Zusammenfassung der öffentlichen Bezirksgemeinderatssitzung Ohmenhausen am 01.07.2015

Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus dem öffentlichen Teil der Sitzung

am Mittwoch, 01. Juli 2015, 19.30 Uhr
im Rathaus Ohmenhausen, Auf der Lind 12, Vorsitz: Heide Schnitzer

Verkehrsentwicklungsplan, Klimaschutzkonzept, Luftreinhaltung
- Umsetzung Stadtbus 2015
(GR-Drucksache Nr. 15/062/01)

Herr Dvorak vom Amt für Stadtentwicklung und Vermessung stellte die o. g. Drucksache vor:
Zur Reduzierung des innerörtlichen Verkehrs soll ein neues Stadtbusnetz eingeführt werden, welches rechnerisch 2 Millionen neue Fahrgäste schaffen soll. Dafür sind neun neue Buslinien, knapp 90 neue Haltestellen und die Aufstockung des Fahrzeugbestands von aktuell 90 um weitere 20 Busse notwendig. Das bisherige „Rendezvous-Prinzip“ an der Haltestelle Stadtmitte soll durch einen Altstadtring abgelöst und die Gartenstraße zur zentralen Nahverkehrsachse ausgebaut werden. Außerdem sollen Tangentiallinien die Stadtteile verbinden. In Ohmenhausen wird die Buslinie 71 zur vollwertigen Linie G1 ausgebaut. Die Linie 7 fährt künftig als Linie G eine ähnliche Linienführung wie bereits heute. Beide Linien haben ihre Endstation im Mahdach und fahren dann als jeweils gegenläufige Linie weiter. Dadurch können Ohmenhäuser Bürger bspw. vom Hasenberg ohne Umsteigen in die untere Brühlstraße gelangen. Zu den Haupt- und Nebenverkehrszeiten sollen sie im 20-Minuten-Takt fahren, sodass es insgesamt sechs Fahrten pro Stunde in Richtung Innenstadt geben soll. Über die Linie G soll der Betzinger Bahnhof, die Stadtmitte, der Hauptbahnhof sowie der Schulen-, Behörden- und Arbeitsplatzschwerpunkt Innenstadt/Oststadt umsteigefrei zu erreichen sein. Die neue Linie G1 führt zum Freibad, zum Klinikum sowie ebenfalls zur Oststadt und zum Hauptbahnhof. Einziger Nachteil: Das Johannes-Keppler-Gymnasium und die Eichendorff-Realschule werden nicht mehr direkt angefahren, sondern sind nur noch über die Linie G mit der Haltestelle Stadtmitte zu erreichen.
Nach heutigem Stand soll die Einführung in den Sommerferien 2018 erfolgen. Zunächst muss der Reutlinger Gemeinderat in seiner Klausurtagung aber noch entscheiden, ob die Mehrkosten in Höhe von knapp 3,3 Millionen Euro jährlich überhaupt im Haushalt bereitgestellt werden. Danach kann das Konzept nochmals im Detail diskutiert werden.
Das Gremium sah hinsichtlich der Schülerbeförderung und der Fahrtzeit noch Abstimmungsbedarf zu Linienführung der künftigen Linie G1. Grundsätzlich wurde das Umsetzungskonzept jedoch begrüßt und dem Gemeinderat empfohlen, die erforderlichen Mittel bereitzustellen.
Der Drucksache wurde einstimmig (9 Ja-Stimmen) zugestimmt.
 

Belagsarbeiten Hohe / Neue Straße

Herr Valin berichtete, in den Sommerferien wird die Gesamtlänge der Ortsdurchfahrt instandgesetzt. Die Arbeiten werden in zwei Bauabschnitten durchgeführt: Zunächst die Neue Straße von der Brühlstraße bis zum Fehlhaldenweg und danach die Hohe Straße vom Fehlhaldenweg zur Einmündung Gomaringer Straße. Zunächst muss die Straße halbseitig gesperrt werden, sodass die stadteinwärts fahrenden Fahrzeuge über die Gomaringer Straße und Brühlstraße umgeleitet werden, der Asphalteinbau muss jedoch unter Vollsperrung der Ortsdurchfahrt durchgeführt werden. Hierfür wird für etwa drei Tage, voraussichtlich über ein Wochenende, der komplette Verkehr über die Gomaringer- und Brühlstraße umgeleitet. Über Pressemitteilungen wird die Bevölkerung informiert, die Anlieger der Hohe & Neue Straße erhalten eine schriftliche Benachrichtigung.
Der Haushaltsantrag des Gremiums auf Umgestaltung des Straßenraums der Hohe / Neue Straße nach den Plänen des Ortsentwicklungskonzepts wurde vom Gemeinderat leider abgelehnt. Die Belagsarbeiten wurden aufgrund der Diskussion um eine Umgestaltung lange zurückgehalten, nun sind sie dringend notwendig. Der neue Belag wird sich in jedem Fall lärmmindernd auswirken.
Entlang der Ortsdurchfahrt wird in Fahrtrichtung Gomaringen ein Fahrradschutzstreifen angebracht.
 

Künftige Nutzung des Gebäudes Gomaringer Straße 1 (ehemaliger „Schlecker“)
- Vorstellung eines Konzepts durch die Eigentümer

Die neuen Eigentümer des Gebäudes Gomaringer Straße 1 stellten ein Konzept für die künftige Nutzung des Gebäudes vor: Im Hinblick auf die Wünsche der Bürgerschaft im Ortsentwicklungskonzept soll ein Gewerbezentrum im Stil der Reutlinger Markthalle entstehen. Es ist vorstellbar ein Café, ein Eiscafé mit Straßenverkauf, eine Konditorei mit Catering, ein Gemüseladen/Gärtnerei (Hofladen) und/oder ein Büro/Reisebüro einzurichten.
Hinter dem Gebäude könnte eine Sonnenterasse für den Café-Betrieb entstehen. Seitens der Eigentümer soll der Ausbau erfolgen, der Ladenbau durch einen oder mehrere Pächter durchgeführt werden. Geeignete Pächter müssen noch gefunden werden, ebenso eine Lösung hinsichtlich der Stellplatzsituation.
 

Mitteilungen

Es wurden keine Mitteilungen bekanntgegeben.
 

Anfragen, Anträge

Das Gremium stellte den Antrag,
  • dass die

    Platanen im Jungholzweg

    aufgrund ihrer allergieauslösenden Pollen stark zurückgeschnitten werden sollen.
Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.
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