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Erste Luftreinhaltemaßnahmen treten in Kraft


Neue Schilder weisen Brummi-Fahrern den richtigen Weg26 Schilder verwehren Brummi-Fahrern ab sofort den Weg durch die Innenstadt, fünf davon sind sogenannte Planskizzen, die den Fahrern aus den Hauptrichtungen wie Stuttgart oder Tübingen eine alternative Route offerieren: "Wir wollen den Fahrern ja auch zeigen, wo's hingehen soll", erläuterte Ordnungsamtsleiter Albert Keppler bei der "Enthüllung" des ersten Schildes dieser Machart an der B 312 - nämlich in den Scheibengipfeltunnel. In die Innenstadt hinein dürfen künftig nur noch Lastwagen, die dort etwas anliefern oder abholen müssen. Ob das so ist, kontrolliert die Polizei. 

An neue Tempolimits gewöhnen müssen sich dagegen ab dem morgigen Mittwoch alle Autofahrer: Vom AOK-Knoten bis zum Dreispitz dürfen dann in beide Richtungen nur noch 40 Sachen auf dem Tacho stehen. Die Mannen von den Technischen Betriebsdiensten (TBR) beginnen nach der morgendlichen Rush-Hour mit dem Enthüllen der entsprechenden Schilder, bis zum Nachmittag wollen sie fertig sein. Die Anpassung der acht Ampelanlagen auf diesem Streckenabschnitt dauert etwas länger: "Ziel ist die Grüne Welle", so Arno Valin, Leiter des Amts für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt,. zu der Umstellung, die rund zwei Wochen in Anspruch nehmen wird. An eine kürzere Grünphase gewöhnen müssen sich künftig die Fahrer stadteinwärts auf der Konrad-Adenauer-Straße an der Einmündung der Lerchenstraße: "Die Attraktivität der Strecke soll gemindert, der Verkehr, der nicht in die Innenstadt will, über die B 28 Richtung Stuttgart gelenkt werden", begründete Valin. Ebenfalls den Fuß vom Gas nehmen müssen ab dem morgigen Mittwoch die Nutzer der Rommelsbacher und der Konrad-Adenauer-Straße: Statt Tempo 60 gilt hier künftig 50. Weitere Maßnahmen folgen im Laufe des Jahres. 

Runde zwei Wochen haben die Fahrer nun Zeit, sich an die neuen Regelungen zu gewöhnen, ehe die ersten Knöllchen drohen. Ziemlich wenig im Vergleich zu der straffreien Zeitspanne, die sonst bei solchen Veränderungen eingeräumt wird, so Albert Keppler: "Aber beim Luftreinhalteplan arbeitet die Zeit gegen uns." 

"Nur durch schnelles Handeln und das gesamte Maßnahmenbündel aus dem Luftreinhalteplan können die Schadstoffe so gesenkt werden, dass die Gesundheit der Menschen in Reutlingen nicht weiter gefährdet und Fahrverbote vermieden werden", betonte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. Die Herausnahme einzelner Maßnahmen aus diesem Paket gefährdet dieses Ziel, weil die Wirkung der Maßnahmen untereinander in Beziehung stehen und der Verzicht auf einzelne Komponenten wie beispielsweise Geschwindigkeitsreduzierungen die Wirksamkeit anderer Maßnahmen tangiert: "Darauf ist in der Sitzung des Gemeinderats mehrfach hingewiesen worden."
 
Die Rathaus-Chefin hält die vom Regierungspräsidium vorgeschlagenen Maßnahmen wie LKW-Durchfahrtsverbote und Tempolimits, die in der verkehrsrechtlichen Zuständigkeit der Stadt liegen, gegenüber einem drohenden Fahrverbot für das deutlich kleinere Übel. Dies gilt besonders für die nach Auffassung einer Mehrheit des Gemeinderats unangebrachten Geschwindigkeitsbegrenzungen. „Auf den Hauptverkehrsadern unserer Stadt herrscht im Berufsverkehr ohnehin nur Stop-and-Go. Da ist eine Geschwindigkeitsreduzierung um 10 km/h hinnehmbar, wenn dadurch Fahrverbote überflüssig werden.“ Es bleibe erklärtes Ziel, dass durch diese und andere Maßnahmen die Benutzung des Scheibengipfeltunnels für Autofahrer attraktiver als die Fahrt durch die Innenstadt. Es gehe um ein notwendiges klares Signal in Richtung Verwaltungsgericht, dass Reutlingen es mit der Luftreinhaltung ernst meint und die Grenzwerte innerhalb der gesetzten Frist erreichen können will. „Sich wegducken und unangenehme Entscheidungen anderen überlassen, weil sie ja ohnehin kommen werden, ist nicht mein Stil“, so die Oberbürgermeisterin.

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