Bisherige Abendstunden

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Donnerstag, 17. Dezember 2020, 18.00 Uhr
Bitte beachten Sie: Die Abendstunde entfällt wegen des aktuellen Corona-Lockdowns.
Donnerstag, 19. November 2020, 18.00 Uhr
Mit Jürgen Rösinger, Zoologischer Präparator
Donnerstag, 15. Oktober 2020, 18.00 Uhr
In unserer Abendstunde unterhalten wir uns diesmal mit Gabriele Kolompar, Geschäftsführerin der Firma Engel GmbH in Pfullingen über die Herausforderungen für eine moderne Strickfabrik.
Donnerstag, 18. Juni 2020, 18.00 Uhr
Verschoben auf 2. Hj. 2020
Donnerstag, 23. April 2020, 18.00 Uhr
Wegen Corona verschoben auf 2. Hj. 2020
Donnerstag, 19. März 2020, 18.00 Uhr
Bitte beachten Sie: Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sind vorerst sämtliche Veranstaltungen abgesagt. Nähere Informationen zum Betrieb städtischer Einrichtungen entnehmen Sie bitte den aktuellen Meldungen auf www.reutlingen.de und den regionalen Tageszeitungen. Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen, dass Sie gesund bleiben.
Donnerstag, 20. Februar 2020, 18.00 Uhr
In der Abendstunde im Heimatmuseum Reutlingen dreht sich dieses Mal alles um das Thema Färben von Stoffen. Zu Gast ist die Tübinger Färberin Bettina Král. Sie färbt ihre Stoffe mit Hilfe mittelalterlicher Rezepturen und wird von ihrer an traditioneller Handwerkskunst inspirierten Arbeit berichten.
Donnerstag, 19. Dezember 2019, 18.00 Uhr
In dieser Abendstunde stellt die wissenschaftliche Volontärin Bianca Martin unter dem Titel "Soldaten, Bambi, Puppenhaus. Spielzeug im Spiegel der Gesellschaft" ausgesuchte Objekte aus der Sammlung des Heimatmuseums vor. Die von ihr gewählten Spiele stammen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Spielzeug ist stets ein Ausdruck seiner Zeit und zeigt ein Abbild der "Erwachsenenwelt". Daher stellt sich die Frage, welche politischen und gesellschaftlichen Ereignisse wurden auch im Kinderzimmer der Zeit thematisiert?
Donnerstag, 21. November 2019, 18.00 Uhr
Dieses Jahr feiert das Bauhaus den hundertsten Geburtstag. Seit der Gründung in Weimar im Jahr 1919 hat es als Akademie einer gestalterischen Avantgarde die Ästhetik und Formensprache des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt. Dr. Boris Niclas-Tölle hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen und einen Blick in die alltagsgeschichtliche Sammlung des Heimatmuseums geworfen. An welchen Sammlungsstücken aus den 1920er Jahren lässt sich ein Einfluss des Bauhauses ablesen?
Donnerstag, 14. Oktober 2019, 18.00 Uhr
In diesem Jahr feierte der von Reutlinger Auswanderern im Kaukasus gegründete Ort Helenendorf seinen 200. Gründungstag. Der Reutlinger Kulturamtsleiter Dr. Werner Ströbele und die Kulturwissenschaftlerin Renate Föll reisten zusammen mit Nachfahren der Siedler zu den Jubiläumsfeierlichkeiten nach Aserbaidschan. In der Abendstunde im Heimatmuseum berichten sie anhand von Fotos von ihrem Aufenthalt in dem heutigen Ort.
Donnerstag, 20. September 2019, 18.00 Uhr
Wie zahlreiche andere Großstädte wurde auch Reutlingen im zweiten Weltkrieg von alliierten Bombern angegriffen. Ziel der Bomber waren die Reutlinger Rüstungsfabriken, aber auch zahlreiche zivile Gebäude in der Stadt wurden zerstört. In einer Bilderschau zeigen wir, wie es in Reultingen am Ende des Krieges aussah.
Donnerstag, 18. Juli 2019, 18.00 Uhr
Die Kunst des Gerbens ist nach heutiger Erkenntnis fast genauso alt, wie die Menschheitsgeschichte. Was in der Frühphase der menschlichen Entwicklung ihre ersten Anfänge nahm, wurde im Laufe der Zeit immerzu weiterentwickelt und perfektioniert.
Während dieser Abendstunde haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, eine Reise durch die verschiedenen Epochen anzutreten. Dabei wird nicht nur aufgezeigt, wie sich die Gerberei technisch entwickelte, sondern auch, wie sie von der Gesellschaft angenommen wurde.
Aber nicht nur die Vergangenheit soll betrachtet werden. Auch die Moderne mit ihren ganz eigenen Anforderungen, Problemen und Lösungen sollen das Bild des Gerbereihandwerks komplettieren.
Donnerstag, 27. Juni 2019, 18.00 Uhr
Diesmal geht es in unserer Abendstunde um ein Gemälde aus unserer Dauerausstellung, dessen spannende Geschichte sich nicht auf den ersten Blick erschließt: Das Paarporträt des Johannes Bantlin und seiner Gattin Christina Catharina entstand im frühen 18. Jahrhundert und zeigt ein frommes Christenpaar. Interessantes Detail: Christina war ursprünglich Osmanin, von den Reultingern wurde sie "die Türkin" genannt. Was verschlug sie nach Reutlingen und wie kam es zur Hochzeit mit Bantlin, dem Hausmeister des Siechenhauses? Die Antwort auf diese und andere Fragen gibt die Historikerin Bianca Martin M.A. mit einer Geschichte rund um Krieg und persönliche Schicksale und ein oft vergessenes Kapitel in der Geschichte der Einwanderung nach Europa. Eintritt 2,50 €.
Donnerstag, 23. Mai 2019, 18.00 Uhr
„Was trägt die Braut?“ Diese Frage beantwortet die stellv. Museumsleiterin Dr. Martina Schröder mit Bildern von historischen Brautkleidern aus den letzten 200 Jahren.
Donnerstag, 11. April 2019, 18.00 Uhr
Wir alle benutzen sie täglich – Seife. Im Handel gibt eine unüberschaubare Auswahl: ob flüssig oder am Stück, neutral oder stark parfümiert, aus Schafsmilch oder vegan, preisgünstig oder teuer. Das dahinter stehende Handwerk – der Seifensieder – ist dagegen kaum bekannt. Wie arbeiteten Seifensieder früher? Wie und wo waren sie in Reutlingen vertreten? In der Abendstunde im Heimatmuseum möchten wir aber nicht nur zurückblicken. Cornelia Görlach, eine Seifenherstellerin aus Gönningen, wird den Besucherinnen und Besuchern erzählen und zeigen, was handwerkliche Seifenherstellung heute bedeutet und wie es geht.
Donnerstag, 14. März 2019, 18.00 Uhr
In Zusammenarbeit mit der Reutlinger Frauengeschichtswerkstatt
Donnerstag, 17. Januar 2019, 18.00 Uhr
Die Lust am Experimentieren und die Freude an skurrilen Geschichten kennzeichnen das künstlerische Werk der Keramikerin Freia Kurtz. In ihrer Reutlinger Werkstatt hat sie einen, im besten Sinne, eigenen Kosmos aus Ton erschaffen. Viele Reutlinger kennen Freia Kurtz auch als Herstellerin von Gebrauchskeramik – ihre Tassen und Teller, Schüsseln und Vasen sind in vielen Haushalten zu finden. Anlässlich ihres 80. Geburtstags zeigt das Heimatmuseum in einer kleinen Ausstellung vom 8. bis 27. Januar die Vielfalt ihrer Motive hauptsächlich ihres Kunsthandwerks: Menschen und Tiere, ungewöhnliche Charaktere und existenzielle Lebensthemen.
