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Olaf Metzel - Mir ist das schwarze Quadrat lieber als die rote Fahne
Jerg-Ratgeb-Preis 2018

5. Mai bis 8. Juli 2018

Ausstellungsplakat - Olaf MetzelOlaf Metzel zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern der Gegenwart. In seinen Arbeiten, ob nun für den öffentlichen Raum oder für Ausstellungssituationen entstanden, legt er stets den Finger in die Wunden latenter gesellschaftlicher Konflikte. Sein künstlerisches Material sind dabei meist unspektakuläre Fundstücke und Werkstoffe aus Alltags- und Massenkultur. Seine Materialwahl, seine teilweise recht gewaltsamen bildhauerischen Eingriffe – es wird zerstört oder doch heftig verformt –, aber vor allem die inhaltliche Zuspitzung, die seinen Werken eigen ist, sorgen immer wieder für Irritation. Vor allem seine frühen Arbeiten, etwa „Stammheim“ (1984) für den Lichthof des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart oder „13.4.1981“ (1987) für den „Skulpturenboulevard“ in Berlin wurden äußerst kontrovers diskutiert. Aber auch heute noch lösen manche Arbeiten des Künstlers ablehnende, ja sogar aggressive Reaktionen aus.

Diese Formen der Rezeption sind für Olaf Metzel allerdings Bestandteil seines künstlerischen Tuns. Dabei werden die bis ins Detail sehr bewusste formale Umsetzung, die seinen Werken eigen ist, oder deren Bezüge zur Kunstgeschichte häufig übersehen. Gleichwohl ist es gerade die gelassene Selbstverständlichkeit, mit der Olaf Metzel in seinen Arbeiten seine künstlerischen Statements zu gesellschaftlichen Entwicklungen mit formalästhetischen Anliegen eindrucksvoll in Einklang bringt, die sein Schaffen auszeichnet.
In der Ausstellung „Mir ist das schwarze Quadrat lieber als die rote Fahne“, mit der das Städtische Kunstmuseum Spendhaus die Preisverleihung begleitet, werden einige ikonische Werke von Olaf Metzel durch Modelle und Skizzen vorgestellt. Daneben sind auch exemplarische ältere und neuere raumgreifende Arbeiten des Künstlers zu sehen.

Über die Vergabe des Preises entschied wie immer ein mit renommierten Experten besetztes Preisgericht, das Ende Juni zusammentrat. Mitglieder des Preisgerichts waren in diesem Jahr Prof. Henning Kürschner, Potsdam, Prof. Marc Lammert, Berlin, Prof. Tilman Osterwold, Stuttgart, Jutta Penndorf, Altenburg, Prof. Dr. Heinz Spielmann, Hamburg, Prof. Bettina van Haaren, Dortmund und als Vertreter der HAP Grieshaber Stiftung Herbert Eichhorn, Reutlingen.

Der ursprünglich von HAP Grieshaber zusammen mit Rolf Szymanski gestiftete Preis wird seit 1987 von der HAP Grieshaber Stiftung vergeben. Die bisherigen Preisträger waren Emil Schumacher, Wilhelm Loth, Carlfriedrich Claus, Armando, Walter Stöhrer, Lucian Freud, Hartwig Ebersbach, Josua Reichert und zuletzt 2014 Joannis Avramidis.

Der Preis ist mit 20.000 € dotiert. Mit der Preisverleihung ist immer eine Ausstellung des Preisträgers im Städtischen Kunstmuseum Spendhaus mit begleitender Publikation verbunden.

Zur Ausstellung mit Olaf Metzel erscheint im Snoeck Verlag eine begleitende Publikation mit einem Text von Tilman Osterwold (ca. 160 Seiten, Preis in der Ausstellung 24 Euro).

Presserundgang mit dem Künstler: Freitag, 4. Mai, 11 Uhr
Eröffnung: Freitag, 4. Mai, 19 Uhr

Ausstellung im Städtischen Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen vom 5. Mai bis 8. Juli 2018

Öffnungszeiten des Kunstmuseums:
Dienstag-Samstag 11-17 Uhr, Donnerstag 11-19 Uhr, Sonntag/Feiertag 11-18 Uhr
Montag geschlossen.

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Redakteur / Urheber

Stadt Reutlingen

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