Weniger CO2 und weniger Emmissionen

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Bereich: Grünflächen und Umwelt

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Umgebungslärm

Die Belastung durch Lärm ist für viele Menschen eines der wichtigsten Umweltprobleme. In Deutschland fühlen sich 60 Prozent der Menschen insbesondere durch Verkehrslärm gestört.

Daher besteht Handlungsbedarf, Maßnahmen zum Lärmschutz zu ergreifen. Im Jahr 2002 hat die Europäische Union (EU) mit der Umgebungslärmrichtlinie (2002/49/EG) ein Konzept verabschiedet, die Lärmbelastung der Bevölkerung nach einem EU-weit einheitlichen Verfahren zu ermitteln und darzustellen. Die EU hat ihre Mitgliedstaaten verpflichtet, strategische Lärmkarten zu erstellen, die Öffentlichkeit zu beteiligen und einen Lärmaktionsplan aufzustellen.

Die Stadt Reutlingen hat die Lärmkarten für den relevanten Verkehrlärm erstellen lassen. Alle Reutlinger Bürgerinnen und Bürger wie auch die Träger öffentlicher Belange hatten die Möglichkeit, sich aktiv an der Lärmaktionsplanung zu beteiligen. Die Anregungen wurden vom städtischen Amt für Straßen, Umwelt und Verkehr gesammelt. Die Verwaltung setzt sich mit den Anregungen und Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger auseinander und prüft, ob diese in den Lärmaktionsplan einfließen können.

Insbesonder ist es wichtig, die Lärmaktionsplanung im Zusammenwirken mit anderen Planungen wie Bauleitpläne, Regionalpläne, Verkehrspläne, Luftreinhaltepläne zu sehen. Durch einen gesamtplanerischen Lösungsansatz könne viele lärmbedingte Konflikte, die im Nachhinein hohe Kosten verursachen vermieden werden.

Umsetzung der Maßnahmen (Stand Mai 2011)

Die Stadt Reutlingen befindet sich derzeit in der Umsetzung des ersten Maßnahmenpakets, das kurzfristige verkehrsrechtliche Maßnahmen, wie Geschwindigkeitsreduktionen auf Straßenabschnitten enthält. Bei diesen verkehrsrechtlichen Maßnahmen ist – wie erwähnt – die Zustimmung der Oberen und Unteren Straßenverkehrsbehörde erforderlich. Da für die Beurteilung dieser Maßnahmen deutsche Berechnungsgrundlagen (RLS-90) und nicht die EU-Berechnungsmethodik zugrunde zu legen ist, wurde für die verkehrsrechtlichen Maßnahmen eine Berechnung entsprechend der deutschen Berechnungsmethodik durchgeführt. Weitere Vorgaben der Straßenbauverwaltung wurden berücksichtigt. Unter anderem ist sicher zu stellen, dass mögliche Geschwindigkeitsreduzierungen zu Schleichverkehr durch schützenswerte Gebiete führt oder sich nicht negativ auf die Luftreinhaltung auswirken, sofern für das Gebiet – wie in Reutlingen der Fall – ein Luftreinhalteplan besteht.

In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Tübingen erfolgt als erste Maßnahme in Kürze eine Geschwindigkeitsreduktion von 50 km/h auf 30 km/h auf einem Streckenabschnitt der hochbelasteten Ortsdurchfahrt im Zuge der L 384 in Reutlingen-Ohmenhausen.

Verkehrsrechtliche Maßnahmen (Tempo 30)

Warum wird Tempo 30 aus Lärmschutzgründen eingeführt?