Donnerstag, 13. Dezember 2018, 18.00 Uhr
Seit 1974 bilden die kleinen lächelnden Figuren der Firma geobra Brandstätter Alltagsleben ab. Mit ihrem unendlich kombinierbaren Zubehör zeigen die Spielwelten aber nicht nur Alltägliches, sondern auch historische und fantasievolle Szenen. So kann das Leben in einer mittelalterlichen Ritterburg nachgestellt werden, in dem auch ein feuerspuckender Drache auf dem Turm der Burg thront. PLAYMOBIL gibt Kindern viel Platz für ihre Fantasie. Aber nur den Kindern? Werden PLAYMOBIL-Figuren tatsächlich von Erwachsenen nicht mehr beachtet?
Donnerstag, 25. Oktober 2018, 18.00 Uhr (Achtung: Terminänderung - ursprünglich vorgesehen für 18.10., verschoben auf 25.10.)
Vor fünfzig Jahren brannte sich das Jahr 1968 mit Studentenprotesten, politischen Attentaten und Demonstrationen gegen den Krieg in Vietnam in das kollektive Gedächtnis ein. Bei der Betrachtung dieser Zeit stehen jedoch meistens die Ereignisse und Entwicklungen in den Metropolen im Vordergrund.
Wie spiegelten sich die Ereignisse in den Großstädten in vergleichsweise kleinen Städten wie Reutlingen wider? Lag die Stadt in einem konservativen Dornröschenschlaf oder gab es auch hier Ansätze, die bestehenden Verhältnisse umzukrempeln?
Donnerstag, 20. September 2018, 18.00 Uhr
Seit einiger Zeit werden die Gebäude der ältesten Reutlinger Häuserzeile in der Ober-amteistraße bauarchäologisch untersucht. Dabei hat sich Keller des Grundstücks Oberamteistraße 34 als äußerst interessant erwiesen: Als das so genannte „Steinerne Haus“, das stützende Eckhaus der Häuserzeile, 1972 abgerissen wurde, gelangte der Bauschutt teilweise als Füllmaterial in den Keller.
Donnerstag, 21. Juni 2018, 18.00 Uhr
Kaum jemand weiß noch, dass in Reutlingen einst Kameras gebaut wurden – und das höchst erfolgreich. Das Reutlinger Kamerawerk Dacora fertigte von 1948 bis 1971 über fünf Millionen Exemplare. Der Firmengründer Bernhard Dangelmaier war Ingenieur und brachte sich das Wissen um den Bau von Kameras selbst bei. Seine Firma in Reutlingen hatte in Spitzenzeiten mehr als 400 Beschäftigte. Zahlreiche Erfindungen und Entwicklungen im Kamerabau kamen aus dem Hause Dacora.
Donnerstag, 19. April 2018, 18:00 Uhr
Als vor rund 180 Jahren die ersten Fotografien gelangen, war es ein zentraler Schritt in die Moderne. Jahrhundertelang hatte man versucht, in Malerei und Grafik Bilder möglichst realitätsnah festzuhalten. Im 20. Jahrhundert ging es bei der technischen Entwicklung der Kameras Schlag auf Schlag: Farbfotografie, Rollfilm, Kleinbildfilm, Systemkameras mit Wechseloptik, Digitalfotografie.
Donnerstag, 15. März 2018
Das eindrucksvolle Richtschwert der ehemaligen freien Reichsstadt Reutlingen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Peinigende Strafen an Leib, Leben oder Ehre standen damals noch im Vordergrund der Strafjustiz. Eine Besserung der Straftäter erschien ausgeschlossen, weshalb die Resozialisierung eines Täters keine Rolle spielte.
Museumsleiter Dr. Werner Ströbele wird das Schwert mit seinen geheimnisumwitterten Merkmalen vorstellen und dabei auf frühere Formen des Strafvollzugs, auf die verschiedenen Richtstätten in Reutlingen und die Scharfrichter der Reichsstadt eingehen.
Freitag, 2. Februar 2018, 19.00 Uhr
Imke Müller-Hellmann nimmt ihre Lieblingskleidungsstücke und fährt los: Bangladesch, Vietnam, Portugal, Schwäbische Alb, Thüringen, China …
Sie lernt die Näherin ihrer Fleecejacke kennen, den Textilveredler von Slip Claudia und die Spinnerin des Garns ihrer Wandersocken. Sie interviewt Firmenchefs in deutschen Luxushotels und Manager auf staubigen, bengalischen Pisten, fährt an chinesischen Betriebstoren vor und bedankt sich bei den verblüfften Angestellten für ihre Lieblingsjacke.
Donnerstag, 18. Januar 2018, 18.00 Uhr
Das Heimatmuseum Reutlingen hütet einen wertvollen Schatz in seinen Sammlungen: Messgewänder mit aufwändigen Stickereien aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Anlässlich der Ausstellung „Der ,Luther Schwabens´: Matthäus Alber“ lädt das Heimat-museum Reutlingen zu einem Blick in die faszinierende Welt liturgischer Gewänder wie Kasel, Albe und Stola und ihre Bedeutung in der Reformationszeit ein.
Donnerstag, 14. Dezember 2017, 18.00 Uhr
Mit der Reformationszeit verbindet man in Reutlingen vor allem den Namen Matthäus Alber. Neben einer charismatischen theologischen Persönlichkeit war für die Durchsetzung der Reformation vor Ort aber auch ein kluger politischer Kopf nötig. Denn städtische Entscheidungsträger wie Bürgermeister, Mitglieder des Rats oder Stadtschreiber konnten den Erfolg von reformatorischen Predigern maßgeblich fördern oder auch verhindern.
Donnerstag, 16. November 2017, 18.00 Uhr
Ariane Döser war eine der besten deutschen 800-Meter-Läuferinnen der 1950er Jahre. Sie startete für den SSV Reutlingen und wurde 1956, 1957 und 1958 deutsche Meisterin über diese Strecke. Damit holte sie als erste Athletin dieser olympischen Kernsportart einen deutschen Meistertitel in die Achalmstadt.
Am Donnerstag, 19. Oktober, 18 Uhr, bitten Heimatmuseum und Geschichtsverein zu einer gemeinsamen "Abendstunde im Heimatmuseum". Unter dem Titel "1945 - Kriegsende in Reutlingen: Zeitzeuginnen erzählen" kommen Ilse Bierer, Gertraut Ernst, Marianne Stoll und Filmproduzent Gerhard Stahl zu Wort.
Donnerstag, 19.10.2017, 18.00 Uhr
Moderation: Gerhard Stahl
Donnerstag, 28. September 2017 im Industriemagazin
Ramazan Selcuk von der Fakultät Textil und Design der Hochschule Reutlingen und Dr. Boris Niclas-Tölle, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Heimatmuseum, präsentieren in dieser Abendstunde im Industriemagazin ein besonderes Schmuckstück aus der lokalen Industriegeschichte.
