Ausschnitt aus der Pax Publica

Newsletter September 2019


Mitgliederversammlung
 
Die Einladungen zur Jahresmitgliederversammlung am Montag, 16. September um 19.00 Uhr in der Gaststätte „Rebstöckle“, Gartenstraße 37 (Saal im 1. OG) wurden inzwischen verschickt.
 
Die Tagesordnung sieht neben Berichten auch einen Blick auf den Beitrag des Geschichtsvereins zur Kulturnacht am 21.09. vor und zudem eine Vorschau auf weitere Veranstaltungen und Publikationen.
 
Anträge zur Tagesordnung richten Sie bitte an die Geschäftsstelle.
 
 
 
Am Dienstag, 24. September 2019, 20:00 Uhr spricht Rudolf Renz aus Metzingen über
 
Hugo Boss: Metzinger Uniformschneider im „Dritten Reich“ Hugo Boss
 
Die Modemarke „Hugo Boss“ kennt heute jeder. Weniger bekannt ist, dass Hugo Boss seine Bekleidungsfabrik in Metzingen während des „Dritten Reiches“ wohl nur deshalb vor dem Konkurs bewahren konnte, weil er 1931 in die NSDAP eintrat und fortan Braunhemden und Uniformen produzieren durfte. In den Kriegsjahren beschäftigte er Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Der Reutlinger Kreisuntersuchungsausschuss stufte ihn deshalb als „Aktivisten“ bzw. „Förderer und Nutznießer des Nationalsozialismus“ ein. In dem Vortrag wird einleitend auch auf die Grundzüge der NS-Wirtschaftspolitik und die Rolle des
Unternehmers im Nationalsozialismus eingegangen.
 
Der Referent, Regierungsschuldirektor a. D. Rudolf Renz, war Lehrer am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Metzingen, Referent für Geschichte und Gemeinschaftskunde im Oberschulamt Tübingen und bis März 2019 Erster Vorsitzender des Geschichtsvereins Metzingen. Er ist Schulbuchautor, Co-Autor der 2013 erschienenen Metzinger Stadtgeschichte und verfasste zahlreiche Beiträge zu pädagogischen und regionalgeschichtlichen Fragen.
 
 

Die Volkshochschule teilt die bei Drucklegung des Halbjahresprogramms noch nicht bekannten Preise der Ausfahrten mit:

 
Ausstellungsbesuch Mechthild von der Pfalz
in Rottenburg am Neckar

Mittwoch, 18. September
Leitung: Dr. Erwin Frauenknecht, Dr. Roland Deigendesch
Preis: 25,00 Euro zzgl. 3,- Euro Eintritt
Anmeldeschluss bei der VHS Reutlingen bis zum 11. September 2019
 
Weinberge und Geologie (Haberschlacht, Stromberg)
Termin geändert, jetzt Samstag, 26. Oktober
Leitung: Dr. Hans-Joachim Bayer
Preis: 49,00 Euro (inkl. Führungen) plus Weinprobe 9,00 Euro
Anmeldeschluss bei der VHS Reutlingen: 16. September 2019
 
Kleinodien im ehemaligen Zwiefalter Klostergebiet
Teil 5: Münsterführung und Zwiefaltendorf

Sonntag, 20. Oktober
Leitung: Kreisarchivarin i.R. Irmtraud Betz-Wischnath
Preis: 39,00 Euro (zzgl. örtliche Führungen 8,00 Euro)
Anmeldeschluss bei der VHS Reutlingen: 16. September 2019
 
Der Keltenfürst von Hochdorf
Samstag, 16. November
Leitung: Dr. Frieder Klein
Abfahrt: 8:00 Uhr Reutlingen (Rückkehr ca. 14:00 Uhr)
Preis: 39,00 Euro (inkl. Führung) plus Eintritt 4,00 Euro
Anmeldeschluss bei der VHS Reutlingen: 1. Oktober 2019
 
 

Weitere Veranstaltungen
 
Tag des offenen Denkmals am 8. September 2019

 
Das diesjährige Motto des Tags des offenen Denkmals MODERN(E): UMBRÜCHE IN ARCHITEKTUR UND KUNST schließt sich an das Bauhaus-Jubiläum an, dessen Gründung sich 2019 zum 100. Mal jährt – und damit auch des wichtigsten künstlerischen Umbruchs des 20. Jahrhunderts.
 
Viele Umbrüche führten neue Kunst- und Baustile herbei und stellen somit Zeitzeugnisse der jeweiligen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten dar. Unabhängig von Denkmalgattung, Zeit und Ort – Umbrüche sind verschiedentlich zu finden. Weit über die Klassische Moderne im frühen 20. Jahrhundert hinaus lassen sich neue und erneuernde Tendenzen in Kunst und Architektur beobachten. In nahezu jeder Epoche der Kunst-, Architektur- und Kulturgeschichte zeigen sich Umbrüche, die – in enger Verzahnung mit der Technik- und Wissenschaftsgeschichte – ein modernes Verständnis begründen.
 
Rundgänge durch die Arbeitersiedlung Gmindersdorf oder entlang der pittoresken Stadtmauerhäuser, in den Wandelhallen und dem Industriemagazin oder im Achalmbad, aber auch historische Gebäude und Kirchen, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, stehen allen an Geschichte und Kultur Interessierten offen: das Gartentor, der Große Sitzungssaal des Landratsamts oder die Marienkirche.
 
