Zusammenfassung der öffentlichen Bezirksgemeinderatssitzung Ohmenhausen vom 13.06.2018

Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus dem öffentlichen Teil der Sitzung
 
am Mittwoch, 13. Juni 2018, um 19:30 Uhr , im Rathaus Ohmenhausen,  Auf der Lind 12.
Vorsitz: Heide Schnitzer

Anhörung zur Ersatzbeschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs vom Typ LF 10 für die Feuerwehr Reutlingen Abt. FF Ohmenhausen, Drucksache Nr. 18/014/10 vom 18.05.2018. Zu Gast: Leitender Stadtbranddirektor Harald Herrmann

Der leitende Stadtbranddirektor Herrmann führt zur Ersatzbeschaffung aus, dass die zu Beginn der 1960-ger Jahre beschafften Fahrzeuge der Feuerwehr bereits Ende der 1980-ger und Anfang der 1990-ger Jahre ausgetauscht werden mussten.
Erneut stünden nun diese Löschfahrzeuge zur Ausmusterung und einer Ersatzbeschaffung an.
Im Haushalt 2018 sollten die Löschgruppenfahrzeuge in Bronnweiler und Degerschlacht ersetzt werden. Das Fahrzeug in Bronnweiler musste jedoch zunächst zurückgestellt werden. Dafür sollte das Löschfahrzeug gleichen Alters in Ohmenhausen vorgezogen werden.
Die Fahrzeuge sind zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr, insbesondere für den Grundschutz in den Stadtbezirken erforderlich. Dazu wurden für alle Abteilungen einheitliche Löschfahrzeuge vom Typ LF 10 europaweit ausgeschrieben.
  
Der Bezirksgemeinderat Ohmenhausen stimmt einstimmig dem vorbezeichneten Beschlussvorschlag mit 9 von 9 Stimmen zu.
 

Bezirksgemeinderat Graziotti bedankt sich im Namen der Abteilung Freiwillige Feuerwehr Ohmenhausen und spricht sich äußerst positiv für das vorbezeichnete neu zu beschaffende Fahrzeug aus.
 
Auch die Vorsitzende bedankt sich im Namen des Gremiums und der Ortschaft Ohmenhausen recht herzlich.

Neues Stadtbuskonzept Reutlingen, Vorstellung durch das Amt für Stadtentwicklung und Vermessung. Zu Gast Herr Dvorak, Amtsleiter des Amts für Stadtentwicklung und Vermessung

Neues Stadtbusnetz für Reutlingen - Buslinien Ohmenhausen
Herr Amtsleiter Dvorak bedankt sich für die Möglichkeit am heutigen Abend für mehr Transparenz in der Öffentlichkeit sorgen zu dürfen.
Wegen der seit längerem vorliegenden Verkehrsproblematik Reutlingens bestehe dringender Handlungsbedarf. Diesen Problemen gelte es auch schon im Hinblick auf die Auflagen zur Luftreinhaltung entgegenzusteuern.
Ein bewährtes Mittel stelle dabei die Verbesserung des Stadtbusnetzes dar, so könne neben dem Umweltaspekt auch die Mobilität der Einwohnerinnen und Einwohner deutlich verbessert, bzw. gesteigert werden.
 
Nach dem vom Gemeinderat der Stadt Reutlingen gefassten Grundsatzbeschluss zur Umsetzung eines neuen Stadtbuskonzeptes wurden drei wesentliche Bausteine zur Steigerung der Attraktivität festgelegt:
 
Bisher trafen sich alle Busse am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), um hier, nach einer festgelegten Wartezeit auch umsteigende/zusteigende Fahrgäste aufzunehmen. Häufig jedoch überschnitten sich die Fahrzeiten. Anstelle des gewohnten Zentralen Omnibusbahnhofs würden nun Durchmesserlinien zur Innenstadtanschließung geschaffen. Dabei treffen alle Buslinien nacheinander in der Stadtmitte ein, um sodann nacheinander auch bislang schlechter angebundene Bereiche abzufahren. Nutzungsschwerpunkte auch oder vor allem in der Innenstadt würden dann erschlossen.
 
Durch zusätzliche Busse würden viele Linien sehr viel häufiger abgedeckt, so dass die Taktzeiten verdichtet werden.
Durch eine Netzverdichtung stehe eine über 50%-ige Steigerung zu erwarten.
Zukünftig wäre der Busnutzer nicht gezwungen, beim Umsteigen die Haltestelle einer anderen Linie anzusteuern, vielmehr könne er dann an Ort und Stelle der gewünschten Buslinie zusteigen, wo er der vorigen Linie zuvor entstiegen sei.
 
