Zusammenfassung der öffentlichen Bezirksgemeinderatssitzung Ohmenhausen am 07.05.2014

Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus dem öffentlichen Teil der Sitzung

am Mittwoch, 09. April 2014, 19.30 Uhr
im Rathaus Ohmenhausen, Auf der Lind 12, Vorsitz: Heide Schnitzer

Jahresbericht der offenen Jugendarbeit Ohmenhausen

Herr Schmid und Frau Lewe berichteten von ihrer Arbeit im Jugendtreff Ohmenhausen: Die Besucherzahlen sind im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2012 leicht gefallen. 2014 ist aber bereits wieder ein Anstieg zu bemerken. Der Mädchenanteil ist von 15 % auf 40 % deutlich gestiegen.
Ein großer Wunsch der Jugendlichen war es, Öffnungszeiten selbst zu organisieren. Im Mädchenangebot wurde dies mehrfach erfolgreich von volljährigen weiblichen Besuchern durchgeführt. Der Versuch auch die Regelöffnungszeiten von diesen Mädchen betreuen zu lassen scheiterte jedoch am Boykott der männlichen Jugendlichen. Selbstorganisierte Betreuung im Regelbetrieb durch die Jungs gelang für kurze Zeitabschnitte.
Die Anschaffung von Weichbodenmatten für den Sportraum, eines PCs zur Informationsbeschaffung, einer Spielekonsole mit Beamer und Leinwand und einer Sammlung von Lexikas mit Grundlagenwissen der schulischen Hauptfächer bereicherte das Angebot des Jugendtreffs.
Für die Jugendlichen des Ohmenhäuser Jugendtreffs gab es im Jahr 2013 wieder zahlreichen Angebote und Aktionen. Dazu zählten die Mithilfe bei der Stadtputzete mit ca. 15 Jugendlichen, eine Bodenseefreizeit mit 12 Teilnehmern, der alljährliche Großputz in den eigenen Räumlichkeiten, ein Besuch der Eat & Style Messe in Stuttgart und ein daraufhin organisiertes „Perfektes Dinner“, die Teilnahme am Dorffest mit einem eigenen Stand und die Teilnahme an den Bürgerabenden zum Ortsentwicklungskonzept mit 15 Jugendlichen.
Als pädagogische Maßnahme wurde ein „Bußgeld“ eingeführt, um den Jugendlichen ihre zunehmend vulgäre Sprache bewusst zu machen und dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Leider musste auch ein unbefristetes Hausverbot für einen Jugendlichen ausgesprochen werden, da trotz einer Ansammlung von mehreren kurzfristigen Hausverboten und vielen Gesprächen, keine Verhaltensänderung ersichtlich war.
Als zukünftige Aufgaben steht auf Wunsch der Jugendlichen die Cliquenöffnung der Räumlichkeiten an, d. h., dass die Jugendlichen die Räume ohne Betreuung nutzen dürfen. Dies ist aber aufgrund der Doppelnutzung mit dem Verein Exuma e. V. nicht einfach zu organisieren. Frau Lewe kündigte an, dass sie aufgrund eines Stellenwechsels Ohmenhausen bald verlassen wird. Die Stelle steht momentan noch in der Ausschreibung. Herr Schmid wird vorübergehend seinen Stellenanteil in Ohmenhausen auf 75% aufstocken.
Das Gremium bedauerte das Ausscheiden von Frau Lewe und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute. 

Ortsentwicklungskonzept Ohmenhausen -Grundsatzbeschluss
- GR-Drucksache Nr.-14/064/01

