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Über 917 Jahre ehrenamtliches Engagement


Bis zur Kommunalwahl im Mai haben sie sich im Gemeinderat und seinen Ausschüssen, als Bezirksbürgermeister oder Bezirksgemeinderäte der zwölf Stadtteile engagiert, manche von ihnen sogar viele Jahrzehnte lang: "Insgesamt kommen heute 917 Jahre und 6 Monate ehrenamtlichen Engagements zusammen", resümierte der Oberbürgermeister, "davon entfallen auf den Gemeinderat 197 Jahre und 3 Monate und auf die Bezirksgemeinderäte 720 Jahre und 3 Monate." Bei der vom Jazz-Trio um Tobias Festl musikalisch umrahmten Feier gab es dafür nicht nur warme Dankesworte, sondern auch reichlich Edelmetall. 38 "Ehemalige" durften die städtische Medaille „600 Jahre bürgerschaftliche Selbstverwaltung“ in Gold für zwei volle Amtszeiten, acht weitere die silberne Medaille für eine volle Amtszeit mit nach Hause nehmen. Sechs Mal überreichte Thomas Keck außerdem das Verdienstabzeichen des Städtetags Baden-Württemberg in Silber für 20-jährige, vier Mal die goldene Version für 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit.

Eine Tätigkeit, die nicht zuletzt auch mit hohem zeitlichen Einsatz verbunden ist: "Der Gemeinderat mit all seinen Ausschüssen hat in den vergangenen fünf Jahren rund 590 Sitzungen mit 1.590 Stunden Sitzungsdauer abgehalten", rechnete das Stadtoberhaupt vor, "bei den Bezirksgemeinderäten waren es insgesamt rund 530 Sitzungen - dafür ein herzliches Dankeschön!" Wie viele Stunden ins Ehrenamt fließen, weiß Thomas Keck aus eigener Anschauung. Jetzt sei er doch ein wenig gerührt, bekannte er, als Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz ihm mit launigen Worten die städtische goldene Medaille für die ehrenamtliche Tätigkeit als Stadtrat sowie das goldene Verdienstabzeichen des Städtetags für 30 Jahre im Betzinger Bezirksgemeinderat, dem er ab 2004 als Bezirksbürgermeister vorsaß, überreichte.

"Ob zwei oder 51 Jahre, ihr alle habt euch mit vollem Engagement für unsere Stadt eingesetzt, habt Anträge geschrieben, argumentiert, gewettert, mal leise, mal lauter", sagte Gabriele Janz, Fraktionssprecherin der Grünen und Unabhängigen, stellvertretend für alle Fraktionen. Durch den Wählerwillen seien Menschen zusammengekommen, die sich sonst vielleicht nie kennengelernt hätten. "Allen gemeinsam war und ist die Wertschätzung des kommunalen Wirkens, unsere demokratische Grundordnung, die gegenseitige Wertschätzung und Respekt beinhaltet, die die Menschenrechte für alle als unumstößliche Grundlage unseres Zusammenlebens anerkennt und achtet", so Gabriele Janz. Diskriminierung, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus hätten im Gremium keinen Platz gehabt. 

"Als ich 1968 erstmals gewählt wurde, hätte ich mir nicht träumen lassen, 51 Jahre später hier zu stehen", so Ulrich Lukaszewitz, der Dienstälteste unter den ausscheidenden Gemeinderatsmitgliedern. Seinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen rief er zu: "Man kann auch ohne Gemeinderat ein glückliches und anständiges Leben führen." In den vergangenen fünf Jahren sei der Gemeinderat "wahnsinnig fleißig" gewesen. Wichtige Beschlüsse von der Tonne bis zum Stadtkreis, für den "Luka" noch einmal ein flammendes Plädoyer hielt, hätten die Tagesordnungen bestimmt. Auch der neue Gemeinderat habe viele wichtige Aufgaben. Überdies seien die Räte gefordert, "wehrhafte Demokraten zu bleiben, denn Hass, Zwietracht, Hetze haben in unserer Stadt keinen Platz."

"Es gab nirgends eine Leiche im Keller", schmunzelte Sondelfingens Ex-Bezirksbürgermeister Werner Schenk, der stellvertretend für seine ausscheidenden Ortsvorsteherkollegen sprach. Viel sei spekuliert worden, als bekannt wurde, dass gleich die Hälfte aller Bezirksbürgermeister nicht mehr weitermachen wolle, doch "alles in allem war die Zusammenarbeit sehr gut." Im Übrigen auch unter den Ortsvorstehern selbst: "Wir zwölf haben uns immer wieder zusammengerauft, uns auch außerhalb der offiziellen Dienstbesprechungen zusammengesetzt und Lösungen gesucht." Dass die Reutlinger auch in den Stadtteilen bei den Kommunalwahlen eine "echte Wahl" hatten, war Schenk einen Dank an alle wert, die sich zu einer Kandidatur bereit erklärt hatten.



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