Streckennetz der Regionalstadtbahn

Übersicht über das Streckennetz
Strecken und Kosten

Streckenlänge: 190 km
Streckenneubau: 44 km
Elektrifizierung: 166 km

Gesamtkosten: 900 Mio. Euro
Strecke RT-Kleinengstingen: 112 Mio. Euro
Gomaringer Spange: 85 Mio. Euro

Förderziel: 80% finanziert von Land und Bund

Projektpartner:
Landkreis Reutlingen, Landkreis Tübingen, Landkreis Zollernalb,  Stadt Reutlingen, Stadt Tübingen, Regionalverband Neckar-Alb
RSB_RT

Im und um das Gebiet der Stadt Reutlingen werden zwei ­Strecken neu gebaut oder wiederbelebt:

- Die Innenstadtstrecke verläuft auf Teilen der früheren „Honauer Bahn“ über Pfullingen nach Kleinengstingen.

- Teile der „Gönninger Bahn“, die über Ohmenhausen und Gomaringen den Anschluss an die Zollern­albbahn nach Albstadt schaffen soll. Der neue Streckenabschnitt wird „Gomaringer Spange“ genannt.

Auskunft erteilt Ihnen:

Herr
Sven Ledwoch
Sachbearbeiter
07121 / 303-5655
07121 / 303-2281
E-Mail senden / anzeigen
3. Stock

Linienführung "Gomaringer Spange"

Regional-Stadtbahn Neckar-Alb

Was ist eine Regional-Stadtbahn?

Sie verbindet zwei Konzepte: das einer leistungsfähigen innerstädtischen Straßenbahn mit dem einer S-Bahn.
Auf der Strecke der Deutschen Bahn verkehren Regional-Stadtbahnen als vollwertige Eisenbahnen. Im Stadtgebiet hingegen fahren die Bahnen im fließenden Kfz-Verkehr und müssen die Voraussetzungen von Straßenbahnen erfüllen. Die Vorteile des sogenannten Zweisystem-Betriebs liegen auf der Hand: Durch Ergänzung und Neubau von Stationen können Fahrgäste noch einfacher zusteigen – und fahren schnell und komfortabel direkt in die Innenstädte.

Die erste Regional-Stadtbahn fuhr 1986 in Karlsruhe und Umgebung. Ihr Erfolg war groß: Die Fahrgastzahlen ­verfünffachten sich nach kurzer Zeit. Das „Karlsruher Modell“ wurde zum internationalen Vorzeigekonzept und in ­Dutzenden Städten in Deutschland, aber auch weltweit ­eingeführt.

Erste Ideen zur Umsetzung einer Regional-Stadtbahn in Reutlingen und Tübingen entstanden in den 1990er Jahren. Bis sich die vielen an der Planung beteiligten Akteure gefunden hatte vergingen einige Jahre. 2003 konnte der Öffentlichkeit eine Machbarkeitsstudie mit positivem Ergebnis präsentiert werden. 2011 folgte die „Standardisierte Bewertung“, die von nun an als Grundlage für die weitere Planung dient.

Das Streckennetz

Das 190 km lange Netz der Regional-Stadtbahn ist nicht auf einmal umsetzbar. Planung und Bau erfolgen deshalb stufenweise. Es ist in drei Teilnetze untergliedert.

Umsetzungsstufen

Neben der Gesamtgliederung in drei Teilnetze sind in Reutlingen folgende Abschnitte wichtig:

Modul 1

Das Modul 1 umfasst den Korridor von Bad Urach nach Herrenberg. Dafür werden die Nebenbahnen Metzingen – Bad Urach (Ermstalbahn) und Tübingen – Herrenberg (Ammertalbahn) elektrifiziert und auf den dichteren Zugtakt vorbereitet.Multimodalität
In Reutlingen sind dabei in den Bereichen Bösmannsäcker und Storlach zwei neue Haltepunkte geplant. Zur optimalen Verknüpfung der Verkehrsträger werden die neuen sowie die bestehenden Haltepunkte "RT-Betzingen", RT-West" und "RT-Sondelfingen" zu Mobilitätsschwerpunkten ausgebaut. Um diese zu realisieren hat die Stadt Reutlingen zur Umfeldgestaltung der bestehenden und geplanten Haltepunkte Bebauungsplanverfahren aufgestellt. Beispielhaft ist der Haltepunkt "RT-Betzingen" vorgestellt. Hier treffen nicht nur Bus und Bahn ­aufeinander, sie sind auch barrierefrei zu Fuß zu erreichen. Neben Fahrradparken bieten die Mobilitätsschwerpunkte weitere Services rund ums Rad. Falls doch einmal ein Auto ­benötigt wird,  stehen Carsharing Stationen zur ­Verfügung.

Beispiel Umfeldgestaltung Haltepunkte Betzingen

Die Gomaringer Spange

Für Ohmenhausen und die Gemeinden in Richtung der Schwäbischen Alb werden sich die Fahrzeiten und Anbindung nach Reutlingen deutlich verbessern: Auf dem Abschnitt Reutlingen - Ohmenhausen werden die Züge in der Hauptverkehrszeit sogar alle 15 Minuten verkehren. Hierfür hat die Stadt Reutlingen eine verkehrlich-städtebauliche Voruntersuchung zur Linienführung durchgeführt.


Die Innenstadtstrecke

Die standardisierte Bewertung des Projekts sieht eine Befahrung von Garten- und ­Albstraße vor. Die zentrale Lage der Trasse ermöglicht eine gute Erschließung von Innenstadt und Oststadt. Die Einführung der Regional-Stadtbahn erlaubt überdies eine städtebauliche Aufwertung des Straßenraums. Der weitere Streckenverlauf ist auf Teilen der früheren "Honauer Bahn" über Pfullingen nach Kleinengstingen geplant. Wie sich die Regional-Stadtbahn ins Stadtbild eingliedern könnte, können Sie in folgendem Video erfahren:



Wo stehen wir jetzt?

Für das Modul 1 ist die Entwurfs- und Genehmigungsplanung zu größten Teilen abgeschlossen. Für  den Planfeststellungsabschnitt der Neckar-Alb Bahn in Reutlingen wird eine Einrichtung der Planfeststellungsunterlagen bei der entsprechenden Prüfstelle für Anfang 2016 erwartet. Das Projekt hat bis zum Baubeginn allerdings noch einige Schritte zu durchlaufen:

Planungsstufen


Informationsabend zur Regional-Stadtbahn

Am 12.01.2016 veranstaltete die Stadtverwaltung Reutlingen im Spitalhofsaal eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung, bei der die Planungen der Regional-Stadtbahn für Reutlingen vorgestellt wurden.

Regional-Stadtbahn Gartenstraße und in Ohmenhausen (Fotomontage)

  • Gartenstraße
  • Montage RSB

Stadt Reutlingen

Bleib in Kontakt!

Querbeet

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK