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Katrin Ströbel und Monika Nuber
Wilde, Kartoffeln

25. Juni bis 25. September 2016

Ausstellungsplakat: Katrin Ströbel und Monika Nuber Wilde, Kartoffeln Auf zwanzig ausgewählte Blätter aus der Schenkung Kemna reagierten die beiden mit eigens geschaffenen Arbeiten. Bei der Kulturnacht 2015 war Monika Nuber dann mit dem renommierten Musiker Hans Joachim Irmler mit einer eindrucksvollen Musik- und Zeichnungsperformance im Spendhaus zu Gast.

Bei dem neuen Projekt geht es wieder um die Auseinandersetzung mit der Spendhaus-Sammlung, aber um das Thema Drucken allgemein.

Beide Künstlerinnen drucken. Traditionelle Verfahren wie Siebdruck, Holz- oder Linolschnitt verbinden sie zum Beispiel mit Monotypie, Moosgummi- und Kartoffeldruck. Dabei vermischen die beiden Künstlerinnen High und Low bis an die Schmerzgrenze. Je verpönter und besetzter eine Drucktechnik ist, desto besser. Die Wertigkeiten der unterschiedlichen Techniken werden bewusst ausgehebelt: Durch das Gegeneinandersetzen von Original und Kopie, Handzeichnung, Holzschnitt, Kartoffeldruck oder Fotokopie spielen die Künstlerinnen mit einer permanenten Auf- und Entwertung der einzelnen Einheiten und dem Status der grafischen Elemente.

Nicht weniger wichtig als die fertige räumlich-installative Arbeit ist der gemeinsame Weg dorthin. Monika Nuber und Katrin Ströbel arbeiten prozesshaft und dialogisch, sie geben Konzept und Zufall gleichermaßen Raum, stellen Gelungenes neben Gepfuschtes, Original neben Kopie, ohne dass dies zur Masche oder zum Manierismus wird.

Für die Ausstellung im Spendhaus werden die Künstlerinnen drei Stockwerke bespielen. Dabei werden Arbeiten aus der Museumssammlung und Eigenes kombiniert und in Beziehung gesetzt. Jede der drei Etagen des Hauses ist einem eigenen Thema gewidmet: „Wilde, Kartoffeln“, dann „Herz & Finsternis“ und schließlich „Haut : Zelt“. Dabei nehmen diese Themenpaare nicht nur auf bestimmte Drucktechniken Bezug, sondern öffnen ein Panoptikum aus Exotismus und Pflanzenkunde, Architektur und Körper, Ornament und Okkultismus, Kolonialgeschichte und Heimatbegriffen.

Das Projekt wird in einer Publikation dokumentiert, die während der Ausstellung erscheint.

Eröffnung: Freitag, 24. Juni, 19 Uhr

Ausstellung im Städtischen Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen vom 25. Juni bis 25. September 2016.

Öffnungszeiten des Kunstmuseums:
Dienstag-Samstag 11-17 Uhr, Donnerstag 11-19 Uhr, Sonntag/Feiertag 11-18 Uhr
Montag geschlossen.

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Redakteur / Urheber

Stadt Reutlingen

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