Die Maßnahmen Tempo 30 aus Lärmschutzgründen sind eine Auswirkung aus dem Lärmaktionsplan der Stadt Reutlingen. Grund für Tempo 30 ist eine hohe Verkehrsbelastung auf den Straßenabschnitten, die zu einer hohen Lärmbelastung der Anwohner führt. Tempo 30 wird dort eingeführt, wo die Lärmwerte deutlich über den zulässigen Lärmrichtwerten liegen. Die Lärmwerte reduzieren sich durch Tempo 30 anstatt Tempo 50 um rund 2,5 dB(A) und verbessern damit die Lärmsituation der Anwohner. Der Unterschied von 2,5 dB(A) ist deutlich hörbar. Darüber hinaus wird durch die geringere Geschwindigkeit das Queren der Straßenabschnitte für die Fußgänger einfacher und sicherer. Das Amt für öffentliche Ordnung überwacht die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit im Rahmen des Möglichen.


Welche verkehrsrechtlichen Maßnahmen wurden in der Vergangenheit umgesetzt?

Als erste verkehrsrechtliche Maßnahme aus dem Lärmaktionsplan Reutlingen wurde am 25. Juli 2011 auf einem Abschnitt der L 384 Ortsdurchfahrt Ohmenhausen zwischen der Nägelestraße und dem Dahlienweg Tempo 30 eingerichtet. Dies war die erste Maßnahme im Regierungsbezirk Tübingen, im Zuge derer eine ganztägige Geschwindigkeitsreduktion auf einem Abschnitt einer klassifizierten Straße angeordnet wurde.

Mit einer Verschärfung der Richtwerte durch das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg im März 2012 wurde der Tempo-30-Abschnitt in Ohmenhausen im November 2012 auf die gesamte Ortsdurchfahrt ausgeweitet.

In Sondelfingen wurde im Februar 2013 Tempo 30 auf einem Teilstück der Ortsdurchfahrt L378a zwischen Lange Straße und Reichenecker Straße eingerichtet.
 

Welche verkehrsrechtlichen Maßnahmen wurden aktuell realisiert?

Nach der Zustimmung des Regierungspräsidiums Tübingen zu den beantragten Tempo-30-Abschnitten aus Lärmschutzgründen wurde Tempo 30 auf folgenden Abschnitten eingeführt:

- L 384 Tübinger Straße zwischen Gratwohl- und B28 Bantlinstraße seit 27. Januar 2014
- in Rommelsbach die Ortsdurchfahrt im Zuge der L378 Württemberger Straße zwischen 
  Kindergarten und Alemannenstraße seit 27. Januar 2014
- in Betzingen die Ortsdurchfahrt im Zuge der L384 Jettenburger Straße bzw. „Im Dorf“ sowie im
  Zuge der L 379  Wannweiler Straße und in der Verlängerung die Mühlstraße und die Heppstraße
  bis zur Einmündung Schanzstraße seit 10. Februar 2014

Auf der L378 Württemberger Straße in Rommelsbach erfolgte die Zustimmung des RP Tübingen zu Tempo 30 nur für den Abschnitt zwischen Kindergarten und Alemannenstraße und nicht für den eingereichten Abschnitt zwischen Kreisverkehr in Ortsmitte und Altenwaldstraße. Zwischen Altenwaldstraße und Alemannenstraße sowie zwischen Kreisverkehr im Ortszentrum und der Tannheimer Straße werden die Lärmrichtwerte zwar erreicht, eine erhebliche Überschreitung der Richtwerte, die eine lärmreduzierende Maßnahme zur Folge hätte, liegt jedoch nicht vor.

Eine Prüfung der Maßnahmen ergab, dass die Geschwindigkeitsreduzierung zu keinen signifikanten Leistungseinbußen und damit auch nicht zu Verkehrsverlagerungen in das nachrangige Straßennetz führt. Eine Untersuchung der Auswirkung von Tempo 30 auf das Abgasemissionsverhalten von Fahrzeugen und damit auf die Luftreinhaltung ergab auf allen Streckenabschnitten eine Verbesserung der Werte.
 

Lärmaktionsplan Reutlingen

Die Ausgangssituation zum Start der Lärmaktionsplanung
 
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