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Barbara Bosch besucht Betzingen - Ein Roter Teppich für die Oberbürgermeisterin


Empfangen wurde sie im größten Reutlinger Stadtteil unter anderem mit einem Roten Teppich, den Hoffmann-Schülerinnen und -Schüler eigens für die Rathaus-Chefin mit Kreide auf den Schulhofboden gemalt haben. "Willkommen, Frau Bosch!" und "Ich mag dich sehr!": Rund um den "Roten Teppich" im Hof der "Hoffmann-Schule" gruppieren sich bunte Herzchen mit Botschaften, über die sich die Oberbürgermeisterin aufrichtig freut. Außerdem haben die jüngeren Betzinger Plakate gemalt, denen der Besuch aus dem Reutlinger Rathaus entnehmen kann, welche Spielgeräte sich schon bald auf ihrem Spielplatz finden sollen, der samt seinem nagelneuen Belag die vorletzte Station auf der umfangreichen Tagesordnung des Stadtteilbesuchs darstellt.

Zuvor hat die Rathaus-Chefin zusammen mit Bezirksbürgermeister Thomas Keck, mehreren Vertretern der Stadtverwaltung und interessierten Betzingern schon so manchen Kilometer zu Fuß zurückgelegt: "Wenn man auf Schusters Rappen unterwegs ist, wird einem erst mal bewusst, dass Betzingen tatsächlich der größte Stadtteil ist", scherzt sie beim abschließenden Hock vor dem Feuerwehrhaus. Zugleich aber auch ein empfehlenswerter Stadtteil - groß genug, um den Handel zu erhalten, klein genug, um seinen ländlichen Charme zu bewahren: "Ein Kompliment an die Betzinger für ihren schönen Stadtbezirk mit seiner hohen Lebensqualität." 

Viele positive Eindrücke hat Barbara Bosch an diesem heißen Sommertag gesammelt. "Wir merken nichts von Krise", so beispielsweise der Tenor bei den beiden besuchten Gewerbebetrieben. Die innovativen Ideen des etablierten Familienbetriebs Fahrrad-Sauer haben die Oberbürgermeisterin dabei ebenso beeindruckt wie das Engagement der Brennerei und Mosterei Schaal für die regionalen Streuobstwiesen.

Neben dem örtlichen Gewerbe, das auf keiner Tagesordnung für einen Stadtteilbesuch der Oberbürgermeisterin fehlen darf, sind es aber auch die sozialen Einrichtungen, die ihr Interesse wecken. In diesem Bereich hat Betzingen einiges zu bieten - die neue Kinderkrippe "Rosenhag" etwa, in der Leiterin Elisabeth Lorenzoni bis zu zehn Kinder zwischen einem halben Jahr und drei Jahren betreuen kann. Auf die Beine gestellt hat das Betreuungsangebot in einem kindgerecht umgebauten Privathaus ein eigens für diesen Zweck gegründeter Verein: "Wir haben uns sehr über die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung gefreut", bekundet Mitbegründerin Renate Lachenmann, die der Rathaus-Chefin stolz präsentiert, was dem Nachwuchs hier so alles geboten wird.

"Wenn Leute da sind, die bereit sind, die Ärmel hochzukrempeln, kann eben vieles bewegt werden", lobt Barbara Bosch das beherzte Engagement. Nicht minder engagiert die aktiven Helfer in der Altenbegegnungsstätte in der Eisenbahnstraße, die längst viel mehr ist als ein Treffpunkt für die bejahrteren Betzinger.

Die gehen hier zwar nach wie vor mit großer Begeisterung ein und aus, aber auch die ganz Jungen gesellen sich gern zu ihnen. In der "Kreativgruppe" etwa, in der sechs Senioren zusammen mit sechs Kindergartenkindern malen, basteln, singen und kochen - ein seit drei Jahren existierendes Projekt, das die Kleinen mittlerweile liebevoll "Omi-Projekt" getauft haben. Der Film- und Videoclub - "wir müssen nicht verreisen, denn wir holen uns die ganze Welt per Film ins Haus", erläutern die Mitglieder lachend - findet sich hier ebenso selbstverständlich ein wie die eineinhalb bis dreijährigen Mitglieder der "Bärenbande", einer weiteren privaten Betreuungsinitiative.

Alt und Jung unter einem Dach - zumindest in Betzingen funktioniert das perfekt, wie sich Barbara Bosch selbst überzeugen kann. Überwiegend jung sind auch ihre Begleiterinnen und Begleiter beim Spaziergang durch die Wildermuth-Siedlung, die im kommenden Jahr auf ihr 60-jähriges Bestehen zurückblicken kann und damit einen willkommenen Anlass für eine Besichtigung liefert.

Dass es sich bei dieser Siedlung um wahres Kleinod handelt, erläutert Stefan Dvorak, Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Vermessung; "Insgesamt haben nur 14 Städte in Deutschland eine solche Siedlung bekommen." Zu verdanken war "Texas", wie alteingesessene Betzinger die Siedlung mit den rund 450 Haushalten nennen, dem Marshall-Plan. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte so Wohnraum für Flüchtlinge, Ausgebombte oder in Deutschland gebliebene Zwangsarbeiter geschaffen werden. Dass sich zwischen den ansprechend renovierten Häuserreihen weitläufige Grünflächen ausdehnen dürfen, macht die Siedlung zu einem kleinen Paradies: "Heute würde man so gar nicht mehr bauen", so Dvorak.

Schön renoviert sind auch die beiden städtischen Gebäude, die heute das Bildungszentrum Betzingen, eine Zweigstelle der Reutlinger VHS, die Musikschule und die Reutlinger Gesundheitsakademie (Rega) beherbergen. Letztere hat sich längst als großer Wurf entpuppt: An die 3000 Ergotherapeuten und Vertreter verwandter Berufe aus ganz Deutschland und der Schweiz pilgern jährlich gen Betzingen, um sich hier fortzubilden - und es werden immer mehr. Die neu gebaute Ortsdurchfahrt in der Jettenburger Straße, die Steinachstraße sind weitere Stationen des Stadtteilbesuchs, der im entspannten Hock vor dem Feuerwehrhaus mündet. Um den Teilnehmern den Ausklang so angenehm wie möglich zu gestalten, ist die Freiweillige Feuerwehr Betzingens in voller Mannschaftsstärke angerückt, brutzelt eifrig Rote und kredenzt Erfrischendes.

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