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Stadtplanung: Gestaltungsbeirat zieht Zwischenbilanz


Dazu zählt unter anderem die Sanierung des Wohnhauses Bismarckstraße 83. Dort hat Bauherr Thomas Siewert die Expertise des Gestaltungsbeirates genutzt: Auf Anraten des Beirates hat er die zunächst vorgesehenen vorgelagerten Balkone verworfen und die ursprünglichen „Speisebalkone“ des 1929 erbauten Hauses erhalten. Auch, wenn der ursprüngliche Entwurf kostengünstiger gewesen wäre, könne man die neue Planung mit Blick auf das Gesamtgebäude gut vertreten, so der Bauherr.

Gleicher Meinung ist auch Jórunn Ragnarsdóttir, Vorsitzende des Gestaltungsbeirates. Das Gremium arbeite mit Blick auf das Große und Ganze, so die Architektin. Die Arbeit des Beirates sieht Sie als Chance für alle Beteiligten. „Wir sind keine Diktatoren, wir suchen gemeinsam nach konstruktiven Lösungen“, sagt Ragnarsdóttir. Anders als viele Architekten, achtet das Gremium auch auf das Gesamtbild der Quartiere, nicht nur auf die einzelnen Bauprojekte. Als „Innenwände des öffentlichen Raumes“ bezeichnet die Vorsitzende des Gestaltungsbeirates die Außenwände der Bauprojekte. Dementsprechend sollten diese in das Gesamtbild des jeweiligen Stadtviertels passen. Bei seiner Arbeit legt der Beirat außerdem Wert auf ökologische und soziale Aspekte.

In der Aispachstraße 25 hat der Gestaltungsbeirat Heinz Schwörer beraten. Er renoviert dort im Hinterhof ein Haus mit Gewerbeflächen und angeschlossener Wohnung. Statt das Gebäude anzureißen und einen Neubau zu errichten, empfahl der Beirat den Bestand zu erhalten. Auf Grundlage dieses Vorschlages sei es das Ziel, so der Bauherr, dort bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Ein weiteres Projekt des Beirates ist der Neubau an der Ecke Burgstraße/Aispachstraße auf dem Areal der früheren Südwestdeutschen Textilfabrik. Das Grundstück hatte mehrfach den Besitzer gewechselt. Vor der Sommerpause hat der Gemeinderat nun den Bebauungsplan verabschiedet. Geplant sind dort 40 Wohnungen samt Gewerbeflächen. Eine Fassade soll zum Quartier passend künstlerisch gestaltet werden – zum Beispiel eine charakteristische Sonnenuhr.

Auch für die Reutlinger Stadtverwaltung ist der Ansatz des Gestaltungsbeirates der Richtige: Ein harmonisches Gesamtbild von Quartieren, erzeuge ein Heimatgefühl, so Stefan Dvorak, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Vermessung. Die so gestalteten Projekte rechneten sich so auch ökonomisch: Langfristig würden sorgfältig gestaltete Immobilien an Wert gewinnen.


PDF: Kurz-Überblick der Bauprojekte


Der Gestaltungsbeirat

Der Gestaltungsbeirat wurde vom Gemeinderat eingesetzt und hat tagte erstmals im Januar 2016. Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat das Gremium in den beiden ersten Jahren mit je 10 000 Euro gefördert. Der Beirat setzt sich aus fünf stimmberechtigten Mitgliedern zusammen, die jeweils auf zwei Jahre berufen werden. Sie dürfen in dieser Zeit nicht in der Stadt planen und bauen.

Jórunn Ragnarsdottir und Christof_Luz (l.) vom Reutlinger Gestaltungsbeirat mit Bauherr Thomas Siewert (2.v.r.) und Amtsleiter Stefan Dvorak




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