Donnerstag, 20. Juli 2017, 18.00 Uhr
Vor 200 Jahren erfand Karl Freiherr von Drais die Laufmaschine. Zum ersten Mal konnte der Mensch sich aus eigener Kraft auf zwei Rädern fortbewegen. Doch noch waren die Beine auf dem Boden und dienten als Antrieb.
Donnerstag, 22. Juni 2017, 18.00 Uhr
Im historischen Roman „Lichtenstein" idealisierte Wilhelm Hauff 1826 den
schicksalhaften Machtverlust und -gewinn von Herzog Ulrich von Württemberg.
Die „romantische Sage aus der württembergischen Geschichte" wurde so populär, dass u.a. der Reutlinger Verlag Fleischhauer diese als Vorlage für bunte Bilderreihen benutzte. Die Reihe „Herzog Ulrich der Verbannte" zeigt in acht Blättern Szenen aus dem Roman. Später entstand sogar ein Bauwerk – Schloss Lichtenstein – inspiriert vom Roman.
Donnerstag, 27. April 2017, 18.00 Uhr
Im April 1815 brach im heutigen Indonesien der Vulkan Tambora aus, dessen Aschewolke hoch in die Atmosphäre geschleudert wurde. Dies führte zu einer Verdunklung der Sonne und zu starken Klimaschwankungen. In Württemberg - wie in großen Teilen der Welt - war das Jahr 1816 "ein Jahr ohne Sommer". Missernten, hohe Preissteigerungen bei Lebensmitteln und eine große Hungersnot waren die Folge. Erst mit der guten Ernte im Herbst 1817 entspannte sich die Situation.
Donnerstag, 23. März 2017, 18.00 Uhr
Die Adlige Marie von Brunnow wollte den Prinzen von Preußen ermorden, dichtete Verse auf den gewaltsamen Umsturz und verliebte sich in einen literarischen Bohemien – Hermann Kurz. Sie verbot ihrer Tochter die Hausarbeit und kehrte nach dem Tod ihres Manns einem Land den Rücken, das nicht mehr das ihre war.

Donnerstag, 16. Februar 2017, 18.00 Uhr
Die noch sonnenwarme Stimmung eines Herbstnachmittags mit der Achalm als Blickpunkt fing der Reutlinger Künstler Wilhelm Kehrer (1892-1960) ebenso gekonnt ein wie die durch Bombenschäden zerstörte Reutlinger Gartenstraße am 1. März 1945.
Donnerstag, 15. Dezember, 18.00 Uhr
Cherubime, Seraphime, Erzengel, Schutzengel, Kinderengel, Amoretten, Rauschgoldengel – es gibt viele Engeltypen und viele Engelgeschichten. Kennen Sie die Geschichte von Jakobs Kampf mit dem Engel, von Jakobs Traum von der Himmelsleiter, von Tobias und dem Erzengel Raphael oder vom Erzengel Michael? Oder wissen Sie, was im Märchen „Der Engel“ von Hans Christian Andersen erzählt wird? Es gibt Spannendes aus der Welt der himmlischen Wesen zu entdecken, von mittelalterlichen Engel-Hierarchien über Raffaels schelmische Putten hin zu Rauschgoldengeln der 1950er Jahre. Dr. Martina Schröder, stellv. Museumsleiterin, nimmt Sie mit auf eine kunst- und kulturgeschichtliche Bilderreise durch die Welt der Engel.
Donnerstag, 17. November 2016, 18.00 Uhr
Wenige Firmen haben Reutlingen so nachhaltig geprägt wie die Textilfirma Ulrich Gminder. Auch Jahrzehnte nach dem Verkauf an die Firma Bosch im Jahr 1964, der den Niedergang der Textilindustrie in der Region einläutete, bleibt die Firma durch ihr architektonisches Erbe wie zum Beispiel der sogenannte Türmlesbau in der Tübinger Straße im Reutlinger Stadtbild präsent. Dank einer vom Heimatmuseum neu erworbenen Sammlung von Fotografien aus der Zeit zwischen 1949 und 1964 ist es nun möglich, einen genaueren Blick in die Fabrikgebäude selbst zu werfen. Wie sahen die Maschinen aus, an denen das berühmte Gminder-Halblinnen gewoben wurde? Wie kann man sich die Arbeit in den Websälen, Strickereien, Werkstätten und Lagern vorstellen?
Dr. Boris Niclas-Tölle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Reutlinger Industriemagazin, nimmt Sie mit auf eine fotografische Entdeckungstour durch die Produktionshallen der Firma Ulrich Gminder auf dem Scheitelpunkt der Reutlinger Textilproduktion.
Donnerstag, 20. Oktober, 18.00 Uhr
Von den kunstvollen Arbeiten der Reutlinger Goldschmiede für die Zünfte oder das wohlhabende Bürgertum im 16. und 17. Jahrhundert ist nur weniges erhalten geblieben. Vor allem in den unruhigen Zeiten des Dreißigjährigen Krieges wurden Gold- und Silberobjekte eingezogen, eingeschmolzen oder gingen verloren. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass das Heimatmuseum Reutlingen in diesem Jahr einen silbernen, teilweise vergoldeten Becherpokal erwerben konnte, der um 1630 vom Goldschmied Christoph Gretzinger geschaffen wurde. Der Pokal war ein Geschenk von sangesfreudigen Reutlinger Bürgern an den Hauptprediger der Marienkirche Christoph Ensslin. Dieser engagierte sich sehr für die Kirchenmusik in der Reichsstadt. Die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Martina Schröder stellt dieses außergewöhnliche Kunstobjekt und seine interessante Besitzergeschichte in dieser Abendstunde vor.
Donnerstag, 28. Juli, 18.00 Uhr
Bereits vor 3000 Jahren war die Welt von der Ostsee bis zur Levante stark vernetzt. Kennzeichnendes Element waren auch damals unter anderem Waffen. Besonders ein Schwerttyp wurde zum globalen Erfolgsmodell, das Funktionalität mit Prestige verband. Welche überraschende Rolle hier Reutlingen zukommt, werden Sie an diesem Abend von der Archäologin und Kennerin der archäologischen Sammlung des Heimatmuseums, Dr. Dorothee Ade aus Rottenburg, erfahren.
Donnerstag, 21. April 2016, 18.00 Uhr
Was hat eine deutsch-österreichische Vereinsfahne mit dem Gmindersdorf zu tun? Als sich der Textilbetrieb Gminder um 1900 ausweitete, mussten neue Arbeiter angeworben werden. Schon damals war der Unternehmer Ulrich Gminder auf Arbeitskräfte aus Böhmen, Mähren, Bayern, Italien und auch aus Österreich angewiesen.
Donnerstag, 10. März 2016, 18.00 Uhr
Welcher Reutlinger kennt es nicht – das Gartentor an der früheren Befestigungsanlage! Es ist eines unter vielen Toren und Türmen der ehemaligen Reichsstadt, die unterschiedliche Funktionen erfüllten. Darunter wurden sie auch als Gefängnis genützt, in denen Betrüger, Diebe und angebliche Hexen auf ihre Verhandlung warteten.
Donnerstag, 18.2.2016, 18.00 Uhr
Als Auftakt zur Ausstellung "125 Jahre IG Metall Reutlingen-Tübingen", die im Juni eröffnet wird, widmet sich die Abendstunde des Heimatmuseums Zeitzeugen der IG Metall. Schon seit dem 19. Jahrhundert ist die Industriestadt Reutlingen von metallverarbeitenden Betrieben geprägt. Gegen Ende des Jahrhunderts gründete sich aus der starken Interessensvertretung der Arbeiter der Metallarbeiterverband, aus dem 1949 die IG Metall hervorging.
