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Das hab' ich auch gehabt


Kostbarkeiten aus dem WirtschaftswunderlandSpielsachen lassen die eigene Kindheit lebendig werden: das Spielen „draußen auf der Gasse“ ebenso wie lange Spielenachmittage im Elternhaus, eventuell sogar im eigenen Kinderzimmer. Industriell gefertigtes Spielzeug ist eine verkleinerte Abbildung der realen Welt. Im Spiel werden zeittypische gesellschaftliche Erwartungshaltungen und soziale Rollenbilder nachgeahmt – als Vorbereitung für das spätere Leben als Erwachsener. Spielzeug ist stets ein Spiegelbild historischer Gesellschaftsformen. Auch die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg haben in der jungen Bundesrepublik mit ihrem Wandel vom Mangel hin zum Überfluss des Wirtschaftswunders ihre Spuren in den Kinderzimmern hinterlassen. 

So macht das Warenangebot eines Kinderkaufladens die schlechte Ernährungslage direkt nach dem Krieg sichtbar, denn verkauft wurden im Spielgeschäft nur Kaffee-Ersatz-Mischungen, „Götterspeise ohne Zucker“ sowie Fleischbrühe in „Friedensqualität“. Dank Marshallplan, Währungsreform und hoher Leistungsbereitschaft ging es nach 1950 wirtschaftlich aufwärts und die Lebensqualität stieg. Das neue Konsumverhalten führte zu den sogenannten „Fress- und Haushaltswellen“. Im Spielzeugbereich dokumentieren chic eingerichtete Puppenstuben und Elektrogeräte wie Kühlschrank oder Fön den modernen Lifestyle. Die „Reisewelle“, die westdeutsche Urlauber vor allem in das Sehnsuchtsland Italien führte, konnte mit bunten Brettspielen nachvollzogen werden. Folgerichtig erreichte auch der Siegeszug des Autos wie des Fernsehens die Kinderzimmer: Parkhäuser und Rennautobahnen im Kleinformat oder Lurchi und Mecki als Medienhelden wurden Bestandteil der Kindheit. Selbst die ungebremste Fortschrittseuphorie in Sachen Atomkraft wurde den Jüngsten 1958 spielerisch vermittelt. Und die beginnende Amerikanisierung vieler Lebensbereiche veränderte vor allem die Produktkultur. Plastik wurde zum Material der Stunde, Spielzeug durch Massenfertigung zum preiswerten Artikel für (fast) jedermann.

Die Ausstellung zeigt Objekte aus der umfangreichen Sammlung eines privaten Wirtschaftswundermuseums. Die Besucher können beim Anblick der bunten Spielwelten der Wirtschaftswunderjahre wie der 1960er Jahre Wissenswertes entdecken und gleichzeitig auch in nostalgischen Erinnerungen schwelgen. Und bestimmt werden viele beim Anblick der Objekte ihren Kindern und Enkeln sagen: „Das hab' ich auch gehabt!“


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 24. November 2019, 11.15 Uhr
Sonntag, 1. Dezember 2019, 11.15 Uhr
Sonntag, 15. Dezember 2019, 11.15 Uhr
Donnerstag, 26. Dezember 2019, 15.00 Uhr
Sonntag, 29. Dezember 2019, 11.15 Uhr
Montag, 6. Januar 2020, 15.00 Uhr
Sonntag, 19. Januar 2020, 11.15 Uhr
Sonntag, 2. Februar 2020, 15.00 Uhr
Sonntag, 9. Februar 2020, 11.15 Uhr

Kosten inklusive Eintritt: 4 €


Programm für Kindergärten und Schulklassen
Für Kindergärten und Schulen werden dem Alter der Kinder angepasste Führungen durch die Sonderausstellung mit anschließender Vertiefung in einer Kreativaktion angeboten. 
Dauer aller Veranstaltungen: 1,5 Stunden, Materialkosten: 2 € pro Kind

Themen und Kreativaktionen:
Kindergärten: Omas und Opas Spiele – Mein eigenes Angelspiel
Grundschulen: Bauen, Fahren, Fliegen – Spielen! Erstelle dein eigenes Memory!

Weiterführende Schulen: Gesellschaftsspiele oder Spiele einer Gesellschaft? Wir bauen einen Beamer fürs Smartphone.


Programm für Erwachsene

Spieleabend für Alle! 
Neben Spieleklassikern werden ungewöhnliche und heute kaum noch bekannte Brettspiele aus den 1950er Jahren vorgestellt und natürlich nach Herzenslust gespielt
Donnerstag 14. November 2019, 18.00-20.00 Uhr
Donnerstag 12. Dezember 2019, 18.00-20.00 Uhr
Donnerstag 9. Januar 2020 mit Mutschel-Special, 18.00-20.00 Uhr 
Eintritt frei

Museum im Koffer. 
Das Heimatmuseum kommt ins Seniorenheim und bringt Spielzeug aus den 1950er Jahren mit. Schöne Kindheitserinnerungen leben wieder auf! 
Dauer: 1 Stunde, Anmeldung Tel. 303 2577 oder heimatmuseum@reutlingen.de
Für Reutlinger Seniorenheime kostenlos

Abendstunde im Museum: 
Soldaten, Bambi, Puppenhaus. Spielzeug im Spiegel der Gesellschaft
Donnerstag, 19. Dezember 2019, 18 Uhr
Kosten: 2,50 €

Familientag: Wunderbare 50er Jahre!
Entdecken Sie die Zeit des Wirtschaftswunders mit ihrer Familie bei Musik, Tanz und Mit-Mach-Angeboten rund um die 1950er Jahre. 
Sonntag, 2. Februar 2020, 13.00 – 17.00 Uhr
Eintritt frei!

Kultur & Kaffee: Das hab‘ ich auch gehabt. Spielzeugschätze von früher
Für Seniorinnen und Senioren
Mittwoch, 5. Februar 2020, 14.30 – 16.00 Uhr
Anmeldung Tel. 303 2867 oder heimatmuseum@reutlingen.de
Kosten: 5 € (incl. Kaffee und Kuchen)





Heimatmuseum Reutlingen
Oberamteistr. 22
72764 Reutlingen

Tel. 07121 303 2050 oder 07121 303 2867
www.reutlingen.de/heimatmuseum
heimatmuseum@reutlingen.de

Öffnungszeiten
Di - Sa         11.00 – 17.00 Uhr
Do             11.00 – 19.00 Uhr
So             11.00 – 18.00 Uhr
Heiligabend, Silvester     geschlossen

Eintritt: 2 €, ermäßigt 1 €
Freier Eintritt: Landesfamilien-, Familienfreizeitpass, Kinder bis 14 Jahre

Gebühr für Gruppenführungen
55 € werktags, 75 € am Wochenende, jeweils zzgl. Eintritt
Führungen für Reutlinger Kindergärten und Schulklassen kostenlos.
Anmeldung Tel. 303 2867 oder heimatmuseum@reutlingen.de


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