Die Stöffelburg wurde vermutlich im 12. Jahrhundert von den Edelfreien von Stöffeln als Höhenburg erbaut. Im Jahr 1300 übergaben Kuno, Albrecht und Konrad von Stöffeln ihre Burg und die Stadt Gönningen nach einem Konflikt an Graf Eberhard den Erlauchten von Württemberg. Nach seinem Tod kam die Stöffelburg in den Besitz von Graf Ulrich III. von Württemberg und dessen Schwager Rudolf von Hohenberg. Beide verglichen sich am 10.11.1329 wegen Burg Stöffeln und der Stadt Gönningen, 1339 ging die Burg ganz in württembergischen Besitz über. 1345 wurden die Güter an Ulrich Truchsess von Urach verpfändet, der auf der Burg seinen Wohnsitz nahm. Er verkaufte einen Teil der zum Besitz gehörenden Güter an die Reichsstadt Reutlingen. Nachdem Ulrichs Sohn Konrad 1372 den Rest der Pfandschaft an Württemberg zurückgab, entstanden erhebliche Auseinandersetzungen mit Reutlingen, das Ansprüche auf die Burg stellte. Die Reichsstädter bemächtigten sich 1388 im Städtekrieg Gönningens und zerstörten die Stöffelburg. Nach der Schlacht bei Döffingen (1388) wurden im folgenden Jahr die besetzten Güter an Württemberg zurückgegeben und Reutlingen verzichtete auf alle Rechte. Danach blieb die Burg dem Zerfall überlassen. Mulden und überwachsene Schutthügel sind heute die einzigen Zeugnisse dieser ehemals stattlichen Anlage.