Die 1840 in Reutlingen gegründete Wagenfabrik Erhard Wendler begann 1919 mit der Herstellung von Automobilkarosserien. Den Anstoß dazu gab der talentierte Helmut Schwandner, der dafür sorgte, dass Wendler bald zu den renommierten Adressen in Deutschland gehörte.
Schon früh wurde mit Aluminiumblechen gearbeitet und auch auf dem Gebiet der Stromlinienkarosserien übernahm Wendler ab 1937 eine führende Rolle. In den frühen 50er Jahren baute Wendler dann mit meist sicherem Stilgefühl Cabriolets, Coupés und auch Kombis, einige in kleinen Serien, meist aber als Unikat nach den speziellen Wünschen von Privatkunden. Im Prototypenbau war die Firma etwa für Porsche und Gutbrod tätig.
Die Epoche individuellen Automobilbaus endete mit dem Aufkommen der selbsttragenden Karosserien. Wendler verlagerte sich danach auf Karosserieinstandsetzung und Nutzaufbauten für Lkws sowie auf gepanzerte Fahrzeuge.
Durch Insolvenz des Mutterunternehmens rutschte Wendler im Jahr 2000 in die Pleite. Unter dem Namen Pgam AG wurde der Betrieb bis zur endgültigen Schließung weitergeführt.
Hinweis:
Jede Verwertung der Fotografien ist ohne Zustimmung des Stadtarchivs Reutlingen unzulässig.