Zusammenfassung der öffentlichen Bezirksgemeinderatssitzung Ohmenhausen am 05.12.2018

Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus dem öffentlichen Teil der Sitzung
 
am Mittwoch, 05. Dezember 2018, ab 19:30 Uhr im Rathaus Ohmenhausen,
Auf der Lind 12
Vorsitz: Heide Schnitzer
 

Bericht aus dem Jugendtreff Ohmenhausen, zu Gast Frau Angelika Zeller und Herr Tobias Lutter.

Bezirksbürgermeisterin Schnitzer übergibt das Wort an die beiden Gäste.
Diese bedanken sich für die Möglichkeit, im Gremium in öffentlicher Sitzung einen bebilderten Bericht zum Jugendtreff Ohmenhausen vorstellen zu dürfen.
 
Es gibt mannigfaltige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, sei es im Außenbereich auf dem Hartplatz am Basketballkorb, aber auch im Innenbereich, wo sich neben einer großzügig angelegten und hochwertigen Küche auch ein eigener Raum mit Musikinstrumenten findet. Weitere Bereiche stehen zur Verfügung, um sich mit einem Tischkicker, am Boxsack oder an einer Tischtennisplatte auch in der kalten Jahreszeit körperlich zu betätigen. Aber auch eine Sofaecke und ein Beamer laden zum Filme schauen oder Playstation spielen ein.
 
Die Küche ist ein zentraler Ort, an dem gemeinsam gekocht und gegessen wird. Hier erfahren die Kinder und Jugendlichen alles Wissenswerte über gesunde Ernährung und lernen ganz nebenbei selbst kleine Gerichte aus nahrhaften und wertvollen Nahrungsmitteln zu kochen. Dieses Angebot wird sehr gern angenommen, zumal die Jugendlichen auf diese Weise mit einem sehr geringen Unkostenbeitrag eine Mahlzeit erhalten.
Weiter konnten sie im Zuge des diesjährigen spezifischen Hauptprojekts zum Thema Ernährung, Gesundheit, Wellness und Sport erfahren, wie mit geringem Aufwand gesunde und köstliche Smoothies zubereitet werden.
Die Küche wird aber auch zum Kuchen backen oder für die Weihnachtsbäckerei genutzt. Mit dem Einbau dieser hochwertigen Küche hätte die Stadt Reutlingen einen guten Dienst am Gesamtprojekt geleistet, erklären die Gäste weiter.
 
Neben Entspannungsübungen, Joga, Fahrradtouren und sonstigen Fortbewegungsangeboten werden die jungen Menschen darin unterwiesen, wie sie sich selbst behaupten können. So kann neben der körperlichen auch eine mentale Stärkung erzielt werden.
Ausflüge aller Art werden sehr gern angenommen. Diese erfolgen mitunter über Kooperationsprojekte mit dem Jugendtreff von Nachbargemeinden. Über ein solches war es in diesem Jahr möglich Erfahrungen im Umgang mit Übungsstäben zu sammeln, die bei Feuershows Verwendung finden. Nicht nur der körperliche Aspekt spielte dabei eine Rolle, viel mehr konnten mit diesen Übungen gewisse Hemmschwellen überwunden werden und die jungen Menschen lernten, sich mehr zuzutrauen.
 
Die Jugendlichen werden dazu angehalten, regelmäßig zusammen gestalterisch tätig zu sein, um Gemeinsames zu schaffen. Einmal jährlich werden große Platten im Graffity-Projekt neu besprüht und zieren den Jugendtreff.
 
Beim Bespielen der Musikinstrumente macht so mancher seine ersten Erfahrungen mit dem Schlagzeug oder mit dem Keyboard und zeigt sich überrascht, was mit ein klein wenig Übung und einer gewissen Regelmäßigkeit entstehen kann. Doch nicht nur diszipliniertes Üben steht hier im Vordergrund auch das Entwickeln eines Rhythmusgefühls sei wichtig.
 
Der Hauptauftrag liegt darin die Jugendlichen in einer Gruppe interagieren zu lassen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen, doch das Wirken am Individuum ist ebenso wichtig. Nach einiger Zeit entsteht eine Beziehung zwischen ihnen und den Betreuern. Manchmal berichten sie im kleinen Kreis selbst von ihren Probleme, häufig aber auch, wenn die Vertrauensbasis gediehen ist, sprechen sie die Betreuer vorsichtig darauf an. Oftmals betrifft es allgemeine Beziehungsprobleme, aber auch die Unsicherheit in der Berufswahl und im Werdegang nach der Schulzeit.
 