Die beiden Zeitzeugen Gert Bauer und Ernst Blinzinger berichten von den Erfahrungen ihrer Gewerkschaftsarbeit, beispielsweise im Umgang mit dem Streikrecht. Zudem fordert das Heimatmuseum weitere Zeitzeugen auf, eigene Erinnerungsstücke an die Gewerkschaftsarbeit mitzubringen. Moderation: Thomas Wrobel B.A.
Donnerstag, 17. Dezember 2015, 18.00 Uhr
Vor 70 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Auch in Reutlingen hatte die Bevölkerung unter den Auswirkungen des Krieges zu leiden – normaler Alltag war nicht mehr möglich. Zwei Reutlinger Zeitzeugen, Friedrich Fischle und Gerhard Klaß, erzählen in der Abendstunde im Heimatmuseum von ihren Erinnerungen.
Donnerstag, 19. November 2015, 18.00 Uhr
Dr. Martin Widmann führt ein in die Geschichte der Reutlinger Armen- und Krankenversorgung.
Donnerstag, 15. Oktober 2015, 18.00 Uhr
Kaum ein anderes, zentral gelegenes Gelände in Reutlingen veränderte im Laufe des 20. Jahrhunderts so grundlegend sein Aussehen wie das Bruderhausgelände an der Echaz. Standen um 1900 hier zahlreiche Fabriken und Häuser des Gustav Werner’schen Bruderhauses, ist das Gelände heute u.a. Standort der modernen Stadthalle. Nur das „Krankenhäusle“ ist hier von der alten Bruderhaus-Bebauung geblieben.
Donnerstag, 16. Juli 2015, 18.00 Uhr
In dieser Abendstunde wird an eine der großen Textilfirmen Reutlingens erinnert: an den Olympiaausstatter Büsing. Bis in die 1970er Jahre hinein war das Unternehmen ein führender Hersteller von Sport-, Schwimm- und Babybekleidung.
Donnerstag, 21. Mai 2015, 18.00 Uhr
Die Sammlung des Heimatmuseums beherbergt zahlreiche archäologische Funde aus Reutlingen und der Region. Dr. Dorothee Ade, Archäologin aus Rottenburg, stellt in der Abendstunde die Highlights vor.
Donnerstag, 19. März 2015, 18.00 Uhr
In dieser Abendstunde steht ein außergewöhnliches Gemälde von Wolfgang Zeller im Mittelpunkt. Das Bild einer ehemaligen Brauerei an der Lindachstraße entstand 1934 und zeigt das Gebäude in der Nacht. Zugleich geben die abgebildeten Personen Rätsel auf.
Donnerstag, 19. Februar 2015, 18.00 Uhr
Im Rahmen dieser Abendstunde wird Susanne Zolling vom Archiv der BruderhausDiakonie einen Einblick über die Entwicklung des Bruderhaus-Geländes in Reutlingen geben.
Donnerstag, 04. Dezember 2014, 18.00 Uhr
Sie ist eine der ältesten Kindertagesstätten in Reutlingen und seit 1915 durchgehend geöffnet: die Kita Gmindersdorf. 2015 feiert die traditionsreiche Einrichtung ihr 100-jähriges Bestehen. In Vorausschau auf dieses Jubiläum ist die außerhäusliche Kinderbetreuung Thema der Abendstunde am Donnerstag.
Donnerstag, 20. November 2014, 18.00 Uhr
Der Anästhesist Dr. Martin Widmann widmet sich in dieser Abendstunde einem spannenden Thema passend zur Ausstellung "Ärzte, Bader und Barbiere. Medizinische Versorgung zwischen Mittelalter und Moderne": Der Analgesie und Anästhesie in der Zeit um 1500. Wie wurden Schmerzen gelindert und vor allem bei Operationen bekämpft? Welche Arnzneimittel standen damals zur Verfügung? Der Vortrag gibt auf anschauliche Weise einen Einblick in die medizinische Praxis des ausgehenden Mittelalters.
Eintritt: 2,50 €
Donnerstag, 16. Oktober 2014, 20.00 Uhr
Das Reutlinger Heimatmuseum hat selbst eine bewegte Vergangenheit. Der Leiter des Museums, Dr. Werner Ströbele, wird bei einem Vortrag in Kooperation mit dem Reutlinger Geschichtsverein die Entwicklung dieser altehrwürdigen Einrichtung beleuchten.
Donnerstag, 18. September 2014, 18.00 Uhr
Vor 225 Jahren wurde der berühmte Reutlinger Publizist und Eisenbahnpionier Friedrich List geboren. Über sein Leben, seine Ideen und Werke ist viel bekannt. Seine Familie bleibt dagegen meist im Schatten. Durch die häufigen Wohnortwechsel Lists war er oft von seiner Familie getrennt, so dass seine Frau und seine Kinder alleine den Alltag meistern mussten. Der bekannte List-Kenner Prof. Dr. Eugen Wendler wird in der Abendstunde einen Blick auf die Familie Lists werfen: seine Ehefrau Karoline und die Kinder Emilie, Oskar, Elise und Karoline. Lebenswege, Begabungen und Schicksale der einzelnen Familienmitglieder stehen dabei im Mittelpunkt. Aber auch ein aufschlussreicher Blick auf Lists Auffassungen zu den Themen Familie und Frauen soll nicht zu kurz kommen. Eintritt: 2,50 €.
17. Juli 2014, 19.00 Uhr
Passend zur aktuellen Sonderausstellung "Walter Kleinfeldt. Fotos von der Front 1915-1918" lädt das Heimatmuseum am Donnerstag, dem 17. Juli 2014, um 19 Uhr zu einer szenischen Lesung mit der Tübinger Künstlerin Dietmute Zlomke ein.
10. Juli 2014, 19.00 Uhr
Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges veranstaltete der Württembergische Kriegerbund seinen 22. Bundestag in Reutlingen. Höhepunkt dieser Großveranstaltung war der Besuch des württembergischen Königs Wilhelm II. Was dieser Besuch mit dem Pferd im 3. Stock des Heimatmuseums zu tun hat stellt Inka Brandt M.A. in dieser Abendstunde vor.
22. Mai 2014, 18.00 Uhr
Im Reutlinger Industriemagazin in der Eberhardstraße 14 finden sich manche Schätze - so auch eine Stechuhr aus den 1920er Jahren.
Für viele Arbeitnehmer ist heute immer noch die erste Tätigkeit bei Arbeitsbeginn und die letzte vor dem Feierabend das "Stempeln" an der Stechuhr. Die Anfänge dieser Kontrolle der Beschäftigten und deren genauer Arbeitszeit führen zurück in die Zeit, als die Fabrikarbeit das Leben in Arbeit und Freizeit trennte. Mit Hilfe eines "Anwesenheits-Kontrollapparats" sollten die Beschäftigten für die neue Zeiteinteilung diszipliniert werden. Solch ein Kontrollinstrument steht in dieser Abendstunde im Industriemagazin (Eberhardstraße 14) im Mittelpunkt.
