Eingliederungshilfe

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen beantragen

Die Eingliederungshilfe ist eine Leistung des Sozialhilfeträgers für Menschen, die nicht nur vorübergehend wesentlich körperlich, geistig oder seelisch behindert oder von einer solchen Behinderung bedroht sind. Die Folgen der Behinderung sollen durch die Eingliederungshilfe gemindert und die Integration erleichtert werden.

Eingliederungshilfe kann die folgenden Leistungen betreffen:

  • Wohnen (z. B. betreutes Wohnen, Wohnen in einem Heim)
  • Beschäftigung (z. B. in Werkstätten für behinderte Menschen, unterstützende sonstige Beschäftigungsstätte)
  • familienentlastende Hilfen
  • Förderung behinderter Kinder in Kindertageseinrichtungen oder Assistenz in Schulen
  • Unterstützung in der Ausbildung und im Studium
  • Versorgung mit Hilfsmitteln
  • Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

Die Eingliederungshilfe kann auch als persönliches Budget gewährt werden. Das persönliche Budget stellt keine eigenständige Hilfeart dar, sondern ist eine besondere Form der Hilfeleistung. Das persönliche Budget soll eine behinderte Person in die Lage versetzen, in eigener Verantwortung ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die als Eingliederungsleistungen möglichen Hilfen werden, ausgehend vom festgestellten individuellen Bedarf, als Geldleistung oder durch Gutscheine erbracht. Die Bewilligung der Hilfe erfolgt befristet und wird durch eine Hilfeplanung und Zielvereinbarung begleitet. 

Besondere Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder dessen Folgen zu beseitigen oder zu mildern und den behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern.

^
Mitarbeiter / Öffnungszeiten
^
Voraussetzungen

Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten Menschen mit Behinderungen, die durch ihre Behinderungen wesentlich an einer gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft eingeschränkt sind.

Menschen mit Behinderungen sind Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate hindern können. Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn der Körper- und Gesundheitszustand von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht. Menschen sind von Behinderung bedroht, wenn eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.

^
Verfahrensablauf
Sie sollten bei der zuständigen Stelle einen Termin für ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Dort können Sie auch genau klären, welche Unterlagen Sie vorlegen müssen, da dies von Fall zu Fall verschieden sein kann.

Wenn Sie alle Unterlagen vorgelegt haben, prüft die zuständige Stelle Ihren Antrag, und klärt mit Ihnen zusammen Ihren Unterstützungsbedarf.

^
Erforderliche Unterlagen
Je nach Einzelfall können verschiedene Nachweise erforderlich sein. Dies sind beispielsweise:
  • Einkommensnachweise (z. B. Rentenbescheide, Gehaltszettel)
  • Nachweise über Ausgaben
  • Vermögensnachweise (z. B. Sparbücher, Bausparverträge)
  • ärztliche Gutachten und Unterlagen  (werden vielfach im Zusammenhang mit dem Antrag vom Sozialamt angefordert)

Hinweis: Bitte erkundigen Sie sich schon vor der Antragstellung bei der für Sie zuständigen Stelle, welche Unterlagen Sie vorlegen müssen.

^
Frist/Dauer
Ein Antrag auf Eingliederungshilfe ist von keiner Frist abhängig. Da die Eingliederungshilfe aber nicht für die Vergangenheit gewährt werden kann, sollten Sie Ihren Antrag so bald wie möglich stellen.

Der Anspruch auf Eingliederungshilfe kann je nach Einzelfall unterschiedlich lange bestehen.

^
Kosten/Leistung
Die Leistungen im Rahmen der Eingliederungshilfe können sowohl Geld- als auch Sachleistungen oder persönliche Hilfen sein. Der Umfang oder die Höhe der Leistungen hängt vom Grad der Behinderung, dem Umfang des Unterstützungsbedarfs sowie den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen ab.
^
Rechtsgrundlage
^
Zugehörigkeit zu
Nach oben