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Ralf Bültge-Bohla
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Klimaschutzkonzept

 Im Klimaschutzbericht 2008 der Stadt Reutlingen  sind zahlreiche, im Zeitraum 1998 bis 2008 durchgeführte Maßnahmen zur Reduktion von Kohlendioxid (CO2), dokumentiert. Um im Rahmen einer Klimaschutzstrategie gezielt und systematisch Maßnahmen zur Energie- und CO2-Minderung in Reutlingen durchführen zu können, ist ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Reutlingen notwendig. Es wird von EU, Bund, Ländern und Gemeinden sowie den weiteren im Klimaschutz wirkenden Akteuren (Haushalte/Gewerbe/Industrie/Energieversorger, Verbände etc., Verkehrsteilnehmer) erwartet, dass CO2-Minderungen im Rahmen des aktuellen Klimaschutzziels der Bundesregierung (Reduktion der CO2-Abgaben bis zum Jahr 2050 um 80 %) erreicht werden. Daher sind auch die Kommunen und die hier tätigen Akteure in der Pflicht, entsprechend tätig zu werden und zu handeln. Auch die Mitgliedschaft der Stadt Reutlingen im Klimabündnis europäischer Städte ist ein Grund für ein Klimaschutzkonzept für Reutlingen.

Ein integriertes Klimaschutzkonzept umfasst eine Bestandsanalyse (CO2-Bilanz) um den Ist-Zustand klimawirksamer Gase im Gemeindegebiet zu ermitteln. Darüber hinaus müssen kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen durch verschiedenen Akteursgruppen (Private Haushalte/Gewerbe/Industrie/Energieversorger, Verbände etc., Verkehrsteilnehmer) gemeinsam in Szenarien bis zum Jahr 2030 entwickelt werden, die dann von diesen möglichst auch in Eigenverantwortlichkeit umzusetzen sind. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind dann nach (Amortisations-) Kosten und Arbeitsmarkteffekten zu beurteilen und in Abhängigkeit von den dann zu erwartenden CO2-Emissionen zu bewerten und zu priorisieren.

Die Stadt Reutlingen hat deshalb Ende des Jahres 2010 die Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes in Auftrag gegeben. Den Auftrag erhielt die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg kurz KEA. Das Projekt wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Der Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, Förderkennzeichen 03KS0354.

Das Klimaschutzkonzept ist inzwischen fertiggestellt und wurde am 30. Januar 2014 einstimmig vom Reutlinger Gemeinderat beschlossen. Dem Klimaschutzkonzept ist ein 62 Maßnahmen umfassender Maßnahmenkatalog angehängt. Diese Maßnahmen sind auf 11 Handlungsfelder aufgeteilt. Diese sind:

1. Sanierung und Neubau von Wohngebäuden
2. Energieeffizienz in Haushalten
3. Energieerzeugung und Energieverteilung
4. Erneuerbare Energien
5. Mobilität
6. Betriebliche Energieeffizienz
7. Öffentlichkeitsarbeit und Information
8. Ernährung, Konsum und Suffizienz
9. Stadtentwicklung und Stadtplanung
10. Städtische Liegenschaften
11. Interne Organisation des Klimaschutzes

Im Klimaschutzaktionsprogramm 2013/2014 wurde eine Auswahl dieser 62 Maßnahmen vorgenommen, die in den nächsten zwei Jahren realisiert werden sollen. Für die Umsetzung, Koordination und für die Weiterentwicklung, wurde im März 2015 ein Klimaschutzmanager eingestellt. Das Klimaschutzkonzept umfasst einen Zeitraum bis zum Jahre 2030. Werden alle 62 Maßnahmen des Konzeptes bis zu diesem Jahr umgesetzt, geht man von einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 35% gegenüber dem Basisjahr 1990 aus. Dies ist ein sehr engagiertes Ziel und erfordert große Anstrengungen von alle Akteuren (Stadt, Handel, Gewerbe, Industrie und Bürgerinnen und Bürgern). Das umfangreiche Klimaschutzkonzept ist in einer Kurzfassung zusammengefasst.

Link zum Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit    Logo Klimaschutz-Initiative   Link zum PTJ


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