringen lassen und aus demselben Anlass in sein Wappen aufgenommen hat. 
Die Betzinger Fahne mit Wappen wehte zum ersten mal am 13.1.1994 vor dem Betzinger Rathaus anlässlich der offiziellen Übergabe einer Wohlfahrtsmarke der Post, die ein Betzinger Trachtenpaar mit Kind zeigt.

Betzingen im Wandel

Betzingen gehört mit seiner auffallenden Tracht, den Trippelhäusern und den ausgeprägten
bäuerlichen Lebensformen, aber auch durch seine frühe industrielle Erschließung zu den
bemerkenswertesten Dörfern Schwabens. Den Aufschwung vom Bauerndorf Betzingen zum
respektablen und durchaus wohlhabenden Reutlinger Vorort verdankt Betzingen der
Industrialisierung im alteingesessenen Textilhandwerk. Zwar war Betzingen schon immer ein
Leinenweber-Dorf mit einer großen Anzahl selbstständiger Leinenweber, ab 1850 entstanden
jedoch vier größere Textilfabriken entlang der Echaz: Schickhardt, Knapp, Marggraff und Egelhaaf, die für Arbeitsplätze und eine gewisse Prosperität der Bevölkerung sorgten. Bis zum heutigen Tag bereichern auch die ehemaligen Villen der Fabrikanten – die Marggraff`schen Villen in der Mühlstraße oder die Villa Schickhardt – das Betzinger Ortsbild.

Nicht nur die größeren Firmen trugen zum Wohlstand Betzingens bei. Wichtig waren und sind
ebenso die Einzelhandelsgeschäfte, Handwerker und Dienstleister vor Ort - sowohl zur Versorgung der Bürgerschaft als auch als Arbeitgeber. Mit dem Bau der Stadtautobahn Reutlingen-Tübingen (B 28 neu) als Ortsumgehung Betzingen in den Jahren 1967-1970 wurden die Voraussetzungen für eine großzügige Industrieansiedlung geschaffen.

Im „Museum im Dorf“ wird die ländliche Dorfkultur im 19. Jahrhundert und deren Wandel durch die Industrialisierung deutlich. Das aus dem Jahr 1745 stammende Gebäude, eines der stattlichsten Betzinger Bauernhäuser, ist selbst einzigartiges und größtes Exponat des Museums.

Die umfassende Dorfsanierung in den Jahren 2005 ff war sogleich Startschuss für umfangreiche Sanierungsarbeiten der über 500 Jahre alten Zehntscheuer. Die Betzinger profitierten sowohl von der finanziellen, wie auch fachlichen Unterstützung der Stadt sowie des Denkmalschutzes. Im Juli 2008 wurde die offizielle Einweihung des sanierten „Bürgerhauses Zehntscheuer“ einschließlich Umfeldgestaltung im Beisein von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, dem damaligen Wirtschaftsminister Ernst Pfister und Bezirksbürgermeister Thomas Keck, der Gründungsmitglied und zugleich Vorsitzender des Vereins war, gefeiert. Die Betzinger Zehntscheuer war das erste Projekt des „Fördervereins Ortskern Betzingen e.V.“, ein weiteres, das benachbarte Betzinger Bauernhaus in der Mußmehlstraße 6 (Baujahr 1727), in dem zuletzt das ehemalige „Milchlädle“ eingerichtet war und, so Bauhistoriker Tilmann Marstaler, zu den typischen Vertretern des frühen 18. Jahrhunderts gehört, sollte folgen. Heute ist das Bürgerhaus Zehntscheuer der ideale Ort für Hochzeiten, Geburtstage und Familienfeste, aber auch für Firmenpräsentationen und Weihnachtsfeiern sowie Ausstellungen und Vereinsfeste und gemeinsam mit dem benachbarten ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen ein Aushängeschild Betzingens.

Ein weiteres Juwel Betzingens ist die Werner´sche Mühle, die dringend der Sanierung und
Nutzung bedarf. Welche Art der Nutzung dies sein könnte, darüber hat sich der Förderverein
Ortskern Betzingen und zuletzt auch der Bezirksgemeinderat intensive Gedanken gemacht. Die Ergebnisse mündeten in einen Antrag an die Stadt Reutlingen, drei Nutzungskonzepte auf ihre Machbarkeit zu überprüfen: eine „Kultur-“, „Bürger-“ oder „Herbergsmühle“.

Heute leben in Betzingen rund 11.400 Menschen. Die innerörtliche Entwicklung Betzingens
erfordert immer wieder nachhaltige städtebauliche Planungen, um die Ortsmitte aufzuwerten, Plätze zu gestalten, den Handel zu stärken, Wohnraum zu schaffen, Missstände zu beheben, aber auch zunehmend vom Verfall bedrohte ortsbildprägende Häuser zu bewahren. Nicht zuletzt steht auch die Echaz, nicht nur wegen des Hochwasserschutzes, sondern auch als Refugium, das der Naherholung dienen soll, im Mittelpunkt der Ortsplanung.

