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Ausstellungsarchiv

DIE WEISSENHOFER
Die Weissenhofer - Der Weissenhof liegt im Wallistal

27. Januar bis 15. April 2007

Portraitzeichnung Weissenhofer Anstelle des bei Künstlergruppen der klassischen Avantgarde üblichen Manifestes gaben sich die Weissenhofer eine Legende in der Tradition der Künstlerviten des Giorgio Vasari (Giotto, Cimabue, Raffael etc.). Danach sind die Brüder in ärmlichen Verhältnissen auf dem Weissenhof im Wallistal aufgewachsen. Zum Familienunterhalt trugen sie durch Löffelschnitzen und das Bemalen kleiner Holztafeln mit alpinen Motiven bei. Als der Weissenhof abbrannte, zog es die Familie in die Staaten, wo sie durch ehrliche, harte Arbeit die Weissenhofer-Ranch aufbaute. Nachdem den Brüdern auch in der Kunst der Durchbruch gelang, kehrten sie in die Alte Welt zurück, wo sie heute als die Künstlergruppe und Live-Rock-Combo „Die Weissenhofer“ bekannt sind.

Diese Künstlerlegende bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung in der Städtischen Galerie Reutlingen. Im Zentrum stehen drei phantastisch-utopische Architekturmodelle zum Neubau des abgebrannten Weissenhofes. In diesen Modellen, wie in den weiteren Arbeiten der Ausstellung, zeigt sich, dass die Brüder bei allen Gemeinsamkeiten recht unterschiedlich sind.

Uwe Schäfer malt schwebend-leichte, aus sich überlagernden, transparenten Farbschichten aufgebaute Landschaftsbilder, die Natureindrücke aus Italien so wie von der schwäbischen Alb verarbeiten. Matthias Beckmanns lineare, direkt vor dem Motiv entstandenen Bleistiftzeichnungen dokumentieren das Innenleben der Alten Nationalgalerie Berlin und reflektieren die Präsentation und Rezeption von Kunst. In Jörg Mandernachs Wandzeichnung mit schwarzen Klebestreifen treffen zeichenhafte Figuren auf rätselhafte Objekte. Damit korrespondiert seine assoziative Baustelle, eine Installation aus gebrannten Tonhäuschen und diversen Materialien.

Zur Ausstellungseröffnung erläutern die Weissenhofer in einem Lichtbildvortrag die Modelle zum Wiederaufbau des abgebrannten Weissenhofs im Lichte der Kathedralenrezeption bei Victor Hugo und Kurt Schwitters (Kathedrale des erotischen Elends) betrachtet. Anschließend beweisen die Künstler auch ihr musikalisches Zusammenspiel in einer Live-Rock-Performance - schräge Töne inbegriffen.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag das Wunderhorn das liebevoll gestaltete Bilderbuch "Der Weissenhof liegt im Wallistal", das in Wort und Bild die Künstlerlegende der Weissenhofer nacherzählt.

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Redakteur / Urheber

Stadt Reutlingen

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