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Vereine & Institutionen

Narrenverein Hannikel Ohmenhausen e.V.

Hannikel

72770 Reutlingen
Stadtteil: Ohmenhausen

Postfach 6022
72732 Reutlingen

Vorsitzende(r):
Frau Heike Mayer
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Vereinsporträt
Der Narrenverein Hannikel Ohmenhausen e.V. wurde im Jahre 1997 gegründet.
Warum wir uns Hannikel nennen ist ganz einfach. Mit unserem Häs verkörpern wir den Räuberhauptmann Hannikel, der sein Unwesen in den Wäldern von Ohmenhausen getrieben hat.
Im Jahr 2010 ist der Wald- und Flurgeist, das Mahdich Weible, ins Leben gerufen worden. Eine Figur aus der Alemannenzeit, die in und um Ohmenhausen ihr Unwesen getrieben hat.

Der Narrenverein Hannikel Ohmenhausen e.V. besteht aus aktiven und passiven Mitgliedern. Während der Fasnet sind wir auf vielen Umzügen, Brauchtumsabenden und weiteren schwäbisch-alemannischen Fasnetsveranstaltungen dabei. Desweiteren sind wir auch bei den verschiedensten Veranstaltungen dabei, sei es bei Fußball- und Elfmeterturnieren, dem Vereinspokalschießen, aber auch bei Festen von anderen Vereinen oder Gruppen, die nicht unbedingt etwas mit der Fasnet zu tun haben müssen.

                                  Hannikel        

Geschichte des Hannikels:

Man schrieb das Jahr 1743, als das Zigeunerkind, mit bürgerlichem Namen Jakob Reinhardt, auf offenem Feld geboren wurde. Viele schauerliche Geschichten umringen den als Räuber "Hannikel" bekannten Gesellen.

Mit seiner Räuberbande trieb er von 1758 bis 1786 landauf- landab sein Unwesen. Überfälle und Diebeszüge säumen seinen Weg, der ihn auch nach Reutlingen führte. Am 4.April 1786 lauerte er im Wald von Ohmenhausen bei einem kleinen Viehhäuschen einem verräterischen Bandenmitglied auf. Seinen Verrat büßte dieser mit seinem Leben.

Noch heute steht das Hannikel-Häusle im Wald von Ohmenhausen. Durch das Häsabstauben, das "Erwecken des Hannikel", wird nun diesem Ort wieder neues Leben eingehaucht. Der Räuberhauptmann mit seiner Bande wird dann für die Fasnet wieder aktiv. Mit lustigen Streichen und viel Spass beweisen die Ohmenhäuser Hannikel, dass die alten, schauerlichen Geschichten längst der Vergangenheit angehören.

Sehr viele Räuberanhänger und fasnetsbegeisterte Ohmenhäuser Bürger begleiten jährlich dieses Fest inmitten des Waldes. Die einmalige Atmosphäre dieses alten Schlupfwinkels wird durch Lagerfeuer und dichten Tannenwald geprägt.

Mittlerweile hat der Narrenverein Hannikel Ohmenhausen über 70 Mitglieder, davon über 40 im original Hannikel-Häs. Das Häs besteht aus einer Cord-Hose, einem einfachen Baumwoll-Hemd und einem Lodenmantel, der dem Originalmantel des Hannikel nachempfunden ist. Vervollständigt wird das Häs durch die Holzmaske mit Roßhaar und Hut.

Geschichte vom Mahdich Weible:

Wie überall in den alemannischen Gegenden besaß der Glaube unserer Ahnen in der vorchristlichen Zeit eine besondere Erdhaftigkeit.
Auf der eine Seite verehrten sie die großen Himmelsgewalten. Anderseits war aber auch das Erdreich von vielen Geistern belebt. Diese Geister wurden als gute Helfer der Menschen angesehen.
Durch das abergläubische Mittelalter mit seinen Hexenverfolgungen wurden aus den guten Geistern Spukgestalten. Auch in Ohmenhausen gab es Aberglauben und Gespensterfurcht.
Bis heute ist die Gestalt des Mahdichweible überliefert. Dieser Geist wanderte durch die Jahrhunderte und seine Spuren sind bis heute nicht erloschen.
Seine Entstehung reicht vermutlich bis in die Alemannenzeit (3. bis 9. Jahrhundert n. Chr.) hinein. Er ist vermutlich aus einem guten Flurgeist des Mahdachs (Ohmenhausener Ortsteil) entstanden und im dämonengläubigen Mittelalter zum bösen Waldgeist geworden.
Er spuckte durch die Fluren des gesamten Mahdach. An diese Dämonin glaubten die meisten der alten Ohmenhäuser. Für Kinder war sie eine unheimliche Spukgestalt, vor der sie sich noch zu Hause und in den Betten fürchteten. Daran waren allerdings auch die Eltern schuld, die den bösen Flurgeist als Drohung nutzten. "Wenn du net brav bist, no kommt's Mahdichweible".
Fragt man nun die alten Ohmenhäuser, wie eigentlich das Mahdichweible ausgesehen hat, gehen die Meinungen auseinander. Viele meinen es sei ein bösartiges altes Weible mit feurigen Augen gewesen, andere sagen, es sei eine weiß gekleidete Frauengestalt oder wieder andere sahen in ihm ein Riesenweib.
Im letzten Jahrhundert hat das Mahdichweible nach dem Volksglauben auch die letzte wohlverdiente Ruhe gefunden.
Im hinteren Mahdachwald steht am Jungholzgraben ein alter hoher halbverwitterter Dreimarkungsstein, wo die Grenzen von Ohmenhausen, Mähringen und Gomaringen- Hinterweiler zusammentreffen. Dieser Grenzstein trägt heute noch in Ohmenhausen den Namen "Mahdichweibles Grab". Dort ist sie immer am öftesten gesehen worden. Es heißt, dass dort der alte Mahdachgeist für immer von der Erde verschwunden sei.

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regelmäßige Termine

Hannikel
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weitere Hinweise
  • Der Verein betreibt Jugendarbeit
Bild Mahdich Weible
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