Impressionen aus Reutlingen
Gesundleben
Frau
Rahel Rose
Gleichstellungsbeauftragte
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Zimmer 102, 1. Obergeschoss

Auskunft erteilt Ihnen:

Frau Rahel Rose
Gleichstellungsbeauftragte


Öffnungszeiten Amt 55 Rahel Rose

Dienstag:
9:30 Uhr - 12:00 Uhr
Mittwoch:
9:30 Uhr - 12:00 Uhr und
14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Donnerstag:
9:30 Uhr - 12:00 Uhr

Gesund leben

Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren körperlich-organischen Voraussetzungen und sozialen Prägungen. Sie unterscheiden sich in gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen, bei der Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen und in ihrer Wahrnehmung, Bewertung und Kommunikation über Krankheit und Gesundheit. Um gesund zu leben, Gesundheit zu erhalten und zu fördern und Krankheit zu vermeiden, müssen stets die individuellen und gesellschaftlichen Lebensrealitäten von Frauen, Diversen und Männern berücksichtigt werden. Gesundheit ist beeinflusst durch vielfältige Faktoren wie den Zugang zu bezahlter Arbeit und der Gesundheitsvorsorge, den Schutz vor Gewalt sowie die strukturellen Voraussetzungen im Bereich Mobilität und Kinderbetreuung. Gesellschaftliche Strukturen und Geschlechterstereotype wirken somit auch auf die Wahrnehmung von Gesundheit und Krankheit.

So erleiden Frauen durchschnittlich zehn Jahre später als Männer einen Herzinfarkt und sterben gleichzeitig häufiger daran, weil Infarkte zu spät erkannt werden. Dies liegt vor allem daran, dass die Symptome eines Herzinfarktes bei Frauen andere sind, als die der Männer.

Während von Männern vom klassisch stechenden Schmerz im Brustbereich, der in andere Körperteile wie Arme und Beine ausstrahlt, berichtet wird, beschreiben Frauen den Schmerz oft als Druck- und Engegefühl im Brustbereich. Erkenntnisse wie diese sind der Gender Medizin (Geschlechtermedizin) zu verdanken. Die Gender Medizin basiert auf den Forschungen zu Frauengesundheit und wirkt der Diskriminierung von Frauen und Männern im Gesundheitsbereich entgegen. So werden bspw. Medikamente nicht mehr nur für Männer getestet und produziert, sondern auch die körperlichen Bedingungen von Frauen und ihrer körperlichen Voraussetzung (kleinere Körpergröße, weniger Gewicht, andere Proportionen etc.) werden vermehrt berücksichtigt – auch wenn dies noch weiter differenziert werden muss.  

Kommunen können deshalb geschlechtsspezifische Analysen zu Gesundheit und Krankheit vorantreiben und konkrete geschlechtsspezifische Maßnahmen für mehr Gesundheit fördern.

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