Blühende Streuobstwiesen, von Schafen beweidete Wacholderheiden und sattgrüne Buchenwälder prägen die Schwäbische Alb und das Albvorland. Eine über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft, die weltweit einmalig ist und die es für zukünftige Generationen zu bewahren gilt. Aus diesem Grund hat die UNESCO im Jahre 2009 die Region im Herzen Baden-Württembergs als UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesen und diese wertvolle Zertifizierung 2021 für zehn Jahre verlängert. Die Gebietskulisse liegt südlich von Stuttgart und erstreckt sich von Dettingen unter Teck im Norden, Zwiefalten im Süden, Reutlingen im Westen und Blaubeuren im Osten. Auf einer Fläche von ca. 121.445 ha leben rund 265.000 Menschen in 36 Städten und Gemeinden in den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Esslingen und Reutlingen. Modellhaft werden hier Ideen entwickelt und erprobt, wie Mensch und Natur gleichberechtigt miteinander existieren können. Im Rahmen vieler nachhaltiger Projekte wird der Grundgedanke „Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur“ in intensiver Zusammenarbeit mit zertifizierten Partnerinnen und Partnern sowie einer großen Anzahl weiterer Akteure im Biosphärengebiet Schwäbische Alb erfolgreich umgesetzt.
Die Stadt Reutlingen ist Mitgliedskommune der ersten Stunde und zählt zu einer der wenigen europäischen Großstädte in einem UNESCO-Biosphärenreservat. Im Zuge des Erweiterungsprozesses hat die die Stadt Reutlingen ihren Anteil am Biosphärengebiet auf fast 5.000 ha vergrößert. Zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb gehört die gesamte Fläche Reutlingens südlich der Bahnlinie Metzingen-Tübingen. Es liegen damit nicht nur die Kernstadt, sondern auch die Bezirksgemeinden Bronnweiler, Gönningen und Ohmenhausen sowie Teile der Bezirksgemeinden Betzingen und Sondelfingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.