Kinder und Jugendliche brauchen einen Platz, um ihre Freizeit zu gestalten, benötigen einen eigens für sie geschaffenen Raum, wo sie dem Alltag entkommen, an dem sie sich ohne Zwänge und Erwartungshaltungen frei entfalten, und wo sie ihre Ideen vorbringen und umsetzen können. Dabei behalten die Betreuer stets die Gruppendynamik im Blick um dafür Sorge zu tragen, dass niemand ausgeschlossen oder auf negative Weise angegangen wird.
 
Über einen kurzen Zeitraum sind die Zahlen der über vierzehnjährigen Besucher etwas gefallen, was ein wenig zur Besorgnis veranlasst hat. Diese jedoch hätten sich nun wieder erholt, möglicherweise liegt dies an der Änderung der Öffnungszeiten.
Für die jüngeren Besucher gibt es die Möglichkeit sich jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags in der Zeit von 14:30 bis 16:00 Uhr im Jugendtreff aufzuhalten. Hier gilt es jedoch abzuwarten, ob diese Zeiten gut angenommen werden.
Für die älteren Nutzer steht der Jugendtreff an denselben Tagen, jedoch jeweils von 16:00 bis 20:00 Uhr zur Verfügung.
Eine sich selbst verwaltende Gruppe 16 jähriger und älterer hat die Möglichkeit ohne Aufsicht in den Räumlichkeiten zu verweilen.
In der Regel finden sich durchschnittlich 20 Kinder und Jugendliche ein, was sich bei den beengten Räumlichkeiten doch ein wenig schwierig gestaltet. Die Tatsache, dass zum Wochenende hin alles weggeräumt werden muss erschwert die Situation zusätzlich und es bleibt allein schon aus diesen Gründen zu hoffen, dass der neue Jugendtreff bald zur Verfügung steht.
 
Für das Jahr 2019 steht neben den neu geplanten Vorhaben und Projekten ebenfalls im Fokus, Kinder und Jugendliche von Flüchtlingsfamilien zu integrieren, um so ein Verständnis füreinander und für die jeweilige Situation zu schaffen und den neuen Einwohnern Ohmenhausens den Start mit neu entstehenden Beziehungen und Freundschaften zu erleichtern.
 
Mit einem gemeinsamen Ausflug vor Weihnachten wird das Jahr 2018 abgeschlossen, um nach den Feiertagen im neuen Jahr 2019 mit weiteren Projekten und vielen Ideen wieder frisch durchzustarten.
 
Der Bezirksgemeinderat Ohmenhausen bedankt sich für die Ausführungen und hebt lobend hervor, wie beeindruckend das vielfältige Angebot ist und welch kolossale Bandbreite an Projekten und Aktionen den Heranwachsenden offeriert wird.
Das Gremium schlägt vor, das Thema der Sicherheit im Internet aufzugreifen, um den Kindern und Jugendlichen zu verdeutlichen, welche Spuren sie durch Bildbeiträge und Texte in den sozialen Netzwerken hinterlassen.
Herr Lutter führt hierzu aus, dass diese Thematik und die damit einhergehenden möglichen Gefahren bereits aufgegriffen wurden. Im Jugendcafe steht eine Rechtsberatung zur Verfügung, für den Fall Jugendliche benötigten hierbei Hilfe.
 
Auf die Frage des Gremiums hin, ob der bereitstehende Etat ausreicht erklärt Frau Zeller, dass sich die Stadt Reutlingen mitunter an den Kosten für Ausflüge beteiligt. Weiter stehen Mittel für geschlechterspezifische oder auch integrative Projekte zur Verfügung.
 
Das Gremium erkundigt sich weiter, ob die Kinder und Jugendlichen Bereitschaft und Freude daran zeigen, selbst Obst zu ernten, um es danach zu verwerten.
Frau Zeller führt hierzu aus, dass dies bislang sehr gern wahrgenommen wurde, leider jedoch ist das Ernten des Obstes an frei zugänglichen und freinutzbaren Bäumen in der näheren Umgebung nun nicht mehr möglich, was sie äußerst bedauert.
 
Der Bezirksgemeinderat regt an, mit Baumbesitzern, die selbst nicht abernten, Kontakt aufzunehmen und eine Vereinbarung zu treffen.
 
Die Vorsitzende bedankt sich sehr herzlich für die geleistete und wertvolle Arbeit und erklärt, dass der Neubau des Jugendtreffs Ohmenhausen ja bereits auf den Weg gebracht wurde, es bleibt nur zu hoffen, dass der Umzug in das neue Gebäude bald erfolgen kann.
 

Mitteilungen

-keine-
 

Anfragen, Anträge

Aus dem Gremium kam
 
der Antrag, in der Wasenstraße eine

defekte Straßenlaterne

instand setzen zu lassen.

Das Gremium bedankt sich für die Spende des beeindruckenden Weihnachtsbaumes.
 
Für das Bezirksamt Ohmenhausen
Daniela Kaupp.
 
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