Impressionen aus Reutlingen

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Vereine & Institutionen

Narrenzunft Reutlingen-Achalm e.V.

Narrenzunft Reutlingen-Achalm e.V.
Museumstrasse 16
72764 Reutlingen

Vorsitzende(r):
Herr Frank Christoph Schnitzler
017686319071
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Vereinsporträt
Der Gründer Frank Christoph Schnitzler möchte, wie bereits 2010 angekündigt, nun die Geschichte der Stadt Reutlingen und der Achalm-Ritter bei den jährlichen Fasnetsumzügen in Erinnerung rufen und diese somit auch bewahren.
Es geht dabei um den ständigen Streit der württemberger Achalm-Ritter mit der Stadt Reutlingen. Diese griffen Reutlingen ständig an, um unsere damalig reichsfreie Reichstadt Reutlingen unter die württembergischen Machthaber zu bekommen, was ihnen aber zum Glück nie gelang. Also es geht in dieser Narrenzunft um die Stadtgeschichte Reutlingens, die Achalm-Ritter, die Gerber, die Färber und alle Zünfte der Stadt, Graf Ulrich I von Württemberg, Staufer Kaiser Friedrich II und den Gegenkönig Heinrich Raspe. Die Narrenzunft Reutlingen-Achalm e.V. stellt mit ihren Hästrägern die Belagerung der Stadt Reutlingen an Pfingsten 1247 dar. Mittelpunkt der Narrenzunft ist der Reutlinger Sturmbock, der im Jahre 1247 beim Baubeginn der Marienkirche als Längenmaß für die Kirche genommen wurde. Der Reutlinger Sturmbock befand sich von 1247 bis 1547 in der Marienkirche. Auf Geheiß Kaiser Maximilian II, der 1547 in Reutlingen war, um den Reutlingern die Verfassung zurück zu geben, musste der Sturmbock aus der Marienkirche entfernt werden. Das Sturmbock-Loch ist heute noch hinterm Altar als solches gekennzeichnet. Die Reutlinger hängten ihn dann am Rathaus unters Dach (am Platz des heutigen Marktplatzes), wo er dann leider 1726 beim großen Stadtbrand verbrannte. Wäre er nicht verbrannt, würden ihn die Reutlinger heute noch mit Stolz, zur Erinnerung an diese Stadtbelagerung aufbewahren.
 
Diese württembergischen Achalm-Ritter sind nicht zu verwechseln mit den Achalmrittern der Grafen von Achalm. Diese waren von 1030 bis ca. 1090 auf der Achalm und waren der Reutlinger Adel (Landadel), der auch die Gerichtsbarkeit über die Reutlinger inne hatten und denen auch ein Drittel Reutlingens gehörte. Diese ehrbaren Achalmritter, Graf Kuno und Graf Liuthold von Achalm verließen die Achalm und gründeten 1089 das Kloster Zwiefalten, wo sie als Mönche lebten und dort auch begraben sind. Zum Andenken dieser Familie von Achalm gründete Frank Christoph Schnitzler deshalb postum 2010 den Ritterorden Achalmritterschaft Reutlingen e.V.
 
Als Papst Innozenz IV den damaligen Staufer Kaiser Friedrich II für abgesetzt erklärte, griffen die württemberger Achalm-Ritter unter Graf Ulrich I von Württemberg im Auftrag des Gegenkönigs Heinrich Raspe von Thüringen die reichsfreie Reichsstadt Reutlingen an. Sie kamen damals mit einem Rammbock, dem Reutlinger Sturmbock, durch das Stadttor, ließen diesen dann dort liegen und belagerten Reutlingen. Mit Hilfe des Schwäbischen Bundes schafften es die Reutlinger Bürger, angehörig den großen Zünften der Stadt, die mit allen Mitteln die Achalm-Ritter wieder aus der Stadt treiben konnten und die auch über 70 Achalm-Ritter niedersteckten. Nach dieser Belagerung nahmen die Reutlinger den Sturmbock, trugen diesen in die Stadt und bauten um ihn herum die Marienkirche. Heute eine der schönsten Bürgerkirchen in Deutschland. Darauf können und dürfen die Reutlinger selbstverständlich heute noch stolz sein.
 
Eine Narrenzunft, die auch die strengen Regularien der schwäbisch-alemannischen Fasnet und der VFON (Vereinigung freier Oberschwäbischen Narrenzünfte) genau einhält:
Ganz bewusst KEINE freie Narrenzunft.

König Heinrich Raspe, Graf Ulrich I von Württemberg und seine Achalm- Ritter grüßen mit einem dreifach donnerndem:

Achalm - Ritter !
Achalm - Ritter !
Achalm - Ritter !

(Weil diese für die Achalm-Ritter waren)

Staufer Kaiser Friedrich II und die Zünfte (Reutlinger Bürger) grüßen mit deinem dreifach donnerndem:

Sturm - Bock !
Sturm - Bock !
Sturm - Bock !

(Weil diese den Sturmbock als Trophäe wollten)
 
Nach vielen Gesprächen mit Fachleuten der schwäbisch alemannischen Fasnet, Mitgliedern des Präsidiums der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte e.V. (VFON) und Professoren der Geschichtswissenschaften ist es in diesem Einzelfall durchaus möglich und vertretbar eine Ritterfigur in der schwäbisch-alemannischen Fasnet darzustellen. Weil sich diese Achalm-Ritter unter württembergischer Herrschaft, den Reutlingern gegenüber, auch ein Stück lächerlich gemacht haben. Sie versuchten so oft Reutlingen einzunehmen, aber nie gelang es ihnen. Dazu wird es weitere Figuren geben, wie die Färber, Gerber, Bäcker, Weingärtner, Metzger, Kürschner usw, die mit Mistgabeln, Dreschflegeln, Rechen, Spiesen und Helebarden die Achalm-Ritter wieder aus der Stadt hinaus trieben. Aber auch Einzelfiguren, wie Graf Ulrich I von Württemberg, Staufer Kaiser Friedrich II und den Gegenkönig Heinrich Raspe von Thüringen. Auch Prof. Dr. Werner Mezger, der Fasnachts-Experte schlechthin, war beim Besuch am  23. November 2017 zur Grundsteinlegung der Narrenzunft Reutlingen-Achalm e.V., der Auffassung, dass diese Geschichte der Stadtbelagerung im Jahre 1247 durchaus geeignet mehrere Narrenfiguren daraus entstehen zu lassen. Auch weil diese Geschichte bedeutend und prägend für die weitere Stadtentwicklung Reutlingens war. Nicht nur deshalb ist Prof. Dr. Werner Mezger Gründungs-Ehrenmitglied in der Narrenzunft Reutlingen-Achalm e.V.



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regelmäßige Termine
  • Häsabstauben, jährlich im Vereinsheim
  • Brauchtumsabend, jährlich im Vereinsheim
  • Rathaus-Sturm, Rathaus Reutlingen
  • Landratsamt-Sturm, Landratsamt Reutlingen
  • Fasnetsumzüge in ganz Baden-Württemberg
  • Fasnet verbrennen, jährlich am Fasnets-Dienstag um 18:00 Uhr im Vereinsheim
Genaue Termine mit Uhrzeiten und Treffpunkte finden Sie auf unserer Homepage www.nz-reutlingen-achalm.de


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weitere Hinweise
  • Der Verein betreibt Jugendarbeit
Gründer der Narrenzunft Reutlingen-Achalm e.V.
Für den Inhalt dieser Seite ist der Verein »Narrenzunft Reutlingen-Achalm e.V.« verantwortlich.

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