Ausschnitt aus der Pax Publica

Newsletter April 2019


Zusammen mit dem Ortskuratorium Neckar-Alb der Deutschen Stiftung Denkmalschutz laden wir zu unserem Vortrag                                                                                                                                                                   
                                                                                                                                                                                                                                              
Die Reutlinger Christuskirche von 1935/36 und ihr Architekt Hannes Mayer                                                                                                                                                                                                                          
am Dienstag, 9. April 2019 um 20:00 Uhr in die Volkshochschule ein.                                                                                                                                                                                                                                     Christuskirche
 
Die Kunsthistorikerin Bärbel Schwager durchleuchtet Planung, Entstehung und die städtebauliche Bedeutung der Christuskirche, eines der wenigen erhaltenen öffentlich zugänglichen Gebäude aus der Zeit des Nationalsozialismus in Reutlingen.
 
Die anwachsende evangelische Bevölkerung Reutlingens erforderte damals einen Neubau mit über 1000 Sitzplätzen. Trotz knapper Kasse setzte die Kirchengemeinde mit dem Vorhaben ein bekenntnistreues Zeichen.
 
Frau Schwager geht überdies der Frage nach, wie der Stuttgarter Regierungsbaumeister Hannes Mayer (1896–1992) diese Aufgabe realisierte und wie das Ergebnis in das übrige Schaffen des Architekten einzuordnen ist. Dazu werden Querverweise zur kirchlichen Bautätigkeit in Württemberg vor dem Zweiten Weltkrieg angeboten. Städtebaulich markiert die Christuskirche einen betrachtenswerten neuen Akzent innerhalb der Tübinger Vorstadt.
 
Dem Thema kommt eine besondere Aktualität zu, da derzeitige Überlegungen zu einem „diakonischem Zentrum“ an der Christuskirche auch die städtebauliche Erscheinungsform beeinflussen könnten.
 
Die Referentin dieses Abends ist Kunsthistorikerin und arbeitete als Inventarisatorin in der Denkmalpflege. In Reutlingen hat sie sich vor allem mit Beiträgen zur Baugeschichte der Fa. Ulrich Gminder eingebracht.
 
 
 
Ausstellungseröffnung
 
Ab dem 7. April 2019 ist im Heimatmuseum Reutlingen die neue Sonderausstellung
 
Die Hochzeit. Das Fest.
Traditionen und Trends

 
zu sehen. Die Ausstellung zeigt, wie sich das Hochzeitsfest vom 19. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart entwickelt hat. Rund um die Eheschließung entwickelte sich eine Vielzahl festlicher Zeremonien und Rituale. Objekte aus dem Museumsbestand und von privaten Leihgebern machen die unterschiedlichen Facetten dieses „schönsten Tages“ anschaulich. Außerdem erzählen Experten vom Standesbeamten bis hin zur Brautmodenverkäuferin, wie sich die Hochzeit im Lauf ihrer Berufstätigkeit gewandelt hat.
 
Öffnungszeiten:
 
Dienstag – Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr, Donnerstag bis 19.00 Uhr
Sonntag 11.00 – 18.00 Uhr
Karfreitag geschlossen
Eintritt: 2,00 Euro (ermäßigt 1,00 Euro).
 
 
 
Impulsvortrag zur keltischen Geschichte im deutschen Südwesten
 
Im derzeitigen Halbjahresprogramm liegt ein Schwerpunkt der Ausfahrten bei den Orten keltischer Geschichte. Zu der Eintagesexkursion am 6. Juli mit unserem Ausschussmitglied Dr. Frieder Klein findet vorbereitend am Montag, 6. Mai um 15:00 Uhr ein Vortrag in der Volkshochschule statt.
 
Als Nachbarn der mediterranen Welt treten im Laufe des letzten vorchristlichen Jahrtausends die Kelten ins Licht der Geschichte. Wie stellen sich diese Kelten archäologisch dar und was kann in Südwestdeutschland als keltisch bezeichnet werden? Nachgegangen werden soll den historischen Kelten sowie der Geschichte ihrer Erforschung. Ergebnisse der archäologischen Forschung sowie Fundstellen und Funde der Region werden vorgestellt.
 