10. April 2014, 18.00 Uhr
Immer wieder lädt das Heimatmuseum in seine Abendstunde Gäste ein, die als Zeitzeugen von persönlichen Lebensschicksalen oder bestimmten Ereignissen erzählen. Dieses Jahr feiert die Firma Bosch das 50-jährige Jubiläum des Standorts Reutlingen. Aus diesem Anlass berichten zwei "Boschler" von ihren Tätigkeiten in Bereichen, die man nicht als erstes mit der Firma in Verbindung bringt: die Werkfeuerwehr und der Unternehmensschutz.
20. Februar 2014, 18.00 Uhr
Delia Scheffer M.A. vom Landesmuseum Württemberg in Stuttgart stellt in dieser Abendstunde zwei Scheibenbüchsen aus dem Bestand des Heimatmuseums vor. Beide Waffen stammen aus dem 18. Jahrhundert und beeindruckend durch die handwerkliche Kunst ihrer Hersteller und die technischen Raffinessen ihrer Zündvorrichtungen. Sie wurden im 19. Jahrhundert mit Perkussionsschlössern ausgerüstet und dadurch auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.
16. Januar 2014, 18.00 Uhr
Zum Abschluss Jubiläumsjahres anlässlich des 200. Geburtstags des Reutlinger Schriftstellers Hermann Kurz steht bei dieser Abendstunde des die Familie seiner Mutter mit einem besonderen Objekt im Mittelpunkt. Der Reutlinger Kaufmann Gottlieb David Kurtz hatte eine Tübingerin geheiratet: Christiane Barbara Schramm, eine Tochter des umtriebigen Tübinger Universitätsbuchdruckers Wilhelm Heinrich Schramm.
19. Dezember 2013, 18.00 Uhr
Im Mittelpunkt der Abendstunde steht ein Reitbär der Giengener Firma Steiff. Die Kulturwissenschaftlerin Inka Brandt M.A. stellt die Besonderheiten der großen Steiff-Reittiere vor: Produktionsgeschichte, Bereifung, Lenkung usw. Der Bär kam 1968 auf den Markt und wurde lange von Kindern im Kinderhort Gmindersdorf benutzt. Die Frage nach der Kindheit in Reutlingen in dieser Zeit wird deshalb in der Abendstunde ebenfalls thematisiert.
14. November 2013, 18.00 Uhr
Immer wieder lädt das Heimatmuseum in seine Abendstunde Gäste ein, die als Zeitzeugen von persönlichen Lebensschicksalen oder bestimmten Ereignissen erzählen. Im kommenden Jahr feiert die Firma Bosch das 50-jährige Jubiläum des Standorts Reutlingen.
12. September 2013, 20.00 Uhr
Zusammen mit dem Reutlinger Geschichtsverein veranstaltet das Heimatmuseum eine Abendstunde zum Thema „Der Fotograf als Zeitzeuge“. Der Kulturwissenschaftler und Journalist Wolfgang Alber befragt den Meisterfotografen Manfred Grohe über Reutlingen in der Zeit des Wirtschaftswunders und über seine Pressefotos von lokal-, kommunal- und bundespolitischen Ereignissen.
18. Juli 2013, 18.00 Uhr
Am 21. September 1848 trat der Reutlinger "Arbeiter-Verein" erstmals öffentlich in Erscheinung. Seine Fahne befindet sich heute in der Sammlung des Heimatmuseums und steht im Mittelpunkt dieser Abendstunde. Die Kulturwissenschaftlerin Inka Brandt M.A. wird die Symbolik der Fahne erklären und die Gründe erläutern, die zur Gründung des Vereins in der aufregenden Revolutionszeit 1848 führten. Die Abendstunde zeichnet den Weg des Arbeiter-Vereins von seiner Gründung 1848, über seine Auflösung 1849 bis zur Gründung des Arbeiter-Bildungs-Vereins 1863 nach.
20. Juni 2013, 18.00 Uhr
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderten zahlreiche Erfindungen die Arbeit der Schreiber und Sekretäre grundlegend: Schreibmaschine, Telefon und Rechenmaschinen führten zu einer Rationalisierung der Bürotätigkeit und zur Ausbildung neuer Berufe.
16. Mai 2013, 18.00 Uhr
In der Abendstunde im Industriemagazin (Eberhardtstr. 14) wird eines der ältesten Stücke der Sammlung vorgestellt. An dem hölzernen Leinenwebstuhl aus dem 18. Jahrhundert wird die Geschichte der Textilherstellung erlebbar, als Kleidungsstücke noch nicht maschinell in Fabriken, sondern von Hand gefertigt wurden. Die Kulturwissenschaftlerin Marisse Hausser M.A. wird Wissenswertes rund um das Weben erläutern und von den Mühen der Weber erzählen, die mit der Herstellung von Leinengewebe lange Zeit ihrer mageres Auskommen sicherten.
18. April 2013, 18.00 Uhr
Passend zur aktuellen Sonderausstellung des Heimatmuseums zur dreht sich in dieser Abendstunde alles um das Thema Haare. Vorgestellt werden drei Teile – Kamm, Lockenschere und Haarbürste – eines kunstvoll gearbeiteten Frisiersets aus der Zeit um 1920, das aus einem Reutlinger Haushalt stammt. Zudem gibt die Abendstunde Einblicke in die Haarpflege und Frisurenmode zu jener Zeit, als der kurz geschnittene „Bubikopf“ und (dauer-)gewellte Haare in Mode kamen.
21. März 2013, 18.00 Uhr
Eine Zimmertoilette aus der Nachkriegszeit steht im Mittelpunkt dieser Abendstunde. Sie vermittelt anschaulich Aspekte der häuslichen Krankenpflege in dieser Zeit.
21. Februar 2013, 18.00 Uhr
Im November 2012 widmete sich erstmals eine Abendstunde im Heimatmuseum dem komplexen und schwierigen Thema der Kriegsgefangenschaft im 2. Weltkrieg. Zeitzeugen berichteten über ihre Erfahrungen. Dies soll in der Abendstunde im Februar 2013 fortgesetzt werden.
17. Januar 2013, 18.00 Uhr
Die Abendstunde im Heimatmuseum am Donnerstag, 17. Januar, um 18.00 Uhr präsentiert die 1783 gegossene Hausglocke der Familie Kurtz und „läutet“ damit das Hermann-Kurz-Jubiläumsjahr zum 200. Geburtstag des Dichters ein.
Neuer Termin: 09. November 2012, 18.00 Uhr
Kriegsgefangenschaft – ein Schicksal, das Millionen Menschen im Zweiten Weltkrieg erlitten. Die Umstände, unter denen die Männer und Frauen in Gefangenschaft gerieten, waren sehr unterschiedlich – ebenso die Haftbedingungen. Die Abendstunde „Dinge von Kriegsgefangenen. Zeitzeugen berichten“ möchte sich diesem komplexen und schwierigen Thema aus unterschiedlichen Perspektiven nähern.
13. September 2012, 18.00 Uhr
Das Kinderporträt der Elisabetha Salomea Rosina Wucherer steht bei dieser Abendstunde im Mittelpunkt. Es zeigt sie im Alter von knapp anderthalb Jahren im Juli 1807. In dem Vortrag wird erzählt wer sie war und aus welcher alteingesessenen Familie sie stammte. Die Besucher erfahren etwas über die Maltechnik des Künstlers und den historischen Kontext der Zeit, in der das Gemälde entstanden ist.
19. Juli 2012, 18.00 Uhr
In der Sammlung des Heimatmuseums befinden sich drei Schützenscheiben aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurden in den Jahren 1841, 1862 und 1878 gestiftet und beschossen. Ihre Motive könnten unterschiedlicher kaum sein: Wappen, ein deutscher Michel und eine Jagdszene. Die Abendstunde versucht die Bedeutung der Motive zu klären und erläuter darüber hinaus die kulturellen und historischen Hintergründe des Scheibenschießens.
