Ausschnitt aus der Pax Publica

Newsletter November


Institution, Arena, Verdichtungsraum, Baustelle
 
Prof. Dr. Ewald Frie, Tübingen, spricht am Dienstag, 6. November um 20:00 Uhr in der Volkshochschule über die Bedeutung der Städte während der Novemberrevolution und in der Weimarer Republik.
 
Am Anfang der Weimarer Republik stand eine von Stadt zu Stadt eilende Revolution, die weder in Berlin begann noch dort endete. Grund genug, die Kommunen als Fundament der Weimarer Demokratie einmal genauer in den Blick zu nehmen. Warum und wie wurde der revolutionäre Impuls aufgenommen? Was wurde aus lokalen Revolutionen und Revolutionären, nachdem die Republik installiert war? Wo liegt Reutlingen im Gesamtbild der Kommunen während der langen 1920er Jahre?
 
Ewald Frie ist seit 2008 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen. Er arbeitet u. a. zur Geschichte deutscher Regionen im 18., 19. und 20. Jahrhundert. Zu seinen Publikationen zählen: „Die Geschichte der Welt. Neu erzählt“; „Das Schokoladenproblem. Die Verfassung von Nordrhein-Westfalen, jungen Menschen erzählt“ sowie „Das Deutsche Kaiserreich“.
 

  Novemberrevolution
 
 
Für die Fahrt nach Buttenhausen sind noch Anmeldungen willkommen
 
Aus Anlass des 100. Jahrestages der Beendigung des Ersten Weltkriegs am 11. November 1918 führt diese Halbtagesfahrt Freitag, 23. November 2018 zu der 2004 vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg eingerichteten Erinnerungsstätte Matthias Erzberger an dessen Geburtsort Buttenhausen. Erstmals wurde das Haus im Jahr 1927 als Erinnerungsort für diesen „Märtyrer für die Republik“ durch das Reutlinger Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold mit einer eindrucksvollen Veranstaltung in den Mittelpunkt gerückt. Das Gebäude steht so auch für eine regionale Demokratiegeschichte. Das Museum im einst jüdischen Viertel unweit des Synagogenplatzes zeichnet heute das bewegte Leben des katholischen Zentrumspolitikers nach und würdigt seine stupende Leistung in Parlament und Regierung.
 
Wir treffen uns um 14.00 Uhr direkt an der Erinnerungsstätte in der Mühlsteige 21 in Münsingen-Buttenhausen. Parkmöglichkeiten gibt es u. a. bei der BruderhausDiakonie in der Wasserstetter Straße. Anmeldung werden bei der Geschäftsstelle des Geschichtsvereins erbeten. Die Anfahrt ist mit Privat-PKW vorgesehen. Wenn Sie eine Mitfahrgelegenheit suchen, teilen Sie dies bitte bei der Anmeldung mit.
 
Nach dem Gang durch die Ausstellung ist ein gemütlicher Abschluss in einem Gasthof möglich, Rückkehr ca. 19.00 Uhr.
 
Eintritt und Teilnahmegebühr: 5,- Euro.
 
 
Jahresmitgliederversammlung 2018
 
Die in diesem Jahr mit den turnusgemäßen Wahlen verbundene Mitgliederversammlung des Geschichtsvereins findet am Mittwoch, 28. November um 19:00 Uhr in der Gaststätte „Rebstöckle“ (Gartenstraße 37) statt.
 
Die Vereinsmitglieder werden postalisch eingeladen, Wünsche zur Tagesordnung werden an die Geschäftsstelle erbeten.
 
 
Weitere Veranstaltungen
 
80 Jahre Reichspogromnacht. Gedenkstunde mit der Zeitzeugin Ruth Michel (geb. Rosenstock) und Schülern der Theodor-Heuss-Schule
 
Da in diesem Jahr der 9. November auf einen Freitag fällt, findet die von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Reutlingen und jeweils einer Reutlinger Schule vorbereiteten Gedenkstunde in der Marienkirche bereits am Donnerstag, 8. November statt, Beginn ist wie üblich um 18:30 Uhr.
 
In der diesjährigen Gedenkstunde wird Ruth Michel, eine noch lebende Zeitzeugin, von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten berichten. Ihren jüdischen Vater haben die Nazis Ende 1941 umgebracht. Sie selbst konnte als polnische Hilfsarbeiterin getarnt in Königsberg überleben.
 
Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Schule haben sich unter dem Motto "Mit dem Erinnern an gestern das Morgen gestalten“ mit dem Thema beschäftigt und werden aus dem damaligen Schulgeschehen in Zitaten vortragen, was sie zum Nationalsozialismus und zum Antisemitismus in dieser Zeit in Erfahrung gebracht haben. Der gemeinsame Gang zur Gedenktafel für die in der Shoa ermordeten Reutlinger Juden wird die Gedenkstunde wieder abschließen.
 
 
Städtische Gedenkveranstaltung zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands 1918

 
Am Sonntag, 11. November wird um 13.00 Uhr mit einer Kranzniederlegung durch Bürgermeister Robert Hahn der Beendigung des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren gedacht. Die Veranstaltung beim Denkmal für die Opfer von Krieg und Gewalt auf dem städtischen Friedhof Unter den Linden ist öffentlich.
 
Am selben Tag finden auch in den französischen und englischen Partnerstädten Zeremonien mit Reutlinger Beteiligung statt.
 
 
100 Jahre Frauenwahlrecht
 
Eine Reihe von Veranstaltungen in Reutlingen widmet sich der Einführung des Frauenwahlrechts im Jahr 1918.
 
Am Montag, 12. November lädt um 14:30 Uhr der Katholische Frauenbund (Zweigstelle Reutlingen) zum Vortrag und Diskussion ein:
 
Damenwahl – der lange Weg zum Frauenwahlrecht
 
Referentin ist Brigitte Zirngibl aus Reutlingen-Gönningen, Ort: Augustin-Bea-Haus (Sankt-Wolfgang-Straße 12).
 
Am Dienstag, 30. November bietet die Kontaktstelle Neckar-Alb frau und beruf in der Volkshochschule (Spendhausstraße, Hans-Haußmann-Saal) eine Filmvorführung mit Ausstellungseröffnung und anschließender Gesprächsrunde unter dem Titel
 
100 Jahre Frauenwahlrecht. Frauenwahlrecht hier und anderswo
 
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird erbeten unter den Nummer 07121/336-165.
 
Schließlich laden das Kreisarchiv Reutlingen und die Gleichstellungsbeauftragte des Kreis am 3. Dezember um 18:30 Uhr zu einem Vortragsabend
 
100 Jahre Frauenwahlrecht - Wege zur Gleichberechtigung
 
mit anschließender Podiumsdiskussion im Landratsamt Reutlingen (Großer Sitzungssaal, Bismarcktstraße 47) ein. Die Referentinnen und ihre Themen:
 
Kerstin Hopfensitz:
Ende der Kostümierung! – 100 Jahre Frauenwahlrecht
 
Hildegunde Haist-Huber:
Laura Schradin
 
Dr. Mascha Riepl-Schmidt:
Das Wahlrecht für die Frauen und die Folgen
 


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