Fußverkehrs-Check

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Fussverkehrs-Check

Was ist der Fußverkehrs-Check?

Die Stadt Reutlingen hat an dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt teilgenommen, bei dem 15 Kommunen in der Fußverkehrs­förderung unterstützt wurden. Beim Fußverkehrs-Check diskutierten Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung gemeinsam die Situation für Fußgänger. Vor Ort wurden Schwach­stellen ermittelt und mögliche Lösungsansätze entwickelt. Die fachliche Begleitung und Moderation übernahm das Büro Planersocietät aus Dortmund.

Wieso ein Fußverkehrs-Check?

Etwa ein Viertel der Wege in Baden-Württemberg wird zu Fuß zurückgelegt. Trotz der hohen Bedeutung des Fußverkehrs sind die Bedingungen für Fußgänger oftmals nicht zufriedenstellend.
Der Fußverkehrs-Check sollte dazu beitragen, die Belange der Fußgänger stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Die Ergebnisse des Projektes können dabei helfen, die Fußwege noch attraktiver zu machen.


Wie läuft der Fußverkehrs-Check ab?Schaubild Ablauf Fußverkehrs-Check

In Phase 1 fand am 21.09.2015 ein Auftaktworkshop statt. Es wurde Wissenswertes zum Fußverkehr und zum Fußverkehrs-Check erläutert.
Die Phase 2 beinhaltete eine Begehung am 14./27.10.2015 eines ausgewählten Bereichs in zwei Teilnehmer­gruppen. Hierbei wurden gemeinsam die Stärken und Schwächen der Situation für Fußgänger vor Ort bewertet. Erste Maßnahmen­vor­schläge konnten entwickelt werden.
In Phase 3 bereitete das Fach­büro die Daten aus den Be­gehungen auf und stellte mög­liche Maßnahmen zusammen.
Phase 4 umfasste einen Abschlussworkshop am 23.11.2015mit den Teilnehmern und der Öffentlich­keit. Ergebnisse, Empfehlungen und Maß­nahmen­vorschläge wurden diskutiert.

Welche Strecke wurde begangen?

Thema der Begehung war die Attraktivitätssteigerung vorhandener Fußwege sowie eine qualitätvolle und sichere Verbindung des ausgewählten Bereichs – insbesondere über die Bundesstraße B 312– mit den sie umgebenden Quartieren und Nutzungs­schwer­punkten.
Es wurde der Bereich zwischenFussverkehrs-Check  Begehungsstrecke dem Lindach-Knoten entlang der B 312 über den Bürgerpark bis hin zur Bahnunterführung zwischen dem Gustav-Werner-Platz und der Tübinger Straße begangen.
Sowohl die Jury, welche die für die Landesförderung in Frage kommenden Städte auswählte, als auch das vom Ministerium für Verkehr und Infratruktur beauftragte Fachbüro, Planersocietät aus Dortmund, haben eine Begehung in diesem Bereich empfohlen.
Die Begehungen dauerten jeweils maximal 2,5 Stunden hatten eine Teilnehmerzahl von maximal 25 Personen. Insgesamt konnten somit bis zu 50 Personen an den drei Terminen des Fußverkehrs-Checks teilnehmen.

Abschließende Empfehlungen:

Die Ergebnisse des Fußverkehrs-Checks wurden vom Fachbüro in einem Bericht zusammengefasst.
(Siehe: Zum Herunterladen)


Was macht eine fußgängerfreundliche Stadt oder Gemeinde aus?

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur formuliert das so:

  • Sichere Wege sowie einfache Querungen von Hauptverkehrsstraßen durch Ampeln mit geringen Wartezeiten oder Zebrastreifen
  • Ausreichend dimensionierte und durchgängig nutzbare Flächen für den Fußverkehr sowie Schutz der Flächen vor Hindernissen (z. B. parkende Autos, Mülltonnen, „Kundenstopper“)
  • Eine hohe Aufenthaltsqualität und qualitätsvolle Gestaltung des öffentlichen Straßenraums
  • Möglichkeiten zum Verweilen und für Begegnung und Spiel anbieten wie Sitzgelegenheiten, Plätze, Spielflächen, schattenspendende Bäume, öffentliche Toiletten und ähnliches
  • Barrierefreiheit und ein Design für alle Verkehrsteilnehmer wie beispielsweise Bodenindikatoren für Sehbehinderte, deutliche Kontraste, Vermeidung Stufen oder Kanten für mobilitätseingeschränkte Menschen
  • Trennung vom Radverkehr und somit die Vermeidung von Konflikten
  • Pflege und Unterhaltung der Fußverkehrsflächen
  • Nahversorgung und Nutzungsmischung – auch im ländlichen Raum. Ziele müssen fußläufig erreichbar sein
  • Verknüpfung der Verkehrsmittel – so muss zum Beispiel die nächste Haltestelle des öffentlichen Verkehrs für alle gut erreichbar und gut frequentiert sein
  • Gute Orientierung durch Beschilderung und Wegweisungssystem für Fußgänger sowie Fußverkehrsstadtpläne
  • Politik und Verwaltung nehmen den Fußverkehr als wichtigen Verkehrsträger ernst und fördern ihn entsprechend – auch durch personelle und finanzielle Ausstattung
(Link zur Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur)
Quelle Fotos: Planersocietät, Dortmund

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