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Von Japan inspiriert
Martha Cunz und der Farbholzschnitt um 1900

1. April bis 18. Juni 2017

Ausstellungsplakat - Von Japan isnpiriert. Martha Cunz und der Farbholzschnitt um 1900 Dabei geht sie gleichzeitig dem Phänomen des Japonismus nach, das, ursprünglich von Paris ausgehend, auch die Grafik in Deutschland stark beeinflusste. Im Zentrum der Ausstellung steht dabei die Schweizer Künstlerin Martha Cunz (1876-1961), deren Werke bereits in der Reutlinger Ausstellung „Wege zu Gabriele Münter und Käthe Kollwitz“ (2013/14) wie auch in der Münchner Schau „Ab nach München! Künstlerinnen um 1900“ (2014/15) große Aufmerksamkeit erregten.

 Martha Cunz, Blick auf den Säntis, Farbholzschnitt 1904 Die Art, wie sich im japanischen Farbholzschnitt Naturtreue und Formreduktion verschränken, faszinierte Künstler überall in Europa. In der Auseinandersetzung mit ihm sahen sie einen Weg, sich vom naturalistischen Illusionismus zu befreien – ein Weg, der über die dekorative Flächenkunst des Jugendstils im frühen 20. Jahrhundert letztlich bis zur Abstraktion führen sollte. Im deutschsprachigen Raum war der Hamburger Künstler Otto Eckmann der Erste, der ab 1895 Holzschnitte schuf, die sich formal und thematisch an japanische Vorbilder anlehnten. Wenig später widmete sich dann auch in München ein größerer Kreis von Künstlern dem japanisierenden Farbholzschnitt und gelangte darin teilweise zu großer Meisterschaft. Eine führende Rolle kam dabei der etwa auch von Wassily Kandinsky hoch geschätzten Martha Cunz zu. Sie erlangte mit ihrem innovativen Schaffen in der Epoche schnell auch internationalen Ruhm.

Carl Moser, Bretonisches Mädchen,1904 Die Ausstellung umfasst rund 140 Arbeiten darunter neben den Arbeiten von Martha Cunz auch zum Beispiel Werke von Peter Behrens, Carl Moll, Emil Orlik oder Carl Thiemann sowie von heute weniger bekannten Künstlerinnen und Künstlern. Sie stellt deren Arbeiten außerdem eine exemplarische Auswahl von japanischen Farbholzschnitten u. a. von Utagawa Hiroshige oder Katsushika Hokusai gegenüber und verdeutlicht deren Einfluss auf die europäischen Künstler. Wie stark es dem Jugendstil um die Gestaltung möglichst aller Lebensbereiche ging, wird schließlich augenscheinlich, wenn in der Ausstellung an ausgewählten Beispielen auch das Wechselspiel von Farbholzschnitt und Kunsthandwerk der Epoche exemplarisch veranschaulicht wird.



Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen.
Die Ausstellung wird großzügig unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Der Eintritt in die Ausstellung beträgt 5 Euro, bzw. ermäßigt 3 Euro.


Öffentliche Führungen in der Ausstellung:

Kuratorenführungen am Donnerstag, 6. April, um 19 Uhr und am Sonntag, 21. Mai, um 15 Uhr (Herbert Eichhorn)
Führungen an den Sonntagen, 9. April, 16. April, 30. April, 14. Mai, 28. Mai, 4. Juni, 11. Juni, 18. Juni, jeweils um 15 Uhr (Sarah Dengler, Mirja Kinzler, Barbara Krämer und Elvira Mienert)
Kunst-Pausen an den Samstagen, 1. April, 6. Mai und 3. Juni, jeweils 12 Uhr (Barbara Krämer, Elivra Mienert)

Voranmeldungen für diese Führungen sind nicht möglich. Führungen für Gruppen und Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung. (07121-303 2322)

Katalogeinband Martha Cunz Japonismus Zur Ausstellung erscheint ein Katalog:
Faszination Farbholzschnitt. Der japanisierende Farbholzschnitt als Kunstform des Jugendstils. Mit einem Katalog der Holzschnitte von Marta Cunz
VGS Verlagsgenossenschaft St. Gallen
Text: Daniel Studer; 272 Seiten, zahlreiche überwiegende farbige Abbildungen
ISBN: 978-3729111523

Pressetermin: Donnerstag, 30. März, 11 Uhr
Eröffnung: Freitag, 31. März, 19 Uhr


Ausstellung im Städtischen Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen vom 1. April bis 18. Juni 2017.

Öffnungszeiten des Kunstmuseums:
Dienstag-Samstag 11-17 Uhr, Donnerstag 11-19 Uhr, Sonntag/Feiertag 11-18 Uhr
Montag geschlossen.

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Redakteur / Urheber

Stadt Reutlingen

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