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Reutlingen braucht den Scheibengipfeltunnel zwingend wegen Feinstaubbelastung


Die Baustelle für den Scheibengipfeltunnel

90 Millionen Euro weniger vom Bund für Straßenbauprojekte im Land: Die Hiobsbotschaft, die Landesverkehrsministerin Tanja Gönner jetzt aus Berlin mitgebracht hat, wirft ihre Schatten auch über Reutlingen. Denn der Scheibengipfeltunnel steht auf der Liste der 13 Straßenbauprojekte im Land, die nun, so der Wortlaut der Meldung, "zeitlich verzögert" realisiert werden.

Die Meldung aus dem baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr hat die Stadtverwaltung mit großer Besorgnis zur Kenntnis genommen: Die Ortsumfahrung B 312 - und damit auch der Scheibengipfeltunnel, auf den die Reutlinger seit über vier Jahrzehnten warten - ist direkt von der Entscheidung des Bundes betroffen, 90 Millionen Euro weniger als im Vorjahr in die Bundesfernstraßen in Baden-Württemberg zu investieren.

Demnach fließen nur noch 460 Millionen Euro ins Fernstraßennetz im Ländle, was zu einer zeitlichen Verzögerung der im vergangenen Jahr unter hohem Zeitdruck begonnenen Maßnahmen nicht mehr gewährleistet ist, moniert Ministerin Tanja Gönner: "Wir werden uns dafür stark machen, dass diese Projekte möglichst schnell weitergeführt werden können und damit die von allen Beteiligten erhoffte Entlastung erreicht wird."

Wie genau diese zeitliche Verzögerung aussehen soll, ist derzeit noch unklar. Axel Bernhard, Pressesprecher des Regierungspräsidiums in Tübingen, geht allerdings davon aus, dass die Ausschreibung der mit 70 Millionen Euro kalkulierten Bauarbeiten am eigentlichen Tunnel, die fürs laufende Jahr fest eingeplant war, um ein Jahr verschoben werden muss. Die ersten Autos könnten damit also frühestens im Jahr 2017 durch die Röhre fahren. "Das Ganze steht sowohl unter einem negativen, als auch einem positiven Vorbehalt", gibt Bernhard zu bedenken: Negativ, weil weitere Kürzungen im Bundeshaushalt weitere Verzögerungen nach sich ziehen könnten. "Positiv ist, dass es auch wesentlich schneller gehen könnte, wenn wieder mehr Geld kommt", verweist der Regierungspräsidiumssprecher auf eine mögliche konjunkturelle Erholung und damit höhere Steuereinnahmen.

Im Reutlinger Rathaus herrscht nach wie vor große Hoffnung, dass die Eröffnung des dringend benötigten Scheibengipfeltunnels doch noch wie geplant im Jahr 2016 gefeiert werden kann. Denn immerhin 42 Jahre lang, erinnerte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch beim feierlichen Spatenstich im August vergangenen Jahres, sind die Reutlinger "schwäbisch beharrlich dran geblieben am gesetzten Ziel, haben sich auch von Rückschlägen nicht abbringen lassen."

Die ersten Planungen für das Großprojekt stammen aus dem Jahr 1967 - doch die entlastende Umfahrung ist heute dringlicher denn je, unterstrich die Rathaus-Chefin im August vor prominenten Spatenstich-Gästen: "Wir brauchen den Tunnel ganz dringend, um die Feinstaubbelastung durch den Durchgangsverkehr zu verringern." Die Reutlinger Lederstraße weist so hohe Überschreitungen der zulässigen Feinstaubwerte auf, dass die Ortsumfahrung, die insgesamt mit 96,5 Millionen Euro veranschlagt ist, zwingend notwendig ist.

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