Seit über 100 Jahren entwickelt die Reutlinger Firma WAFIOS Maschinen für Draht- und Rohrverarbeitung. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte 1883 mit einer Handflechtmaschine für Zäune. Draht erscheint im Alltag oft unauffällig, ist aber heutzutage unentbehrlich. Vom Kleiderbügel bis zum ausfaltbaren Sonnensegel für Raumstationen - Draht ist immer dabei. Die Drahtrichtmaschine im Industriemagazin aus dem Jahre 1956 war dafür zuständig, gerade und präzise Draht und Metallstäbe zu richten und abzuschneiden. Diese wurden speziell für Gitterroste, Elektroden oder Spielzeugachsen benötigt. Im Rahmen einer Abendstunde führt Anke Bächtiger in die Firmengeschichte ein. Hermann Teufel, ehemaliger Mitarbeiter bei WAFIOS und heute ehrenamtlich im Industriemagazin tätig, erklärt und zeigt das Funktionsprinzip der Maschine.
Nur drei Jahre lang existierte die Firma "Walba Fahrzeugbau" in Reutlingen. Der Walba-Motorroller „Kurier“ steht im Mittelpunkt der Abendstunde. Sein Design, die Firmengeschichte und eine Reise nach Italien und Frankreich, die mit dem Roller unternommen wurde, spiegeln die Zeit der frühen 1950er Jahre wieder.
19. Januar 2012
Ein rosafarbenes, mit Glitzerfäden und Pailletten verziertes Kleid aus den 1950er Jahren und ein bunt besticktes Sommerkleid aus den 1970ern stehen in dieser Abendstunde im Mittelpunkt.
Das Buch erzählt nicht nur für Kinder lustige Geschichten vom Storchenbrunnen, Tränsuschen oder von einer Schlittenfahrt, sondern es enthält auch für Erwachsene interessante kulturgeschichtliche Episoden. Außerdem berichtet das Buch auch Alltagsgeschichten aus der Zeit des Ersten Weltkrieg: am Kriegsweihnachtsfest 1917 lag es für ein kleines Mädchen auf dem Gabentisch. Die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Martina Schröder wird das Kleinod der Reutlinger Verlagsgeschichte vorstellen.
Meist wird der Name Ludwig Ditzinger mit seinem Kupferstich von Reutlingen aus dem Jahre 1620 in Verbindung gebracht. Dabei hat er auch andere kunstfertige Gegenstände geschaffen. In der Dauerausstellung des Heimatmuseums ist ein silberner Deckelpokal von ihm zu bewundern. In dieser Abendstunde stellt die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Martina Schröder den Deckelpokal und die Person Ludwig Ditzingers vor.
Helga Widmann aus Reutlingen erläutert in diesem Vortrag im Rahmen der Ausstellung "Logenleben in Reutlingen" die Entwicklung der Freimaurerinnen nach 1945.
Es ist wenig bekannt, dass Friedrich List Mitglied der Freimaurer war. Ein Schurz der Freimaurer aus seiner Loge im amerikanischen Reading befindet sich in der Sammlung des Heimatmuseums. Prof. Dr. Lothar Stitz aus Tübingen wird anhand des Schurzes über die Freimaurer und Friedrich List als Teil dieses Bundes berichten.
In dieser Abendstunde steht die Sichel im Mittelpunkt. Normalerweise ist die Sichel ein Arbeitsgerät. Sie kann aber auch zeremonielles Objekt sein. Im Rahmen der Ausstellung "Logenleben in Reutlingen" führt Ralf Kindermann in die Bedeutung der Sichel bei den Mitgliedern der Druiden-Logen ein.
Im Mittelpunkt dieser Abendstunde steht ein auf den ersten Blick eher unscheinbares Objekt: ein hölzerner Druckstock für Spielkarten. Die Kulturwissenschaftlerin Marisse Hausser M.A. hat aber rund um den Druckstock einiges entdeckt: Welche Karten wurden mit seiner Hilfe gedruckt? Wann und wo wurde mit ihnen gespielt? Wie entwickelte sich das Kartenspiel überhaupt? Und wie kam der Druckstock nach Reutlingen? Diese und andere Fragen wird sie in der Abendstunde beantworten.
Kurt Adolf knüpft mit dieser Abendstunde inhaltlich an seinen Vortrag vom Januar diesen Jahres an. Ging es im Januar noch eher allgemein um Papier und Papierherstellung, stehen nun die Reutlinger Firmen im Mittelpunkt, die für die Papierindustrie Metallsiebe und andere Maschinen hergestellt haben. Durch die Erfindung der endlosen Papiermaschine wuchs der Bedarf an Metallsieb stetig. Christian Wandel gründete schon 1842 die erste Metalltuchfabrik, Hermann Wagner folgte 1849. Durch Zusammenschlüsse gab es 1909 vier Hersteller in Reutlingen. Bis zum ersten Weltkrieg entwickelte sich Reutlingen zum führenden Produktionsstandort von Metallsieben in ganz Europa.
An diesem Abend werden Damenhüte aus dem Bestand des Heimatmuseums vorgestellt. Ein Großteil stammt aus dem im 20. Jahrhundert beliebten Reutlinger Damenhutgeschäft "Martin Reiber".
im Industriemagazin, Eberhardstr. 14
Im Rahmen der Abendstunde im Industriemagazin wird der älteste mechanische Webstuhl der Reutlinger Industriesammlung vorgestellt. Der "Oberschläger" der Firma Rüti wurde 1905 gebaut und ist nach seiner Restaurierung wieder voll funktionstüchtig.
mit Eva Bissinger, M.A.
Bereits wenige Jahre nachdem Walt Disney die Figur der "Mickey Mouse" im Jahr 1928 erfunden hatte, schmückte sie Teller und Tassen für Kinder. Die Historkierin Eva Bissinger M.A. stellt an diesem Abend das Kindergeschirr einer Reutlinger Familie aus den 1930er Jahren vor.
Die Abendstunde beleuchtet die Geschichte des Reutlinger Strickwarengeschäftes von Karl Döttinger. Seine gestrickten Münzbeutel waren überregional bekannt und wurden bis ins europäische Ausland exportiert. Verschiedene Exemplare der beliebten Geldbeutel sind im Besitz des Heimatmuseums und werden an diesem Abend vorgestellt.
mit Dr. med. Martin Widmann, Wankheim
Der Arzt und Medizinhistoriker Dr. med. Martin Widmann stellt Schröpfinstrumente vergangener Jahrhunderte vor und erläutert Idee, Handhabung und Wirkung des Blutlassens.
mit Kurt Adolf, Reutlingen
Kurt Adolf erläutert die Kunst des Papiermachens. Der bebilderte Vortrag beginnt bei der Erfindung des Papiers und zeichnet die Geschichte der Papierherstellung bis zur industriellen Fertigung nach. Auch die Entwicklung in Reutlingen wird ausführlich behandelt.
Früher wirtschaftlich genutzt - heute teilweise unter die Erde verbannt. Die Echaz spielte in den vergangenen Jahrhunderten eine wichtige Rolle in Reutlingen. Gerber und Metzger, Mühlen und Maschinen nutzten das Wasser.