 
 
Neu aufgelegtes Faltblatt des Geschichtsvereins                                                                                                                                                                                                                                            Faltblatt
 
Eine Reihe kleinerer satzungsmäßiger und anderer Änderungen machte eine Überarbeitung unseres Infofaltblatts erforderlich, das bewährte Layout wurde beibehalten. Der jetzt zehnseitige Flyer liegt an der Geschäftsstelle und andernorts aus, kann aber jederzeit in gewünschter Stückzahl an Interessenten auch zugesandt werden. Das Faltblatt informiert nicht nur über die Vereinsziele und -aktivitäten, sondern dient auch der Mitgliederwerbung.
 
 
 
Reutlinger Geschichtsblätter 2018
 
Professor Wolf übergab Frau Oberbürgermeisterin Barbara Bosch am Schiedweckenabend als Zeichen des Danks und der Anerkennung für die vielfältige Unterstützung, die der Geschichtsverein in den vergangenen Jahren erfahren durfte, das Cover der Geschichtsblätter 2018 stellvertretend für den bald erscheinenden Band.
 
Mit der Schwerpunktsetzung Novemberrevolution 1918 und Reutlingen in Weimarer Zeit folgen wir nicht nur der Logik der Zentenarsfeiern, sondern betrachten eine Thematik, die wie nur wenige geeignet sind, politische und gesellschaftliche Umbrüche auf lokaler Ebene sichtbar werden zu lassen.
 
Inhalt:
  • Ewald Frie: Institution, Arena, Verdichtungsraum, Baustelle. Zur Bedeutung der Städte in der Weimarer Republik
  • Roland Deigendesch: Reutlingen in den Weimarer Jahren: Krisenmanagement der jungen Demokratie am Beispiel von Wohnungspolitik und kommunalem Bauen 1919–1929
  • Lukas Kuhn: „Ohne eigentliche Störung der öffentlichen Ordnung“.  Der November 1918 in Reutlingen
  • Nils Marvin Schulz: Die Reutlinger Generalstreiks des Jahres 1920 in Zeiten der sozialen Krise: Ruhe und Ordnung oder Fortsetzung der Revolution?
  • Andreas Bauer: Die ersten Wahlen in Reutlingen
  • Gabriel Johannes Pscheidt: Der Reutlinger Gemeinderat im Moment der Revolution 1918
  • Miriam Adler: Feiern zum Schutz der Republik. Die Begehung des Verfassungstages am 11. August in Reutlingen
  • Elena Müller: Demokratisches Gedenken: Die Erinnerung an Matthias Erzberger in Reutlingen
  • Jonathan Mall: Das Unglück vor der Tür und die Taube auf dem Dach – zur evangelischen Kirche in Reutlingen in der unmittelbaren Nachkriegs- und Revolutionszeit
  • Bernhard Madel: Fußmarsch, Finanzprobleme und Taktverkehr – Die Straßenbahn in Reutlingen und Umgebung 1918–1932
  • Silke Knappenberger-Jans: Hochverrat oder versuchte Abwehr der Nazis? Ein Reutlinger Kriminalfall Mitte der 1920er Jahre
  • Christopher Dowe: Unverhofft Vizekanzler in der Endphase des Ersten Weltkriegs. Der Reutlinger Ehrenbürger Friedrich von Payer (1847–1931)
  • Marco Birn: Adolf Kommerell (1866–1931). Der erste Reutlinger Landrat in einer „neu angebrochenen Zeit“
  • Wilhelm Borth: Reutlinger Reformationsgedenken im 19. Jahrhundert und die Säkularfeiern von 1917 und 1924 in ihrem zeitgeschichtlichen Zusammenhang
  • Reinhard Hirth: Johann Christoph Hermann. Auf den Spuren eines vergessenen Malers der Barockzeit aus Reutlingen
 
Die Versendung der Geschichtsblätter ist für Mai vorgesehen. Zuvor wünschen wir allen Geschichtsvereinsmitgliedern ein schönes Osterfest und viel Freude bei den Veranstaltungen des Vereins.




Geschäftsstelle des Reutlinger Geschichtsvereins
Kontakt
Tel.: 07121 / 303-2386
E-Mail: geschichtsverein@reutlingen.de


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