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Zweite Spielstätte für die Tonne


Der Siegentwurf wird ausgiebig begutachtet (von links): Vorsitzender der Bewertungskommission Wolfgang Riehle, Baubürgermeisterin Ulrike Hotz, Tonne-Intendant Enrico Urbanek, Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Peter Geier (Leiter des Gebäudemanagements "Ich freue mich außerordentlich, dass wir ein Ergebnis vorstellen können", bilanzierte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch nach rund neunstündiger Sitzung: Einstimmig sprachen sich 27 Preisrichter für den Entwurf der Planungsgemeinschaft h.s.d aus Lemgo aus, das den Neubau für die zweite Tonne-Spielstätte als "Spiegel der Gesellschaft" inszeniert.

Für diesen Entwurf konnten sich auch die Theaterkenner erwärmen, die der Sitzung der Bewertungskommission als Sachverständige beiwohnten: "Ich bin sehr gespannt und freue mich", unterstrich Tonne-Intendant Enrico Urbanek. Das Bestechende an der Arbeit der nordrhein-westfälischen Planungsgemeinschaft: Der Theatersaal, das Foyer und die bespielbare Probebühne, die auch anderen Reutlinger Theatern zur Verfügung stehen soll, sind auf einer Ebene untergebracht. Lediglich die Verwaltung, die Werkstätten und die zweite Probebühne sind im Hanggeschoss untergebracht.

"Alle publikumsintensiven Nutzungen sind auf einer Ebene", fasste Wolfgang Riehle, der Vorsitzende der Bewertungskommission zusammen, "das ist der Vorteil dieser Arbeit." Denn der Herausforderung, den Hang zu überwinden, an den sich das ehemalige Listhallen-Grundstück schmiegt, seien die anderen Bewerber höchst unterschiedlich begegnet - und nicht immer vorteilhaft, erläuterte der Vorsitzende. Ein Entwurf mit einer sehr langen Treppe zwischen zwei Foyers beispielsweise sei schon wegen der mangelnden Barrierefreiheit ausgeschieden.

Optisch kommt der Siegerentwurf als "Spiegel der Gesellschaft" daher. Die gefaltete Fassade soll an Theatervorhänge erinnern und signalisieren, dass das gesamte Haus eine bespielbare Bühne ist. Durch die Faltung entsteht ein neu zusammengesetztes und je nach Blickwinkel verändertes Bild der Umwelt. Clou ist eine "Stadtloggia" mit Blick auf Stadthalle und Altstadt. "Kein klassisches Theaterhaus, sondern ein Gebäude auch für experimentierende Theater mit hoher Flexibilität, Entwicklungsfähigkeit und Offenheit", resümierte Riehle.

Das Model des Siegerentwurfs von der h.s.d. Planungsgemeinschaft - Zu sehen ist die Seite des Gebäudes mit der Stadtloggia, die einen Blick auf die Altstadt und die Stadthalle erlaubt Nichtsdestotrotz gibt es auch hier noch einiges, das sich die Theaterleute anders gewünscht hätten: Das erstplatzierte Büro, das sich gegen Mitbewerber unter anderem aus London, Berlin, Hamburg und Reutlingen durchsetzte, muss seinen Entwurf in den kommenden Wochen überarbeiten. Dabei, betonte Oberbürgermeisterin Bosch, muss der "Kostendeckel" von rund 7,8 Millionen Euro unbedingt eingehalten werden. Wenn die Bewertungskommission ihren Segen zum überarbeiteten Entwurf gegeben und anschließend der Gemeinderat den Baubeschluss gefasst hat, kann es an die Feinplanung gehen, die rund ein Jahr in Anspruch nehmen dürfte, schätzte Erste und Baubürgermeisterin Ulrike Hotz: "Je genauer geplant wird, desto einfacher ist es, den Kostenrahmen einzuhalten." Weitere eineinhalb Jahre müssen dann noch für den Bau eingeplant werden.  

Die Sitzung der Bewertungskommission im mittleren Sitzungssaal des Rathauses war der zweite und entscheidende Schritt im anonymisierten Verfahren: Im Vorfeld hatten sich Dutzende, größtenteils in der Planung von Theatern erfahrene Büros an der so genannten Präqualifikation beteiligt. Fünf davon kamen schließlich in die engere Wahl, wer hinter den jeweiligen Arbeiten stand, offenbarte sich erst nach dem einstimmigen Votum der Kommission für einen Entwurf.
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