"Spare in der Zeit, so hast du in der Not". Ob im klassischen Sparschwein, im Strumpf oder in einer Büchse - Geld für Notzeiten wurde schon seit Jahrhunderten zurückgelegt.
Bevor es Beamer, Overheadflien und kopierte Faltblätter gab, illustrierten Lehrer ihren Unterricht mit farbigen Schulwandtafeln. Geschichtliche Ereignisse, gesellschaftliche Themen aber auch Märchen wurden so den Schülern anschaulich nahegebracht.
Wer in Reutlingen einen Frevel begangen hatte, wurde ins Prangerkorsett gestellt. Vorbeilaufenden Bürger durften den Missetäter verspotten, bespucken oder mit fauligen Tomaten bewerfen...
Weihnachtsschmuck aus der DDR.
Häufig schickten Ostdeutsche handwerkliche Kunst aus dem Erzgebirge zu Weihnachten an die Verwandten in den Westen. Im Gegenzug gab es Kaffee, Schokolade und Seife für die Lieben im Osten.
Johanne Jakob und Magdalene Gayler
Eine Methode an Geld zu kommen, ist bekanntlich reich zu heiraten. Ein gelungenes Beispiel einer solchen Ehe wird in der Abendstunde am 20.5. vorgestellt.
zum 120-jährigen Gründungsjubiläum der Maschinenfabrik Gustav Wagner
Im Jahre 1890 begann die Produktion der Maschinenfabrik Gustav Wagner in einer halbabgebrannten Spinnerei am Rande des Schieferbuckels.
eine besondere Lampe und eine Kaffeemaschine
Heute leben in Reutlingen Menschen aus mehr als 130 Nationen. Auch Robert Babiak und Thi Kim Lan Nguyen kommen ursprünglich aus anderen Ländern: aus Rumänien und aus Vietnam. Beide haben 2009 am Projekt „Migrationsgeschichte“ teilgenommen, das die lokale Zuwanderungsgeschichte erforschte. Welche Schicksale stehen hinter dem Entschluss, die Geburtsheimat zu verlassen?
Eine Geldwaage von 1757
Heute bezahlen wir in 22 europäischen Staaten mit der gleichen Währung: dem Euro. Vor 250 Jahren gab es dagegen eine fast unüberschaubare Anzahl unterschiedlicher Währungen. Dukaten, Batzen, Gulden, Karoliner, Pistolen, Kreuzer, Pfennige und Heller kursierten und mussten gewechselt werden.
Donnerstag, 21.01.2010, 18:00 Uhr
Abendstunde im Museum
15.10.2009
Im Rahmenprogramm zur Ausstellung „Wo Daimler Maybach traf. Gustav Werners christliche Fabriken“ lässt die Reutlinger Frauengeschichtswerkstatt in dieser Abendstunde im Heimatmuseum Frauen aus der Anfangszeit des Bruderhauses zu Wort kommen.
Reutlingen vor 150 Jahren
Die Abendstunde erläutert anhand ausgewählter Originaldokumente die Vorbereitungen und die Streckenplanung für den Anschluss Reutlingens an die Eisenbahn.
Das Chemisenkleid der Margarethe Rehm, 1818
Die Abendstunde stellt das originale hauchdünne Chemisenkleid aus feinem Battist der Reutlingerin Margarethe Rehm vor.
Als Erinnerung an die große Reutlinger Pfingstversammlung im Jahr 1849 stellt die Historikerin Eva Bissinger die Uniform der Bürgerwehr vor. Die Reutlinger Bürgerwehr hatte sich zu Zeiten der 1848er Revolution in Reutlingen formiert.
Die Kulturwissenschaftlerin Susanne Zolling, M.A. stellt Bildnis und Leben des berühmten Reutlinger Kaufmanns J. A. Memminger (1767-1799) vor.
"Gewänder des Heils. Reutlinger Messkaseln der vorreformatorischen Zeit" - zu diesem Thema wird Wolfgang Urban, der Konservator des Diözesanmuseums in Rottenburg am Donnerstag, den 19.3.09, um 19 Uhr im Heimatmuseum sprechen.
HAP Grieshaber muss die Sammlung des Reutlinger Heimatmuseums gut gekannt haben. Zwei besondere Objekte wählte er als Motiv für einen Holzschnitt aus: eine Eiserne Teufelsmaske und den Abguss eines Reichsadlers aus der Marienkirche. Dr. Werner Ströbele, Museums- und Kulturamtsleiter, wird an diesem Abend die besondere Beziehung von Grieshaber zu den Schätzen des Heimatmuseums beleuchten.
Spieße, Hellebarden und andere Stangenwaffen sind aus Filmen, von der Schweizer Garde des Vatikans oder aus dem Museum bekannt. In der Dauerausstellung des Heimatmuseums sind unterschiedliche Exemplare dieser Waffengattung aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu sehen.
mit Bäckermeister Hans Wucherer und Dr. Werner Ströbele
Das Bäckerhandwerk und das Backen spielten in Reutlingen immer eine große Rolle. Am Donnerstag, den 18.12.08, um 19 Uhr, geben der Leiter des Heimatmuseums, Dr. Werner Ströbele, und der Bäckermeister Hans Wucherer einen Einblick in Historisches und Praktisches zum Thema Backen.
"Spinne(n) am Morgen, bringt Kummer und Sorgen" - lautet der erste Teil des oft fälschlicherweise zitierten Sprichworts. Warum das Spinnen am Morgen leidvoll und am Abend erquickend und labend war, erklärte die Kunsthistorikerin Anke Bächtiger M.A. in der Abendstunde im Heimatmuseum am Donnerstag, den 13. November, um 18 Uhr.
Die einst überregional bekannten Reutlinger Bruderhausfabriken - Maschinenfabrik und Möbelfabrik - waren am Donnerstag, den 18. September, um 18 Uhr in der "Abendstunde" des Heimatmuseums das Thema. Ihre Produkte, Papiermaschinen und Kanaldeckel, Polstermöbel und Büroeinrichtungen, waren wegen ihrer Qualität und guten Verarbeitung hoch geschätzt und verkauften sich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein gut.
18.09.2008
Vor 120 Jahren begann in Reutlingen die Geschichte des Telefonierens. Denn im Jahr 1888 wurde die aufstrebende Industriestadt an das Telefonnetz angeschlossen. Im Gegensatz zum heutigen Handy-Zeitalter nutzten zunächst nur wenige Personen diese aufregend neue Möglichkeit, über große Distanzen hinweg Verbindung zur Welt zu halten. Im ersten Jahr besaßen nur 45 Reutlinger Teilnehmer einen Anschluss. Vor allem Firmen und Geschäfte nutzten rasch die Möglichkeit des direkten Kontaktes, mit dem sie im regen Wirtschaftsleben stets den richtigen Draht hatten.
In der "Abenstunde im Museum" am 17. Juli um 18 Uhr erinnert das Heimatmuseum an den 100. Todestag des Architekten Heinrich Dolmetsch. Der Neogotiker war als glühender Anhänger der mittelatlerlichen Baukunst von 1893 bis 1901 mit der umfassenden Restaurierung der Reutlinger Marienkirche betraut gewesen. Zahlreiche historische Fotografien dokumentieren diesen baugeschichtlich spannenden Prozess.