Mit der Umstellung auf das neue Stadtbusnetz stünden Umstrukturierungen und Umbaumaßnahmen an, die Verkehrsberuhigungen und die Förderung der „Geschäftsstraße“ Gartenstraße zur Folge hätten.
Das Gremium greift das Umbauvorhaben der Gartenstraße auf und erkundigt sich nach den erforderlichen, konkreten Maßnahmen, die dann zu ergreifen wären.
Herr Dvorak führt hierzu weiter aus:
Um alternative Verkehrsarten zu fördern, müsse die des PKWs zurückgenommen werden. Das Befahren der Innenstadt werde sich in diesem Zuge für Autofahrer verändern und stellenweise auch etwas ungemütlicher werden. Die Gartenstraße werde eine entgegen der Einbahnstraßen-Fahrtrichtung ausgelegte Buslinie in südlicher Richtung erhalten und eine in nördlicher Richtung mit der bisherigen Fahrtrichtung. Die PKW Bahnen würden zugunsten der Busspuren reduziert. Einige Parkplätze entstünden zwischen neu gepflanzten Bäumen auf dem verbreiterten Gehweg. Das Kino an der Planie, sowie alle dort befindlichen Geschäfte  könnten so aus beiden Richtungen sehr viel leichter erreicht werden.
Die Metzgerstraße werde fortan als parallel zur Wilhelmstraße verlaufende Radachse betrachtet.
 
Für Ohmenhausen sei anstelle der Linie 7 die veränderte Linie 2, sowie die Linie 22 als Ersatz für Linie 71 als vollwertige Linie vorgesehen. Die Buslinie 71 werde umbenannt in 22 E und werde weiterhin als Schulbus geführt.
 
Die Linie 2 beginne in Pfullingen und nehme ihren Weg mit mehreren Haltestellen über die Gartenstraße nach Betzingen, über den Bahnhof Betzingen bishin nach Ohmenhausen. Dort ende sie nicht wie die bisherige Linie 7 im Mahdach, sondern fahre weiter zum Hasenberg um dort als Linie 22  die Kreuzeiche mit Freibad, die Ringelbachstraße, die Stadtmitte, über den Laisen dann auch Orschel Hagen abzudecken.
Der Betzinger Bahnhof sei als Haltestelle neu bei der Linie 2 vorgesehen. Dies schaffe eine verbesserte Zugänglichkeit zur Bahn.
 
Die vorgesehenen Fahrzeiten betrügen bei der Linie 2 etwa 22 Minuten und bei der Linie 22 etwa 20 Minuten von Ohmenhausen bis zur Stadtmitte, bzw. umgekehrt.
Insgesamt ergebe sich eine deutliche Taktverdichtung. Die Buslinien 2 und 22 verkehren gegenläufig werktags im 20 Minuten-Takt, abends und am Wochenende im 30 Minuten-Takt, so dass sich in der Stadtmitte und in Ohmenhausen Mitte ein etwa 10-minütiger Takt ergebe.
 
Weitere Linien würden mit dem neuen Stadtbusnetz verändert und sehr an Attraktivität hinzugewinnen So werde eine Umsteigebeziehung an der L 383 zwischen den Linien 22 und 5 entstehen, die es Ohmenhausener Fahrgästen ermögliche völlig unproblematisch Gönningen und Bronnweiler zu erreichen.
Mit den Tangentiallinien würden Verbindungen zwischen den Stadtteilen geschaffen, die häufig ein Umsteigen in der Stadtmitte ersparen.
 
Mit der Linie 7 (neue Linie Betzingen) werde ein Pilotprojekt zur Elektromobilität gestartet. Im Laufe der kommenden Jahre werde dann der bestehende Fuhrpark nach und nach umgestellt.
Weiter fänden sich Quartierbusse (Sprinterbusse) in der Planung, um die etwas weniger genutzten Fahrtstrecken, bzw. bislang schlecht bis gar nicht angebundenen Strecken zu bedienen. Diese beträfen Ohmenhausen jedoch nicht.
Die Umstrukturierung in ihrer Gesamtheit betrachtet bringe den Fahrgästen eine enorme Verbesserung in ihrer Mobilität ein und schenke eine ungemeine Entzerrung bei den Betriebsabläufen.
Mit zehn neu geschaffenen Buslinien, einhundert neuen Haltestellen, Tangential- und Quartiersbuslinien, mit dem Pilotprojekt zur Schaffung von Mitnahmemöglichkeiten von Fahrrädern in Bussen, dem Ausbau des Radnetzes und der Aussicht zum Ausbau der Stadtbahn könne sich Reutlingen auf eine enorme Qualitätssteigerung des Nahverkehrs freuen.
Mit der Verbesserung der Mobilität ginge auch die Einsparung an Emissionen einher.
 
