Mitteilung

Ja zur statischen Sicherung der historischen Häuserzeile Oberamteistraße


Blick in den zukünftigen Neubau Oberamteistraße 34

Der erste Bauabschnitt der Sanierung, der mit diesem Beschluss gesichert ist, umfasst den Neubau an der Stelle des 1972 abgerissenen Steinernen Hauses, der die gesamte in Schieflage geratene Häuserzeile stützt, sowie weitere statische Verbesserungen am Altbau, unter anderem mit einem neuen, entlastenden Dach fürs Gebäude 20/32.

Dass es es ohne den Neubau nicht geht, legten Oberbürgermeister Thomas Keck, Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz, GMR-Chefin Katja Büchel, Kulturamtsleiterin Anke Bächtiger, Dr. Elke Nagel von "Strebewerk" sowie Stephan Burger von "Wulf Architekten" vor dem Gemeinderatsentscheid nochmals bei einer Pressekonferenz dar. Das Eckgebäude umfasst einen Stützbock, der den Altbauten den größten Teil ihrer Last abnimmt. Außerdem schützt er den erst vor wenigen Jahren entdeckten historischen Keller aus dem frühen 14. Jahrhundert,  und beherbergt die Haustechnik sowie den barrierefreien Zugang fürs gesamte Ensemble. Der Neubau kann aber noch viel mehr - denkbar sind zum Beispiel ganzjährige Ausstellungen und andere Veranstaltungen. "Da ist Musik drin", fasste die Kulturamtsleiterin erste Ideen fürs zukünftige "Museumsforum" zusammen.

"Es ist unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit, die Häuserzeile zu retten", appellierte der Oberbürgermeister. Sie gelte als eine der ältesten zusammenhängenden Fachwerkhäuserzeilen Süddeutschlands und könne Reutlingen weit über die Stadtgrenzen hinaus zu einem Anziehungspunkt für Interessierte machen: Stralsund mit seinem 'Stralsund Museum', Ravensburg mit seinem 'Humpis-Quartier' oder Nürnberg mit dem 'Museum Kühnertsgasse' haben es vorgemacht - das können wir hier in Reutlingen auch!" 

Vorausgesetzt, es gelinge, dem Zahn der Zeit Einhalt zu gebieten, der unersättlich am Gebäudeensemble nage: "Die Untersuchungen der vergangenen Monate haben gezeigt, dass für die statische Sicherung der Fachwerkzeile nun wirklich keine Zeit mehr zu verlieren ist", betonte Keck. Die Mehrheit des Gemeinderats schloss sich ihm am Ende an. 25 Rätinnen und Räte sagten ja zur statischen Sicherung, die rund 8 Millionen Euro kostet und 2022 startet.

Mehr zur historischen Häuserzeile erfährt man in einem Video des Reutlinger Film-Clubs


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