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Appell an die Bevölkerung: #WirBleibenZuhause




Liebe Reutlingerinnen, liebe Reutlinger, und vor allem: Liebe Jugendliche!

Die Lage ist sehr ernst. Viel, viel ernster, als es uns allen noch vor ein, zwei Wochen bewusst war.

Die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten, der Verdachtsfälle und der Verstorbenen steigen mit einer Geschwindigkeit, die mir Angst macht. Seit gestern gibt es in Deutschland mehr als 3.000 Neuerkrankte. Im Landkreis Reutlingen gibt es bereits einen ersten Todesfall, kreisweit sind über 70 Infizierte zu verzeichnen, alleine in unserer Stadt sind fast 30 Menschen mit dem Virus infiziert. Am Freitag vor einer Woche waren es noch 18 Infizierte im gesamten Kreis. Die Kurve der Neuerkrankungen in Deutschland entspricht der Italiens, nur dass wir etwa zehn Tag hinter Italien liegen. Dies ist beängstigend, denn in Italien sind allein am gestrigen Tag mehr als 400 Menschen gestorben.

Wir müssen um jeden Preis verhindern, dass die Entwicklung bei uns denselben Weg nimmt wie in Italien, und dazu bin ich mehr als bereit, auch sehr drastische Maßnahmen zu ergreifen! Vor diesem Hintergrund bin ich fassungslos, wenn ich sehe, dass die Straßen in der Innenstadt noch immer von unbekümmerten Menschen aller Altersklassen bevölkert sind. Noch am gestrigen Tag haben sich unzählige Jugendliche auf der Skateanlage im Bürgerpark und drumherum aufgehalten, teilweise eng zusammengekuschelt, als hätten sie noch nie etwas von dem Coronavirus gehört! Auch an anderen Orten im Stadtgebiet wird gegrillt, gechillt und gefeiert, als gäbe es kein Morgen. Die Polizei berichtet mir, dass es auch auf der Achalm zu größeren Menschenansammlungen gekommen ist.

Inzwischen haben wir den Bürgerpark abgesperrt, auch das Betreten aller anderen Spiel- und Bolzplätze ist strengstens verboten.

Liebe Jugendliche, Corona-Partys sind nicht lustig! Mit eurer Sorglosigkeit bringt ihr ältere und vorerkrankte Menschen in Lebensgefahr! Euch, aber auch Sie, sehr geehrte erwachsene Reutlingerinnen und Reutlinger – die es eigentlich besser wissen müssten – möchte ich heute eindringlich warnen: Zeigen Sie Disziplin, befolgen Sie die bereits angeordneten Einschränkungen im Alltagsleben! Bleiben Sie möglichst zu Hause, verlassen Sie Ihre Wohnung nur für wirklich dringende Erledigungen – auch, wenn draußen die Sonne scheint. Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf den engsten Familienkreis, halten Sie sich von Menschen fern, die einer Risikogruppe angehören und achten Sie auch beim Einkaufen auf einen Mindestabstand von 1,50 Meter zu Ihren Mitmenschen!

Einige Ministerpräsidenten, darunter auch Winfried Kretschmann, haben es bereits angekündigt: Wenn die Menschen sich nicht freiwillig beschränken, bleibt als letztes Mittel nur die Ausgangssperre. Am Sonntag werden Bund und Länder darüber entscheiden, ob das Ausgangsverbot kommt. Ich persönlich halte es für unvermeidlich! Je schneller es uns gelingt, die weitere Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, desto schneller können wir zu unserem gewohnten freiheitlichen Lebensstil zurückkehren. Aber Freiheit und Verantwortung sind untrennbar miteinander verbunden. Jeder Einzelne von uns muss dieser Verantwortung jetzt gerecht werden und seinen Lebensstil an die Gefahr anpassen.

Verantwortung bedeutet für mich auch, jene zu unterstützen, die das Haus gar nicht mehr verlassen können, um ihre Einkäufe zu erledigen - etwa, weil sie alt, schwach oder chronisch krank sind. Die Stadt Reutlingen will Helfende und Hilfesuchende zusammenbringen: Unter www.reutlingen.de/einkaufshilfe finden Sie Informationen, wie Sie helfen können oder wie Sie Unterstützung bekommen. Schon vorab vielen Dank für Ihr Engagement!

Wir stehen vor einer der größten Herausforderungen in der Geschichte unserer Heimatstadt und in der Geschichte unserer Republik, und wir können sie nur meistern, wenn jeder Einzelne von uns seinen Teil dazu beiträgt – Erwachsene, Jugendliche, Sie und ich!

Passen Sie auf sich auf, nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitmenschen und bleiben Sie gesund!

Ihr Thomas Keck
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