Vorstädtische Zeit

10 000 v. Chr. bis 400 n. Chr. - Frühe Siedlungsspuren

Grabinventar der Hallstatt-Zeit aus Reutlingen-Betzingen
Foto: Grabinventar der Hallstatt-Zeit aus Reutlingen-Betzingen
Die ältesten menschlichen Siedlungsspuren im Bereich des heutigen Stadtgebiets stammen aus dem Spätpaläolithikum (Reutlingen-Mittelstadt). Danach gibt es erst wieder Grabfunde aus der Bronzezeit in Gönningen. Aus der Hallstatt-Zeit gibt es mehrere Fundstellen, meist Grabhügel (Betzingen, Rommelsbach, Ohmenhausen).

5. - 7. Jh. n. Chr. - Alemannische Landnahme

Vermutlich ab 4./5. Jh. Gründung mehrerer alemannischer Teilsiedlungen auf Reutlinger Gemarkung; wohl bedeutendste Siedlung beim heutigen Friedhof unter den Linden und der ehemaligen Pfarrkirche St. Peter in den Weiden. Auch der Ortsname Reutlingen mit der charakteristischen Endsilbe "-ingen" weist auf die alemannische Landnahme hin.

Um 1030 - Bau der Burg Achalm

Die Burg Achalm auf einem Stich des L. Ditzinger, 1620 (Ausschnitt)
Foto: Die Burg Achalm auf einem Stich des L. Ditzinger 1620
Graf Egino beginnt um 1030 mit dem Bau einer Höhenburg auf der Achalm, die sein Bruder, Graf Rudolf, fertig stellt. Die Achalmgrafen sterben bereits 1098 im Mannesstamm aus, doch behält die Burg über Jahrhunderte hinweg aufgrund der mit ihr verbundenen Herrschaftsrechte für Reutlingen eine wichtige Bedeutung.

1089/90 - Erstnennung im Bempflinger Vertrag

Bempflinger Vertrag (Ausschnitt) in der Zwiefalter Chronik (um 1136)
Foto: Bempflinger Vertrag (Ausschnitt) in der Zwiefalter Chronik (um 1136)
Erste schriftliche Nennung Reutlingens im sogenannten Bempflinger Vertrag, einem Erbvergleich zwischen den Achalmgrafen Kuno und Liutold, den Stiftern des Klosters Zwiefalten, und ihrem Neffen Graf Werner von Grüningen. Als Zeuge urkundet ein "Ruodolfus de Rutelingin". Der Bempflinger Vertrag wird auf 1089/90 datiert.
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