Bildung:

Seit dem Schuljahr 2016/2017 ist die Betzinger Hoffmannschule eine Gemeinschaftsschule. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule änderte sich auch die Namensgebung. Aus der
Hoffmannschule wurde die Friedrich-Hoffmann-Gemeinschaftsschule, in Anlehnung an den
Namenspatron. Nach jahrelangen Sanierungsarbeiten mit Containerprovisorien steht die nächste Baumaßnahme an: ein Ergänzungsbau zum Ausbau der Gemeinschaftsschule sowie die Erweiterung des Mensa- und Betreuungsbereichs.

Heute bietet die Schule ein offenes Ganztagesangebot in den Grundschulklassen und den Kindern neben dem Nachmittagsunterricht verschiedene Wahlmöglichkeiten in Arbeitsgemeinschaften.
Ergänzt werden diese Angebote durch die vom Förderverein der Schule organisierte Betreuung durch pädagogisch qualifiziertes Personal. Das gebundene Konzept in den Klassen 5 - 10
verbindet von Montag bis Donnerstag den Unterricht, Pausenphasen und Wahlangebote.

Verkehr

Die starke Zunahme des Individualverkehrs unter Berücksichtignung der Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs, der Sicherheit der Fußgänger und des Radverkehrs, bedarf immer wieder nachhaltiger Planungen. Die letzte Fahrt der Reutlinger Straßenbahn war am 19. Oktober 1974.
Die Linie 1 der Straßenbahn nach Betzingen wurde jedoch schon im Oktober 1968 eingestellt und durch Buslinien ersetzt. Betzingen war nach damaligen Vorstellungen somit ausreichend an den ÖPNV angebunden. Im September 2019 startete das neue Reutlinger Buskonzept, das auch Betzingen noch bessere und auch schnellere Verbindungen, mit zusätzlichen Haltestellen vor allem auch für den Schülerverkehr brachten. Ergänzt werden diese Busverbindungen durch den Regionalzugverkehr. Wichtig dabei: der Betzinger Bahnhof. Stadt und Bezirksgemeinde sind sicheinig, im Zusammenhang mit der künftigen Regionalstadtbahn und dem gewünschten Umstieg auf die Stadtbahn und andere öffentliche Verkehrsmittel, den Vorplatz des Betzinger Bahnhofs zur Mobilitätsstation umzugestalten – mit Carsharing-Stellplätzen, Radboxen und Ladesäulen für Elektrofahrzeuge.

Natur, Landschaft und Erholung

Landwirtschaftliche Bewirtschaftungsflächen vor allem nördlich von Betzingen und Streuobstwiesen im Süden prägen neben kleineren Waldflächen die Landschaft rings um Betzingen und laden zu Spaziergängen, Wanderungen oder Radtouren beispielsweise entlang des Breitenbachs zum nahe gelegenen Umweltbildungszentrum Listhof oder dem Wasenwald mit den Reutlinger Seen ein. Teile des Reutlinger Stadtbezirks Betzingen gehören wie weitere 29 Gemeinden aus drei Landkreisen zum 850 Quadratkilometer großen Biosphärenreservat Schwäbische Alb. Ziel ist eine nachhaltige Regionalentwicklung im Einklang von Mensch und Natur. Die Auszeichnung der UNESCO erfolgte im Jahr 2009, so dass im Jubiläumsjahr 2019 bereits 10 Jahre UNESCO-Anerkennung gefeiert werden konnte.

Infolge immer wiederkehrender Überschwemmungen entlang der Echaz und basierend auf einer Analyse der Defizite im Bereich Betzingen hat die Stadt Reutlingen ein Hochwasserschutzkonzept erarbeitet, Haushaltsmittel bereit gestellt und beschlossen. Ziel ist es, Betzingen auf der Basis hundertjährlicher Hochwasserereignisse vor Ausuferungen der Echaz zu schützen. Das rund 9 Millionen Euro teure Gesamtprojekt mit sechs Einzelmaßnahmen auf einer fast 1.000 Meter langen Strecke zwischen der „Dieselstraße“ und „Im Wasen“ soll bis 2025 umgesetzt sein. Betzingen soll dabei nicht nur vor Hochwasser geschützt werden, sondern der Uferbereich attraktiver und „erlebbar“ gemacht und so der Ort aufgewertet werden.

