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Ausstellung im Umweltbildungszentrum Listhof: Wanderausstellung „Faszination Erdgeschichte“


Die Schwäbische Alb ist geologisch so vielseitig wie kaum eine Region in Mitteleuropa. Von der erdgeschichtlichen Bedeutung dieses einzigartigen Naturraums erzählt die Wanderausstellung „Faszination Erdgeschichte“ des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb. Sie wird vom 20. Juni bis 30. Juli 2020 im Listhof zu sehen sein. Die Ausstellung führt die erdgeschichtlichen und landschaftlichen Besonderheiten vor Augen, schärft den Blick für geologische Phänomene und überrascht mit unbekannten Zusammenhängen.
 
Was hat die schwarze Zugsalbe, die viele aus der Kindheit kennen, mit 180 Millionen Jahre alten Meeresbewohnern zu tun? Wie haben unscheinbare braune Kügelchen, die man noch vielerorts im Waldboden finden kann, den Erfolg der metallverarbeitenden Industrie auf der Alb buchstäblich ins Rollen gebracht? Oder woher stammen die schwäbischen Natursteine, die dem Berliner Olympiastadion ihr unverwechselbares Gesicht gaben? Die Wanderausstellung liefert faszinierende Antworten und schärft den Blick für die allgegenwärtigen Spuren der Geschichte auf der Schwäbischen Alb.
 
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Sie kann Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und Sonntag von 13 bis 17 Uhr besucht werden. Die geltenden Corona-Regeln sind zu beachten.

Am 15. Juli wird der Listhof offiziell eine Infostelle des UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. Dazu wird dann eine feierliche Eröffnung samt Vortrag stattfinden.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.listhof-reutlingen.de.
 

Detailinfos zur Ausstellung:
Die Besucher können durch die geologischen Epochen von der Jurazeit bis in die Gegenwart reisen. Auf Roll-Ups werden wichtige erdgeschichtliche Vorgänge in diesen Epochen dargestellt und mit Touch- und Riechobjekten wirkungsvoll in Szene gesetzt.
 
Themen:
  • Unterjura – Posidonienschiefer, eine spektakuläre Saurierfundstätte: Vorgang der Fossilisierung, Fossilreichtum, Holzmaden als weltbekannte Fundstätte
  • Jura – Jurassic Park Schwäbische Alb: Kalkentstehung, fossile Tierwelt (Ammoniten und Belemniten)
  • Kreide/Tertiär - Bohnerz, Eisennuggets revolutionieren die Wirtschaft: Bohnerz als Rohstoff, Eisengewinnung früher und heute, Bedeutung für die Wirtschaftsentwicklung auf der Alb, Naturschutz
  • Tertiär – Katastrophen formen die Landschaft: Meteoriteneinschlag im Steinheimer Becken und Vulkanismus im Raum Urach-Kirchheim
  • Quartär – Höhlen und Täler ohne Bäche: Verkarstung, Höhlen, Dolinen, Karstwanne, Eiszeitkunst
  • Jetztzeit/Holozän – Kalk, das weiße Gold der Alb: Vorkommen wichtiger Gesteine der Alb mit Abbaustätten und Verwendung in bekannten Bauwerken

Über den UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb / Hintergrundinfos
Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb umfasst die zehn Alb-Landreise und erstreckt sich mit rund 6.200 km² über die gesamte Schwäbische Alb. Die Karstlandschaft der Schwäbischen Alb ist einzigartig. Ihr erdgeschichtliches Erbe ist einmalig. Das hat die UNESCO veranlasst, dem Gebiet 2015 ihr Qualitätssiegel zu verleihen und in die Liste der bedeutendsten Naturlandschaften der Welt aufzunehmen. Es gibt in Deutschland noch fünf weitere UNESCO Global Geoparks. Weltweit sind es derzeit 147.

Die Schwäbische Alb, ein Gebirge aus Gesteinen der Jurazeit, ist erdgeschichtlich von herausragender internationaler Bedeutung. Sie besitzt eines der größten Höhlenvorkommen Europas und ist für ihren Fossilienreichtum berühmt. Durch die besondere Topografie mit schützenden Höhlen und geologischen Rohstoffen wurde die Schwäbische Alb zur Geburtsstätte der menschlichen Kultur. In den Höhlen fand man die ältesten figürlichen Kunstwerke (Venus vom Hohle Fels und Löwenmensch) sowie die ältesten Musikinstrumente der Menschheit. Ebenfalls exotisch, aber albtypisch ist der Vulkanismus vor 12-15 Millionen Jahren, der über 350 Vulkanschlote, Krater, Maare, Moore, Thermal- und Mineralquellen hinterlassen hat. Neun der 77 Nationalen Geotope Deutschlands sind auf der Schwäbischen Alb zu finden. Sie besitzt fünf UNESCO-Labels (darunter die Welterbestätten und das Biosphärengebiet).

Aufgabe des UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb ist es, die geologische Bedeutung der Alb im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, Menschen für Erdgeschichte zu begeistern und das Erbe sowie den Lebensraum zu erhalten. Mit dieser Zielsetzung werden Projekte in den Bereichen nachhaltige Regionalentwicklung, Geotourismus, Geo- und Umweltbildung, Geotopschutz und Besucherlenkung (Geopoints) realisiert. Der Geopark Schwäbische Alb betreut ein Netzwerk von 27 Infostellen, darunter Schauhöhlen, Museen, Naturschutzzentren und Bildungseinrichtungen. Zum Geopark-Netzwerk gehören zahlreiche Natur-, Höhlen- und Landschaftsführer und Geopark-Schulen. Sie alle sind Botschafter des Geoparks. Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb ist als Verein organisiert. Ihm gehören die zehn Landkreise an sowie der Schwäbische Alb-Tourismus-Verband, der Industrieverband Steine & Erden Baden-Württemberg, die Stiftung Kessler + Co für Bildung und Kultur sowie die Kommunen Steinheim a. Albuch, Schelklingen und Beuren. Vorsitzender ist Markus Möller (Erster Landesbeamter Alb- Donau-Kreis). Geschäftsführer ist Dr. Siegfried Roth. Die Geschäftsstelle befindet sich in Schelklingen, wo fünf Mitarbeiter beschäftigt sind. Der Geopark finanziert sich in erster Linie durch Mitgliedsbeiträge.

Weitere Informationen zum UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb e. V. unter www.geopark-alb.de.


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