Pauline Rosine Wangner, geb. Finckh leitete als erste Reutlingerin eine Firma. Sechs Jahre lang stand sie von 1857 bis 1863 der von ihrem früh verstorbenen Ehemann Hermann Wangner gegründeten Metalltuchweberei vor. 1863 verkaufte sie das gesamte Anwesen an Adolph Kurtz. Diese spannende Familien- und Firmengeschichte wird am Donnerstag, den 19. Juni 2008, im Rahmen der Abenstunde im Heimtamuseum um 18 Uhr vorgestellt.
Bei dieser Abendstunde im Heimatmuseum steht der Zylinderhut im Mittelpunkt. Seit über 200 Jahren schmückt diese besondere Hutform, die ihre Aktualität bis heute nicht verloren hat, den Männerkopf. Die vielfältigen Facetten dieses Herrenhutes mit seinen unterschiedlichen gesellschaftlichen Bedeutungen stellt die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Martina Schröder vor.
Unternehmen und Firmen nutzten seit Mitte des 19.Jahrhunderts zunehmend die Möglichkeit mit Abbildungen der Fabrikgebäude auf ihren Geschäftsbriefen für ihr Unternehmen zu werben. Dabei erschienen die Gebäude durch die Perspektive und die Anordnung oft imposanter als sie es in Wirklichkeit waren. Auch die bewusste Auswahl von Schrift und Text spielt eine große Rolle in der Repräsentation.
Friedlich schlafend erscheint die gotische Figur des toten Christus aus der Marienkirche. Der Grablegungschristus zählt zu den wenigen kostbaren mittelalterlichen Skulpturen, die den Bildersturm zu Zeiten der Reformation und den Stadtbrand in Reutlingen überlebt haben. Das qualitätvolle Kunstwerk lässt erahnen, wie reich die Marienkirche im Mittelalter mit Figuren und Altären geschmückt war. Während die zweite erhaltene gotische Skulptur der Marienkirche - die Reutlinger Heimsuchungsgruppe - wissenschaftlich erforscht und überregional bekannt ist, wissen wenige Menschen um den Grablegungschristus, der sich im Heimatmuseum befindet.
In dieser Abendstunde im Heimatmuseum wird Karl Langenbacher als Grafiker vorgestellt. Der Langenbacher-Experte Christoph Dohse präsentiert ausgewählte Beispiele aus Langenbachers Schaffensbereich Werbung: Firmenlogos, Produktdesign und Verpackungsgestaltungen für Firmen aus Reutlingen und ganz Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Werbung für den ESGE Zauberstab, mit dem Langenbacher überregional Beachtung fand.
Das Totentörle - durch dieses Tor in der Stadtbefestigung führte bis 1897 der letzte Gang der Reutlinger auf dem Weg zum Friedhof "Unter den Linden". Auch der Gerbersteg oder das Gasthaus Schwanen am Marktplatz sind längst verschwunden. In der Abendstunde im Heimatmuseum geben historische Fotografien einen Einblick in Reutlingens Vergangenheit.
Am Donnerstag, den 22.11.07, um 18 Uhr, stellt Dr. Friedrich Klein, Gebietsreferent der Denkmalpflege Tübingen/ Reutlingen im Rahmen der "Abendstunde" des Heimatmuseums , ein alamannisches Fundstück vor. Es handelt sich um das Bruchstück einer aus Bronze gefertigten frühalamannischen Gürtelschnalle der Zeit um 400 n. Chr. Gefunden wurde es 1948 am südlichen Hang der Achalm. Der Fund lässt die Bedeutung der Achalm während der Völkerwanderung ahnen.
Das "Pomologische Institut" in Reutlingen war als Fachschule für Gartenbau und Obstzucht in ganz Europa bekannt. In diesem Jahr wird an den 125. Todestag des Institutsgründers Eduard Lucas (1816-1882) erinnert. Der Lucas-Experte Dr. Franz Just wird im Rahmen der Abendstunde des Heimatmuseums einen Einblick in Leben und Werk des berühmten Pomologen geben.
In der Abendstunde des Heimatmuseums am Donnerstag, den 16. August um 18 Uhr steht das Gemälde der Reutlingerin "Jakobine Steck" (1765-1851) im Mittelpunkt.
Die Kulturwissenschaftlerin Susanne Zolling spürt der interessanten Lebensgeschichte dieser Bürgersfrau nach.
In dieser Abendstunde stellt Anke Bächtiger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des neu zugründenden Industriemuseums, "gestrickte" Geschichten rund um eine Maschine und ihre Firma vor: die Links-Links-Strickmaschine von Stoll. Diese in Reutlingen erfundene Maschine revolutionierte den Textilmarkt.
Der Sommer ist da! Am Donnerstag, den 21.6.07, um 18 Uhr geht es in der Abendstunde im Heimatmuseum um das beliebte Motiv der Jahreszeiten. Im Mittelpunkt steht ein bemalter "Bauernschrank" aus dem Jahr 1767, der mit Allegorien von Frühjahr und Sommer geschmückt ist.
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts belebten „bespannte Fahrzeuge“ das Reutlinger Straßenbild. Es gab viele unterschiedliche Wagentypen und Bezeichnungen. Die Kalesche "Victoria à la Daumont" diente in breiten Kreisen vor allem in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts als beliebtes Fahrzeug für Stadtausfahrten. Seinen Namen verdankt dieser Kutschentyp der englischen Königin Viktoria sowie der Art der Anspannung ohne Kutscher und Kutschbock. Ein Detail, das die Insassen durchaus zu schätzen wussten – sie hatten nun freie Sicht auf die Geschehnisse um sie herum. Auch die Reutlinger Wagenfabrik Erhard Wendler stellte solche „Viktoriawagen“ her.
"Freundin, lebe glücklich und komme gut nach Amerika!" Mit guten Wünschen und Gedichten verabschiedeten sich Freundinnen und Bekannte von der 20-jährigen Elise Gaiser. Zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern wanderte die junge Reutlingerin in den 1830er Jahren nach Nordamerika aus. Im Jahr vor der Abreise sammelte die Tochter einer Schustersfamilie mit 17 Kindern Abschiedsgrüße, die sie in einem Stammbuchkästchen verwahrte.
Am Donnerstag, den 29.3.07, stellt die Kunsthistorikerin Dr. Helen Wanke im Rahmen der Abendstunde im Heimatmuseum um 18 Uhr den Reutlinger Grablegunschristus vor. Die gotische Skulptur gehörte bis zur Reformation zur mittelalterlichen Ausstattung der Marienkirche. Danach lagerte sie lange Jahre in einer großen Truhe verborgen auf dem Dachboden der Kirche.
Unter dem Titel "Narrenkappe und Maskenball" gibt Dr. Martina Schröder in der Abendstunde im Heimatmuseum einen heiteren Rückblick auf die Frühzeit des Reutlinger Karnevals. Auch Reutlingen wurde im 19. Jahrhundert vom karnevalistischen Treiben erfasst. In vielen Lokalen der Stadt fanden an den tollen Tagen Tanz- und Musikveranstaltungen mit Kostümierung statt.
Bis ins 20. Jahrhundert war der Tod durch niedrige Lebenserwartung und hohe Kindersterblichkeit allgegenwärtig. Im 19. Jahrhundert verlagerten sich Trauer und Andenken an die Toten zunehmend aus dem Kirchenraum in die Wohnstuben. Um den Verstorbenen nicht zu vergessen, fertigte man Gedenkbilder an, die zum Teil sehr aufwendig mit Laubsägearbeiten oder aus Menschenhaar gefertigt waren.
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