Infrastruktur

Betzingen verfügt über ein breites Angebot an öffentlichen Einrichtungen, die manchen Weg in die Großstadt vermeiden. Stadt und Bezirksgemeinde planten bereits 1968 das Schul-, Sport- und Kulturzentrum „Kleines Gries“ und berieten über erste Entwürfe mit Turn- und Schwimmhalle, Hartplatz, Spielfeld mit Weitsprung-, Hochsprung- und Kugelstoßanlagen, die schnell umgesetzt und genehmigt wurden. Bereits am 24.1.1970 erfolgte die Einweihung der neuen Hans-Roth-Turnhalle.
Die im Jahr 1915 in Betrieb genommene „Julius-Kemmler-Halle“ erforderte umfangreiche
Umbauarbeiten zur weiteren Nutzung als Turn- und Festhalle. Mit der Fertigstellung der
Umbauarbeiten am 29.9.1970 erhielt sie auch ihren neuen Namen.
Im Sommer 1972 wurde mit dem Bau der Schwimmhalle begonnen; die Einweihung erfolgte am 4.5.1974. 1979 folgte dann der Baubeginn der Sportanlage „Im Gries“, die 1981 offiziell mit
Rasensportplatz, zwei Kleinspielfeldern, leichtathletischen Anlagen, Spielplatz und Freifläche in Betrieb genommen wurde.
1986 beschloss der Bezirksgemeinderat, den Standort für eine neue Sporthalle im Bereich der
Schule/Kemmlerhalle. Baubeginn der neuen wettkampfgerechten, dreiteiligen Sporthalle mit 640 Zuschauerplätze war 1988, ein Jahr später die Einweihung.
Das dem TSV Betzingen überlassene Sportgelände „Im Auchtert“ umfasst neben den städtischen Sportanlagen (zwei Naturrasenspielfelder und ein Kunstrasenkleinspielfeld) auch zahlreiche vereinseigene Sportanlagen, wie das Beachvolleyballfeld, Soccer-Court und Tennisplätze sowie das Vereinsheim und die im Jahr 2017 eigeweihte Gymnastikhalle mit integrierter Geschäftsstelle.
Der TSV Betzingen hat 2020 den Umbau des Rasentrainingsspielfelds in ein Kunstrasenspielfeld als Bauherr übernommen, der die Stadt großzügig förderte.
Weitere wichtige kulturelle Einrichtungen sind die Bücherei, die vhs-Außenstelle Reutlingen.
Erstmals und zunächst nur probeweise wurde 1974 ein Wochenmarkt in Betzingen eingeführt. Die mittlerweile feste Einrichtung findet jeweils freitagvormittags auf dem Platz vor der Julius-Kemmler-Halle statt. Das gastronomische Angebot in Betzingen ist, wie andernorts auch, einem stetigen Wandel unterworfen. Nach wie vor erfreut sich Betzingen jedoch eines durchaus abwechslungsreichen Angebots gastronomischer Betriebe. Traditionelle Wirtschaften wie bspw. der „Braunbeck“ oder die „Brauerei Treyz“, die im Juli 1998 nach jahrelangem Leerstand und missglückter Wiederbelebung im Juli 1998 abgebrochen wurde, gehören allerdings der Erinnerung an.
1989 wurde das Gebäude Im Dorf 2 für „Postzwecke“ umgebaut. Im Jahre 2004 schloss die Post die Filiale in Betzingen; sie wurde nahtlos von einer privaten Postagentur übernommen.
In unmittelbarer Nähe zum Klärwerk, zwischen Betzingen und Wannweil, liegt der von den
Technischen Betriebsdiensten Reutlingen betriebene Häckselplatz. Die Reutlinger
Einwohnerschaft kann den Platz ganzjährig zur Entsorgung ihrer Gartenabfälle nutzen.
Im Jahre 2005 wurde das „Altenhilfe Reutlingen Nord Seniorenzentrum Betzingen“ in Betrieb
genommen. Das Seniorenzentrum der BruderhausDiakonie in Betzingen verfügt über 46
Langzeitpflegeplätze, zwei Kurzzeitpflegeplätze, zwölf Hausgemeinschaftsplätze für Menschen mit Demenz sowie 20 betreute Seniorenwohnungen. Des Weiteren befindet sich in der Heppstraße 95 eine Pflegestation der Stiftung KBF mit Seniorenwohnanlage.
In Betzingen haben sich mehrere Allgemeinmediziner, Zahnärzte, ein Augenarzt, eine
Frauenarztpraxis und auch Physiopraxen niedergelassen. Die ärztliche Versorgung ist in Betzingen daher im Gegensatz zu manchen ländlichen Gemeinden als gut zu bewerten.
Auch die Anzahl der Apotheken deckt den Bedarf in Betzingen ab.
Der Polizeiposten Betzingen war viele Jahre lang im Rathaus untergebracht. Erst 1984 berzog der Polizeiposten eigene Räume im Nachbargebäude in der Mühlstraße..
2004 befasste sich der Bezirksgemeinderat mit den Neubauplänen des Polizeipostens Reutlingen-West in Betzingen. Der Neubau erfolgte im Jahr 2007.
Stolz ist sind die Betzingerinnen und Betzinger auf ihre freiwillige Feuerwehr und die Technischen Hilfswerke. Frauen und Männer gewährleisten in vielen ehrenamtlichen Übungs- und Einsatzstunden die Sicherheit der Bürgerschaft und deren Eigentum.

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