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Veranstaltung

Musiktheater "Sextuor: l'origine des espèces"

Fr, 20. März 2015
20:00 Uhr
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Das Vokal- und Instrumentallabor Stuttgart (VIL) präsentiert das vielschichtige und facettenreiche Werk unter der Leitung von Frank Wörner mit den namhaften Vokalsolistinnen Christie Finn, Gabriele Lesch, Natasha López, Alessia Hyungkyung Park, Hanna Roos und der Cellovirtuosin Esther Saladin.
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Beschreibung
Musiktheater von Georges Aperghis
für fünf Frauenstimmen und Cello

nach Charles Darwin „Über die Entstehung der Arten“ und Stephen Jay Gould „Wonderful Life“
 
Schulprojekt mit dem Isolde-Kurz-Gymnasium, Reutlingen
 
 
Sextuor, ein Musiktheater im oratorischen Stil, erzählt die Entstehung der Erde und ihrer Bewohner anhand der Interpretation fossiler Funde.
Erzählt wird die Geschichte vom Beginn des Lebens auf der Erde, den ersten Zellen, den ersten Algen, den ersten Amphibien.
Zu Musik gebracht wird der Klang des Ursprungs von den Sängerinnen und dem Cellisten mittels Gesang, Sprechgesang, Sprache und einer Pseudosprache, die eines der wesentlichen Charakteristiken des damit berühmt gewordenen Komponisten G. Aperghis bildet.
Diese Erzählung der Schöpfungsgeschichte wird neu erzählt, überlagert und kritisch hinterfragt von einer Interpretation neuer Schöpfungsgedanken der heutigen Wissenschaft, die sich in der Stammzellenforschung, dem Klonen von Embryonen und den Eingriffen in natürliche Prozesse zeigt.
Die szenische Anordnung gleicht einem klinischen Labor, in dem die Welt neu „erfunden“ wird. Mit Hilfe von Video und live-Video wird diese zeitgenössische Interpretation unterstrichen.
Die Dauer der Aufführung beträgt ca. 75 Minuten. Der französische Text wird übertitelt.
VIL-Ensemble Stuttgart
Das Stuttgarter „Vokal- und Instrumentallabor“ ist ein von Frank Wörner gegründetes junges Ensemble von Absolventen der Musikhochschule Stuttgart, das sich mit modernen Konzert-Formen und Musiktheater-Konzepten auseinandersetzt. Die hervorragend ausgebildeten Sänger/-innen und Musiker/-innen sind dabei gewohnt, in ständig wechselnden Besetzungen zu agieren. Neben der Erarbeitung von neuester Musik – sei es als Konzert, sei es als Theater – spielt die Frage des Multimedialen eine große Rolle. So sind Video, live-Video und Elektronik Medien, die häufig Verwendung finden. Vielbeachtet war die Produktion „Aventures/Spiel/Nouvelles Aventures“, bei der Werke des Komponisten G. Ligeti mit dem minimalistischen Theaterkonzept von S. Beckett verbunden war. Ziel ist es, mit kontrastierenden Mitteln für den Zuschauer bzw. Zuhörer spannende und kurzweilige Konzerte und Musik-Theaterstücke zu präsentieren.
 
 
Der Esslinger Sänger Frank Wörner studierte an der Musikhochschule in Stuttgart Schulmusik und Gesang, an der Schola Contorum in Basel Alte Musik. Neben seiner Tätigkeit als Opern- und Oratoriensänger galt sein Interesse schon früh der zeitgenössischen Musik. So ist er in den letzten Jahren mit zahlreichen namhaften Ensembles auf verschiedenen Festivals in ganz Europa aufgetreten. Zuletzt sang er eine vielbeachtete Musiktheater-Uraufführung von Wim Hendrickx beim Antwerpener Sommerfestival ZVA.
 
Vor etlichen Jahren wandte er sich zudem der Regie zu. Erfolgreiche Produktionen waren u. a. „Der kleine Schornsteinfeger“ von B. Britten, was mit dem toto-Lotto Musiktheaterpreis ausgezeichnet wurde, „Aventures/Spiel“ von G. Ligeti/S. Beckett oder die „Song-Books“ von J. Cage. Dabei verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin Annette Wolf, die bei der Neuproduktion von G. Aperghis‘ „Sextuor“ neben der Ausstattung für die Videoarbeit zuständig ist.
 
In den vergangenen Jahren arbeitete Frank Wörner als Dozent am „Studio für Neues Musiktheater“ an der Stuttgarter Musikhochschule, wo er als musikalischer Leiter und Regisseur mit Komponisten und Sängern an zeitgenössischen Musiktheaterkonzepten arbeitete; an der Hochschule Saar ist er als Professor für Gesang tätig.
 