Herr Dvorak und Herrn Schwarzenauer vom Amt für Stadtentwicklung und Vermessung berichteten, dass das Ortentwicklungskonzept für den Stadtteil Ohmenhausen fertiggestellt ist. Eine mehrjährige Planung liegt hinter diesem Werk. Angefangen im Jahr 2011 mit der Klausurtagung des Bezirksgemeinderats und einer Zukunftswerkstatt für alle Ohmenhäuser Bürgerinnen und Bürger. 2012 wurde ein Planungsbüro beauftragt und eine nochmalige Bürgerwerkstatt durchgeführt. Im vergangenen Jahr wurde die Entwicklung des Konzeptes mit einer erneuten Klausurtagung des Gremiums und einem abschließenden Bürger-Planungsabend weitergeführt und nun zum Ende gebracht. Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen flossen direkt in das Ortentwicklungskonzept ein.
Herr Dvorak und Herrn Schwarzenauer bedankten sich für die intensive Bürgerbeteiligung und die Unterstützung des Bezirksgemeinderats. Nach Fertigstellung der Broschüre zum Ortsentwicklungskonzept ist diese für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos erhältlich.
Das Gremium lobte den Entwurf des Konzeptes und stimmte der Drucksache einstimmig (9 Ja-Stimmen) zu.
Herr Wöhrmann vom Amt für Stadtentwicklung und Vermessung stellte anschließend den Sachstand zur Regionalstadtbahn vor (GR-Druckache Nr. 14/064/02): In seiner Sitzung vom 04.12.2013 hatte der Bezirksgemeinderat Ohmenhausen beantragt, die Planungen für das Regionalstadtbahn Modul „Gomaringer Spange“ zu beginnen. Das Ergebnis einer verkehrlich-städtebaulichen Voruntersuchung zeigt auf, dass die Regionalstadtbahn grundsätzlich sehr gut über die ehemalige Trasse der Gönninger Bahn durch den Ort geführt werden kann. Innerhalb des Gesamtprojektes Regionalstadtbahn Neckar-Alb soll die projektierte Regionalstadtbahnlinie S2 aus der Reutlinger Innenstadt kommend über die neuen Haltepunkte „Betzingen Süd“, „Markwiesenstraße“ und “Ferdinand-Lasalle-Straße“ nach Ohmenhausen führen. In Ohmenhausen sollen die Züge auf der ehemaligen Trasse der Gönninger Bahn durch den Ort fahren, in den Hauptverkehrszeiten im 15-Minuten-Takt. Von dort aus geht es über Gomaringen weiter bis Dusslingen. (siehe beigefügte Präsentation)
Die Regionalstadtbahn Neckar-Alb kann aufgrund der aktuellen Fördersituation und der hohen Investitionskosten von aktuell geschätzten 900 Millionen EUR nicht auf einmal umgesetzt werden. Ziel ist, dass sich Bund und Land daran mit 80 Prozent beteiligen. Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz des Bundes läuft im Jahr 2019 aus. Das Projekt Regionalstadtbahn Neckar-Alb müsste demzufolge bis Ende 2019 geplant, gebaut und abgerechnet sein. Zum Nachteil der Städte und Gemeinden ist derzeit leider keine Nachfolgeregelung bei Bund und Land absehbar. Als ersten Schritt – sogenanntes Modul 1 – haben die Projektpartner der Regionalstadtbahn Neckar-Alb miteinander vereinbart, die Strecke Bad Urach-Metzingen-Reultingen-Tübingen-Herrenberg,als Rückgrat für weitere Module, stadtbahngerecht auszubauen. Wenn der Förderantrag für das Modul 1 von Land und Bund positiv beschieden wird, stehen die Signale für die Regionalstadtbahn Neckar-Alb auf „Grün“ und es kann in die Vorplanungen für weitere – an die „Rückgratstrecke“ ansetzende – Module eingestiegen werden. Hierzu zählen die Strecken nach Ohmenhausen oder durch die Reutlinger Innenstadt. Die notwendigen Planungsschritte können durch dieses Vorgehen dann nahtlos und zielgerichtet aufgenommen werden, um, sobald Bund und Land über ein Nachfolgeförderprogramm entschieden haben, sofort handlungsfähig zu sein. Ob und in welcher Höhe Mittel für Vorplanungen auf Reutlinger Gemarkung in den nächsten Jahren bereitgestellt werden, muss aber zunächst vom Gemeinderat im Rahmen der kommenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2015/2016 entschieden werden.

https://www.reutlingen.de/ceasy/resource/?id=20284-0&download=1
Präsentation Regionalstadtbahn - Strecke Ohmenhausen als PDF-Datei zum Herunterladen

Mitteilungen

Bezirksbürgermeisterin Heide Schnitzer teilte mit,
  • dass es aufgrund eines Zeitungsartikels des Reutlinger Generalanzeigers vermehrt Anfragen zum

    Ausbau von DSL in Ohmenhausen

    gibt. In dem Artikel war zu lesen, dass die Telekom das DSL-Netz in Reutlingen und allen Ortsteilen mit der Vorwahl 07121 ausbaut. Allerdings war nicht ersichtlich, dass Ohmenhausen hiervon gar nicht betroffen ist, weil NeckarCom die Leitungen nutzt. NeckarCom hat aber offenbar mittlerweile Schwierigkeiten allen Kunden schnelles DSL anzubieten. So hat ein Bürger die Auskunft erhalten, Telekom stelle NeckarCom nicht genügend Anschlüsse für deren Kunden zur Verfügung. Leider sind dem Bezirksgemeinderat und der Stadtverwaltung diesbezüglich die Hände gebunden. Bezirksbürgermeisterin Schnitzer stellte jedoch den Antrag, die Stadtverwaltung möge einen Sachverständigen der Telekom in die nächste Sitzung des Bezirksgemeinderats einladen, damit dieser zur Geschäftspolitik des Unternehmens Stellung nehmen kann.Das Gremium nahm die Mittelung zur Kenntnis und stimmte dem Antrag einstimmig (9 Ja-Stimmen zu).

Anfragen, Anträge

Das Gremium stelle den Antrag,
  • dass die zugewachsenen

    Verkehrsschilder in Richtung Schützenhaus

    von Bäumen und Sträuchern freigeschnitten werden.
Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.

SocialShare
Seite drucken
Seite weiterempfehlen
Nach oben