Das Vergabeverfahren sei für die zweite Jahreshälfte in 2019 angedacht, wobei zu bedenken stehe, dass allein mit dem Umbau der Gartenstraße und die damit notwendigen Baubeschlüsse zur Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt werde, denn dies bedürfe nicht unerheblicher Vorlaufzeiten.
 
Der Bezirksgemeinderat Ohmenhausen sieht in der Herausnahme von PKW-Spuren in der Gartenstraße eine Verlagerung des Verkehrsaufkommens in die parallel dazu gelegene Bismarckstraße.
Herr Dvorak zeigt sich sehr zuversichtlich, dass das Gesamtverkehrsaufkommen durch die attraktive Gestaltung des neuen Stadtbusnetzes stark zurückgehe. Mit Staus zu Ballungszeiten und Feierabendzeiten müsse auch heute gerechnet werden.
Die Stadt Reutlingen befinde sich bereits im Gespräch mit Naldo, um die Fahrtpreise im Allgemeinen zu überarbeiten.
 
Bezirksbürgermeisterin Schnitzer bedankt sich für die Ausführungen und zeigt sich sehr positiv gestimmt gegenüber den Verbesserungen, die sich mit dem neuen Stadtbuskonzept ergeben. werden.

Mitteilungen

Bezirksbürgermeisterin Schnitzer teilte mit,
  • dass das Fachamt auf die Anfrage des Gremiums zu Sanierungsmaßnahmen und einem

    Gasleitungsausbau

    hin erklärt habe, die Hasenbergstraße und Pfarrer-Bunz-Straße in  die mittelfristige Sanierungsplanung aufgenommen zu haben. Die FairNetz sei im Rahmen einer Koordinationsanfrage darüber informiert
 
  • dass während des Zeitraums von Anfang März bis Ende Juli 2018 an insgesamt 48 Standorten im Reutlinger Stadtgebiet

    Verkehrszählungen

    vorgenommen würden, um die  Anzahl und Art der Verkehrsteilnehmer zu erfassen. Eine Identifikation von Personen und Kennzeichen sei dabei aufgrund des geltenden Datenschutzes nicht Gegenstand der  Messungen.  Das Gremium bittet um eine zeitnahe Mitteilung zu den Ergebnissen in Ohmenhausen
 
  • dass die Technischen Betriebsdienste der Stadt Reutlingen aufgrund eines vorausgegangenen Antrags des Gremiums bereits beauftragt worden seien, die

    Mähringer Straße

      auf Höhe des Gebäudes 23 zeitnah durch die Aufbringung einer

    Asphaltdeckschicht

    instand zu setzen.

Anfragen, Anträge

 Aus dem Gremium kam
 
der Antrag, dass im Hinblick auf zukünftige Starkregenvorkommnisse und auf das ungünstige Gefälle in der Mähringerstraße zu überprüfen sei, wie diesem Umstand der

überlaufenden Schächte

Abhilfe geleistet werden könne, sowie um schnellstmögliche und fortan regelmäßige Reinigung derselben.
Weiter wird darum gebeten, flächendeckend und regelmäßig alle Schächte Ohmenhausens in Augenschein zu nehmen und gegebenenfalls zu reinigen

der Antrag, das für die

Hydranten

zuständige Fachamt möge insbesondere im Eschenweg, Höhe Gebäude 66 und in der Bahnstraße, Höhe Gebäude 11, aber auch bei allen weiteren Hydranten in Ohmenhausen eine Überprüfung und Bereinigung vornehmen.
Weiter bittet das Gremium alle Schachtdeckel zu überprüfen.
Die Möglichkeit der Öffnung von Schächten durch die Feuerwehr müsse gewährleistet sein
 
die Erinnerung an die bevorstehende Informationsveranstaltung zum

Masterplan Radverkehr Reutlingen

am 20.06.2018 in der Zeit von 17:00 bis 21:00 Uhr im Spitalhof
 
 Für das Bezirksamt Ohmenhausen
Daniela Kaupp.



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