Der Geschichtsverein beteiligt sich an der Station Oberamteistraße. Ein Stand informiert über baugeschichtliche Untersuchungen und den aktuellen Stand der Sanierung. Von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr wird dazu im Garten des Heimatmuseums eine Posterausstellung zu sehen sein, um 14:30 Uhr gibt es einen Bericht von Geschichtsverein und Kulturamt. Außerdem steht das Gebäudemanagement für Fragen zur Verfügung.
 
Geschichtsvereinsmitglieder sind an weiteren Orten aktiv, so bei den ab ca. 1770 erbauten „Stadtmauerhäusern“ in der Jos-Weiß-Straße, wo Eliana Treggiari (Jos-Weiß-Straße 21) und Karl Grüner (Jos-Weiß-Straße 25) zu zwei Spaziergängen einladen und über ihre Sanierung berichten. Zudem gibt es Führungen mit Sven Föll um 11:00 Uhr und 13:30 Uhr, Treffpunkt: Eisturm, Jos-Weiß-Straße.
 
Sven Föll bietet zudem um 15.00 Uhr einen ca. zweistündigen Rundgang durch die Gartenstadtsiedlung Orschel-Hagen an (Treffpunkt: Dresdner Platz).
 
Von 1960 bis 1970 in sieben Abschnitten erbaut, sollte Orschel-Hagen im Norden Reutlingens die Wohnungsnot, die nach dem Zweiten Weltkrieg noch immer allgegenwärtig war, lindern helfen. Auf den bis dahin brachliegenden Fluren „Orschel“ und „Hagen“ konnte eine komplette Neubausiedlung erschaffen werden, die sich an modernsten Bau- und Siedlungsgrundsätzen orientierte. Den Kern bildete ein Zentrum mit Einkaufsläden, Gastronomie, Ärzten, Banken, Post- und Polizeistation, an den sich südlich eine evangelische und eine katholische Kirche anschloss. Ursprünglich drei Schulen und mehrere Kindergärten runden die umfangreiche Infrastruktur ab. Großzügige Grünanlagen und insbesondere die konsequente Trennung von Fußwegen und Fahrstraßen geben dem Quartier seinen einzigartigen Charakter, das Platz für ca. 10.000 Bewohner bietet.
 
Ausführliche und aktuelle Informationen zum Tag des offenen Denkmals bietet eine im Rathaus ausliegende Broschüre sowie die städtische Homepage www.reutlingen.de
 
 
 
Weitere Filmvorführungen
„Campus Galli – Das Mittelalter-Experiment“

 
Programmkino „Kamino“ (Ziegelweg 1/1)
 
Wegen der großen Nachfrage zeigt das „Kamino“ den 90-minütigen Dokumentarfilm über das vielbeachtete Projekt der Experimentellen Archäologie nochmals an vier Sonntagen im September:
 
08.09. 11.30 Uhr
15.09. 16.00 Uhr
22.09. 16.00 Uhr
 
Im oberschwäbischen Messkirch wird mit dem berühmten Sankt Galler Klosterplan die älteste noch erhaltene Architekturzeichnung des Abendlandes Wirklichkeit: Rund drei Dutzend Männer und Frauen bauen auf einem entlegenen Waldgelände mit den Mitteln und Methoden des 9. Jahrhunderts eine ganze Klosterstadt – mit Wohnhäusern, Werkstätten und dem eigentlichen Kloster, zu dem auch eine mächtige, rund 70 Meter lange Abteikirche gehört. Eine gewaltige Herausforderung: Wie schlägt man Steine aus dem Fels, wie gewinnt man Eisen, wie hievt man tonnenschwere Balken auf Gerüste, wie gießt man eine Glocke? Schriftliche Quellen gibt es nur wenige. Das Projekt ist ein handwerkliches, archäologisches und auch ein menschliches Abenteuer.
 
Informationen und Kartenreservierungen: 07121/9397248.


„Viergötterstein“ der Römerzeit aus Reutlingen
 
Ein Bodenfund aus dem Vorjahr hat es auf das Titelblatt der Zeitschrift „Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg“ geschafft, die neue Ausgabe 2018 ist kürzlich erschienen.Jupitergigantsäule
 
Der auf S. 202 – 205 beschriebene „Viergötterstein“, der im Sommer 2018 bei Tiefbauarbeiten auf dem Areal der Fa. Bosch ans Tageslicht kam, entstammt dem 2./3. Jahrhundert nach Christus und gehört sicherlich in einen schon lange bekannten, vor allem nach Betzingen weisenden römischen Siedlungszusammenhang. Die Besonderheit dieses Steins, der Bestandteil einer Jupitergigantsäule gewesen sein dürfte, ist auf dem Foto zu sehen: Ein innig vereintes bärtiges Männerpaar, evtl., so vermuten die Verfasser, eine Darstellung von Herkules und Jupiter. Ein solches Doppelporträt ist anderweitig nicht überliefert.

Im selben Band ist überdies ein erster Bericht der Stadtkerngrabung in der Katharinenstraße enthalten, über die in den Geschichtsblättern noch ausführlicher berichtet werden wird. Die „Archäologischen Ausgrabungen“ erhalten Geschichtsverein und Stadtarchiv im Schriftentausch, sie können jederzeit zu den Öffnungszeiten im Lesesaal des Stadtarchivs eingesehen werden. Auch in der Stadtbibliothek ist die Zeitschrift vorhanden.
 







Geschäftsstelle des Reutlinger Geschichtsvereins
Kontakt
Tel.: 07121/303-2386
E-Mail: geschichtsverein@reutlingen.de

Stadt Reutlingen

Bleib in Kontakt!

Alles auf einen Blick

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK