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Verdienstmedaille für Kurt Necker und Hans Erhard


Hans Erhard, Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Kurt Necker Es ist zur guten Tradition geworden, zu Anfang des Jahres die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung und zum Austausch zu nutzen sowie jene Menschen zu ehren, die sich durch ihr bürgerschaftliches Engagement in besonderer Art und Weise für unsere Stadt eingesetzt haben.

Über 800 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung der Stadt Reutlingen zum Bürgerempfang 2010 im Rathaus gefolgt. Unter den Gästen waren neben Landrat Thomas Reumann auch Bürgermeister der Nachbarstädte sowie Politiker aus Bund und Land. Oberbürgermeisterin Barbara Bosch sprach in ihrer Eröffnungsrede die Themen und Weichenstellungen an, welche die Stadt in diesem Jahr beschäftigen werden. Die Rede von Frau Bosch können Sie hier nachlesen

Traditionell verlieh die Oberbürgermeisterin im Rahmen des Bürgerempfangs Verdienstmedaillen der Stadt an Bürger, die „mit ihrem ehrenamtlichen Dienst Verantwortung übernommen und sich für Reutlingen und ihre Bürger verdient gemacht haben“. Die Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen ging in diesem Jahr an Kurt Necker und Hans Erhard.

Laudationes von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch
am Bürgerempfang, Mittwoch, 6. Januar 2010
zur Verleihung der Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen an
Herrn Kurt Necker und Herrn Hans Erhard


Laudatio Kurt Necker

Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen für Kurt Necker Das Museum ‚Im Dorf’ Betzingen war es, dem sich Herr Kurt Necker über 18 Jahre lang mit Herz und Hand verschrieben hat. Diese Außenstelle des Heimatmuseums Reutlingen wird von Ehrenamtlichen des Schwäbischen Albverein e.V., Ortsgruppe Betzingen, betreut. Von Anfang an hatte es zu den Aufgaben des Reutlinger Heimatmuseums gehört, Geschichte und Kultur nicht nur der ehemaligen Reichsstadt Reutlingen zu sammeln, zu erforschen und zu präsentieren, sondern auch die der Bezirksgemeinden. So war im Jahr 1988 das Museum ‚Im Dorf’ in Betzingen eingerichtet worden. Es stellt die Lebensumstände und den Alltag der Betzinger Bevölkerung im 19. Jahrhundert dar und zeigt sehr anschaulich den Wandel des Bauern- und Weberdorfes zu einer Arbeiterwohngemeinde.

Lieber Herr Necker, Sie haben von 1992 an zunächst sechs Jahre gemeinsam mit dem damals hauptverantwortlichen Museumsbeauftragten, Herrn Max Gutekunst, den Museumsdienst in Betzingen versehen. Nach dessen Verabschiedung im Jahr 1998 übernahmen Sie die Nachfolge und waren somit auch der Ansprechpartner für das Heimatmuseum Reutlingen in allen Angelegenheiten, die das Museum ‚Im Dorf’ betrifft. Sie organisierten die saisonale Öffnung und Schließung des Museums, koordinierten die Aufsichten, boten Führungen für Kindergartenkinder, Schulklassen und Erwachsene an, erledigten die Abrechnungen über die Spenden, Verkäufe und Putzdienste, kümmerten sich um kleinere Reparaturen... Kein maroder Dachziegel, keine Motte war vor Ihnen sicher! Für das Reutlinger Heimatmuseum war es stets eine Beruhigung, sich der Umsicht und praktischen Tatkraft des Museumsbeauftrag-ten in Betzingen gewiss sein zu können. Auch haben Sie, sehr geehrter Herr Necker, das Ausstellungsprogramm mit eigenen Ausstellungen (z. B. über Volkskunst aus dem Erzgebirge) bereichert. In hohem Maße identifizierten Sie sich mit dem Haus und der damit verbundenen Arbeit. Als Ausdruck Ihres unermüdlichen Einsatzes könnte man Ihr Malheur verstehen, das Ihnen vor einigen Wochen passiert ist: Bei Ihrer allerletzten Tätigkeit zogen Sie sich einen Sehnenriss zu, als Sie im Begriff waren, eine Flachsbreche, die beim Museum ‚Im Dorf’ abgegeben worden war, in den Stall zu bringen. Ihre Kontakte zum Museum lassen Sie aber hoffentlich auch künftig nicht abreißen, auch nachdem Sie nun – mit stolzen 81 Jahren! – zum Ende der Museumssaison im Oktober 2009 Ihr Ehrenamt niedergelegt haben.
Glücklicherweise hat sich ja (nach langer Suche!) ein Nachfolger gefunden, Herr Karl Schall, der auch ein waschechter Betzinger ist.

Lieber Herr Necker, Sie leisteten 18 Jahre lang mit Ihrer Arbeit als Museumsbeauftragter einen überaus wertvollen Beitrag dazu, ortsbezogene Geschichte und Tradition zu erhalten, zu präsentieren und zu vermitteln. Ich danke Ihnen für Ihr außergewöhnliches Engagement und darf Ihnen als Zeichen der Anerkennung die Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen überreichen.
(Überreichen von Urkunde und Medaille)

Laudatio Hans Erhard

Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen für Hans Erhard Wie ein Sechser im Lotto sei es gewesen, berichtet Herr Pfarrer Mutschler von der Hohbuchgemeinde, als vor genau 15 Jahren ein frisch gebackener Ruheständler in seinem Büro stand und sich mit seiner ganzen Schaffenskraft zur Verfügung stellte: Herr Hans Erhard, wohnhaft im Hohbuch und bis dahin bei der Firma Bosch mit einer 60- bis 70-Stundenwoche im gehobenen Management tätig, hatte Lust, sich nun im Ehrenamt für andere Menschen zu engagieren. Dem Mann konnte geholfen werden!

Pfarrer Mutschler, selbst ein innovativer Kopf (momentan irgendwo auf der Skipiste!), vermittelte ihn als erstes an den neu gegründeten Ambulanten Hospizdienst Reutlingen e.V., wo gerade der erste Ausbildungskurs angeboten wurde. Da waren Sie, lieber Herr Erhard, gleich mit dabei. Dass Menschen ihre letzten Stunden nicht alleine verbringen müssen, ist für Sie seitdem ein großes Anliegen. Sie begleiten seit 1995 regelmäßig Schwerkranke und Sterbende – eine sensible Aufgabe, die vieles von einem verlangt, aber auch einen neuen Blick für das Leben schenkt. Sie haben dabei selbst viel gelernt, wie Sie versichern. Der Verein konnte freilich auch Ihre Managerqualitäten gut brauchen: Von Anfang an waren Sie Kassenwart und damit Vorstandsmitglied im Ambulanten Hospizdienst; von 2000 bis Oktober letzten Jahres bekleideten Sie das Amt des Beiratsvorsitzenden; dort sind Sie weiterhin Mitglied, bringen sich mit Ihren Erfahrungen und Ideen ein und beraten Angehörige in den komplexen Fragen der Pflegeversicherung.
Damit längst nicht genug. Herr Pfarrer Mutschler hat den rüstigen Manager zusätzlich für die Mitarbeit in der Evangelischen Hohbuchgemeinde gewinnen können. Mittlerweile gehören Sie, lieber Herr Erhard, wie man so sagt, zum Inventar des Pfarramts. Sie organisierten die letzten drei Kirchenwahlen, brachten das Gemeindeaufbauprojekt „Aktive Gemeinde“ auf den Weg und haben 1997 den „Freundeskreis der Evangelischen Hohbuchgemeinde Reutlingen e.V.“ mit ins Leben gerufen. Das Anliegen dieses Freundeskreises ist es, die Hohbuchgemeinde zu unterstützen bei der Hilfe von Menschen in sozialer Not – und zwar durch die Finanzierung von Projekten. Auch hier waren Sie der „Finanzminister“ des Vereins, bis Sie 2006 für eine Wahlperiode Vorsitzender wurden (bis Ende 2008). Nach wie vor sitzen Sie im Beirat und sind sehr aktiv. Sie unterstützen den Verein bei der Integrationsarbeit für Aussiedler aus den GUS-Staaten, vermitteln jungen Menschen Ausbildungs- bzw. Arbeitsstellen und helfen die Auswirkungen von Armut zu lindern. Dass die Jugendchorarbeit in der Gemeinde blüht, ist mit Ihnen zu verdanken. Die Arbeit des Freundeskreises ist nicht zufällig vor einigen Jahren im Rahmen des Wettbewerbs „Kommunale Bürgeraktion“ auf städtischer Ebene ausgezeichnet worden.

Manches ist noch erwähnenswert: Ihre Tätigkeit bei der Robert-Bosch-Stiftung von 1996 bis 1999 als ehrenamtlicher Berater sozialer Bürgerinitiativen in den neuen Bundesländern, Ihre Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Citykirche von 1999 bis 2002, Ihre Mitgliedschaft im Stiftungsrat der Bürgerstiftung Reutlingen von 2002 bis 2006.
Seit 2005 sind Sie in unserem Haus im Sozialamt darüber hinaus bestens bekannt durch Ihr Engagement im Reutlinger Arbeitskreis Vorsorge, den die Abteilung für Ältere moderiert. Das Thema Patientenverfügung und Gesundheitsvollmacht wird in unserer älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger, der Arbeitskreis hat sich die Information über Vorsorgemöglichkeiten zur Aufgabe gesetzt.

Lassen Sie mich meinen Dank aussprechen für Ihren so vielfältigen Einsatz in unserer Stadt. Sie leben eine bemerkenswerte soziale Verantwortung und sind ein Vorbild für die Gesellschaft. Ich darf Ihnen als Zeichen der Anerkennung Ihres außergewöhnlichen sozialen Engagements die Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen überreichen.
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