 
Die junge Schweizer Cellistin und ehemalige Stipendiatin der Internationalen Ensemble Modern Akademie Esther Saladin ist eine vielseitige Musikerin: Als Solistin und Kammermusikerin spannt sie den Bogen vom Standardrepertoire bis hin zu neuer und neuester Musik. Auch der frei improvisierten Musik und spartenübergreifenden Projekten kommen in ihrer Arbeit große Bedeutung zu. Darüber hinaus ist Esther Saladin auch die Cellistin des Améi Quartetts, welches sich hauptsächlich der Aufführung und Uraufführung zeitgenössischer Werke widmet.

In einer Musikerfamilie in Zürich aufgewachsen, erhielt sie seit frühester Kindheit Cello- und Klavierunterricht. Ihre ersten prägenden Lehrer waren Reto Cuonz und Rebecca Firth (Cello), Lorenz Rey und Margie Wu (Klavier). Frühzeitige solistische Auftritte mit den Cellokonzerten Camille Saint-Saëns´ und J. Haydns, sowie mit Kol Nidrei von Max Bruch gaben Esther Saladin erheblichen Antrieb und bestärkten sie in ihrem Wunsch, den Musikerberuf zu wählen.
 
Bis 2012 studierte Esther Saladin dann an der Musikhochschule Stuttgart bei Conradin Brotbek. Wichtige Impulse bekam sie außerdem an Meisterkursen bei Wen-Sinn Yang, Claude Starck, Martina Schucan und Emilio Colón. Zeitgleich absolvierte sie an der Stuttgarter Musikhochschule den Masterstudiengang Cello Zeitgenössische Musik, den sie 2012 mit Auszeichnung abschloss. Es folgte ein prägendes Jahr als Mitglied und Stipendiatin der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main.
 
Esther Saladin erhielt Preise und Auszeichnungen an Wettbewerben, u. a. einen ersten Preis am Jecklin Kammermusiktreffen Zürich 2003, in jüngster Zeit mit dem Amei Quartett (ehemals IEMA Quartett) den Förderpreis der Polytechnischen Gesellschaft 2012 und den 2. Preis am Pergamenschikow Kammermusikpreis 2013.
 
Aktuelle Projekte umfassen Konzerte u. a. in der Tonhalle Zürich, im ZKM Karlsruhe, in Zusammenarbeit mit dem WDR und Deutschlandfunk Köln, in der Kölner Philharmonie, am Staatstheater Wiesbaden mit dem Ensemble Modern, am Gaudeamus Musik Festival Utrecht (NL), im Teatro Comunale di Bolzano (IT) mit Dirigenten wie Marc Kissóczy, Massimiliano Matesic, Johannes Kalitzke, Christof Brunner u. a. Die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Nicolaus A. Huber, Helmut Lachenmann, Manfred Stahnke sowie zahlreichen jüngeren Komponisten wirkte und wirkt bereichernd und anregend auf ihre musikalsiche Arbeit.
Derzeit lebt Esther Saladin als freischaffende Musikerin in Frankfurt am Main.
 
 
Die Esslinger Bühnenbildnerin Annette Wolf studierte zunächst Textildesign in Basel und danach Bühnen- und Kostümbild an der Kunstakademie Stuttgart. Nach einer Assistentenzeit am Schauspiel Frankfurt und der Staatsoper Stuttgart arbeitete sie 2 Jahre als Ausstatterin an der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Seit 2001 ist sie als freie Bühnenbildnerin beschäftigt u. a. am Schauspiel Essen, Wuppertaler Bühnen, Theater Kiel, Salzburger Landestheater, Theater Kaiserslautern, Wolfgang- Borchert Theater Münster, Wilhelmatheater Stuttgart. In den letzten Jahren galt ihr Interesse besonders der Umsetzung von neuen Theaterformen und der Medienkunst auf der Bühne. Seit 2006 arbeitet sie als Dozentin an der Opernschule und am Studio für neues Musiktheater der Musikhochschule Stuttgart. Vielbeachtet war die Ausstattung für das experimentelle Musiktheater „Die drei Tode des Narciss“ im Wilhelmspalais Stuttgart.


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Veranstaltungsort
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Kosten
das Abonnement umfasst fünf Konzerte und ein Musiktheater
Erwachsene 40,00 €
Schüler und Studenten 18,00 €

Eintrittskarten Musiktheater:
Erwachsene 12,00 €
Schüler und Studenten 5,00 € 

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Hinweise
konzertbüro am markt telefon 07121 302-292
geschäftsstellen des reutlinger
general-anzeigers
gea-service-center:
reutlingen telefon 07121 302-210
pfullingen telefon 07121 979210
metzingen telefon 07123 964410
mössingen telefon 07473 946620
münsingen telefon 07381 936610
bürger- und verkehrsverein tübingen
telefon 07071 91360
henriette’s kult-

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